Forum: Panorama
Lynchjustiz in Kenia: Tötet den Dieb!

Der Mob tritt Diebe zu Tode oder verbrennt*sie bei lebendigem Leib,*Ehebrecher werden gesteinigt oder mit der Machete gemeuchelt: In Kenia*steigt die Zahl der Fälle von Lynchjustiz rapide. Die Gründe?*Armut, Drogen,*korrupte Polizisten*- und*oft auch*der*Glaube an übernatürliche Kräfte.

Seite 2 von 4
krümelmonster 30.10.2011, 13:28
10. .

Sicher: Lynchjustiz ist nicht zu dulden. Dennoch stehen die Menschen dort gemeinsam gegen einen (vermeintlichen) Verbrecher zusammen.

In unserem ach so zivilisierten Land mit fortschrittlicher Rechtsprechung sehen die Leute lieber weg, wenn in U-Bahn-Stationen oder S-Bahnhöfen Menschen bestohlen/beraubt oder krankenhausreif bzw. zu Tode geprügelt werden. Wenn die Menschen hier mit ähnlicher (aber natürlich gemäßigter!) Vehemenz gegen diese Verbrecher einschreiten würden, würden gewalttätige Übergriffe sicher weniger werden und dem einen oder anderen Opfer eine langwierige Krankenhausbehandlung erspart.

Beitrag melden
graubereich 30.10.2011, 13:43
11. Toll!

Zitat von Xiuhcoatl
b) Unschuldige werden in hiesigen Rechtsstaaten ebenfalls angeklagt und (selten) verurteilt.
ja sehr gut erkannt und richtig. Aber dort werden sie nicht erst angeklagt sondern gleich getötet. Toll!

Beitrag melden
Kador 30.10.2011, 13:58
12. Das reicht nicht!

Zitat von diamorphin
Ich denke, einen Rechtsstaat muss man sich selbst "erkämpfen" und selbst wenn man ihn auf dem Papier hat, so vergehen doch noch einige Generationen bis es sich beim Menschen im Denken eingebürgert hat, das Lynchjustiz nicht der richtige Weg ist. diamorphin
Den Rechtsstaat muss man nicht nur erkämpfen, sondern auch bewahren. Zum Bewahren gehört, dass Täter bestraft und nicht verhätschelt werden. Wenn die Justiz ein Recht spricht, was von der Mehrheit im Lande als irre empfunden wird, dann nehmen die Leute das Recht in die eigene Hand. Und eines fernen Tages haben wir Verhältnisse wie in Kenia.

Beitrag melden
Miss Ann Trophy 30.10.2011, 13:59
13. ...

Zitat von leulind
Natürlich das erstere. Warum fragen Sie? Wetten, dass Sie auch schon einmal etwas gemopst haben. Wenn nicht, wären Sie der erste.
Ein Räuber ist nicht jemand der etwas "gemopst" hat, sondern Gewalt gegen Personen angewendet hat. Das ist der Unterschied zu einem Dieb.
Wenn die Bürger das Vertrauen in "ihre" Justiz und Polizei verlieren, würde es auch in einem "Rechtsstaat" bald Bürgerwehren geben.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 30.10.2011, 14:01
14. ...

Zitat von krümelmonster
Wenn die Menschen hier mit ähnlicher (aber natürlich gemäßigter!) Vehemenz gegen diese Verbrecher einschreiten würden, würden gewalttätige Übergriffe sicher weniger werden und dem einen oder anderen Opfer eine langwierige Krankenhausbehandlung erspart.
Sie stellen Mob-Denken als wünschenswerte Geisteshaltung dar?
Nebenbei sind es vollkommen verschiedene Situationen, die Sie da vergleichen. Die Opfer um die es hier geht, sind schon in der Defensive. Sie wurden erwischt, wurden lauthals beschuldigt, wollen nur noch fliehen. Wollen nicht kämpfen. Und sie sind meist alleine. Jemanden zu finden, der da hinterher geht ist nicht allzu schwer.
Oder in Zahlen:
1 Dieb, 1 Opfer. Sobald auch nur 1 weitere Person dazukommt, ist der Dieb in der Unterzahl. Sobald das erreicht ist, ist es ein Kinderspiel.

Die Leute, die hierzulande Leute zusammentreten sind erstmal in der Offensive. Sie greifen ihr Opfer an. Sie sind auf einen Kampf eingestellt, nicht Flucht. Und sie sind meist zu mehreren.
Oder in Zahlen:
1-4 Schläger und 1 Opfer. Wenn 1 Person dazukommt, ist sie auch noch in der Unterzahl. Finden sich mal schnell genug weitere Leute, bevor Sie auch zum Opfer werden.

...also mal nicht so tun, als wenn Lynchmobs nur ein bisschen fehlgeleitete Zivilcourage wären.

Beitrag melden
kb26919 30.10.2011, 14:02
15. aber es macht die Leute nicht ehrlicher

Zitat von cadogo
Lieber Autor, man mag über dieses Verbrechen denken was man will. Dieser Umgang mit Dieben und sonstigen Übeltätern ist im südlichen Afrika gang und gäbe und es geschieht täglich.
denn es gibt ein kriminelles Element in allen Laendern und Gesellschaften.

Beitrag melden
chefmixer 30.10.2011, 14:04
16. Die Menschen stehen zusammen?

Zitat von krümelmonster
Sicher: Lynchjustiz ist nicht zu dulden. Dennoch stehen die Menschen dort gemeinsam gegen einen (vermeintlichen) Verbrecher zusammen.
Was für eine kranke Einstellung. Das der Mob aus den niedersten Beweggründen Blut sehen will und es hier nicht um soziallen Zusammenhalt sondern um kollektiven Blutrausch geht, dürfte ihrer These deutlich widersprechen. Wenn die Menschen in Afrika so fein zusammenstehen würden, dann würden sie nicht mutmaßliche Ehebrecher und Diebe verbrennen sondern ihr eigenes Land auf Vordermann bringen.

Beitrag melden
raka 30.10.2011, 14:09
17. .

Zitat von donbilbo
Oft frage ich mich, was perverser ist: Einem Räuber, der auf frischer Tat ertappt wurde einen brennenden Autoreifen um den Hals zu legen oder ihn mit einer Bewährungsstrafe wieder auf die Strasse zu schicken.
Vielleicht, wenn Sie noch mal genau und in Ruhe nach denken, kommen Sie drauf ...

Beitrag melden
Indigo76 30.10.2011, 14:22
18.

Zitat von donbilbo
Oft frage ich mich, was perverser ist: Einem Räuber, der auf frischer Tat ertappt wurde einen brennenden Autoreifen um den Hals zu legen oder ihn mit einer Bewährungsstrafe wieder auf die Strasse zu schicken.
Weder noch. Am perversesten ist es, sich diese Frage zu stellen. Der Wert eines Menschenlebens mit dem Wert einer Brieftasche gleichzusetzen ist so dermaßen Menschenverachtend, dass mir glatt die Spucke wegbleibt! Unser westliches Rechtssystem hab bestimmt seine Macken, aber dieser Vergleich ist ekelerregend.

Beitrag melden
autonomos 30.10.2011, 14:50
19. Lynchjustiz reduziert Gewaltverbrechen?

Sicher sind Sie sich aber auch nicht oder warum benutzen Sie den Konjunktiv?

Belege,dass es in Kenia signifikant weniger gewalttätige Übergriffe gibt, können Sie sicherlich auch nicht liefern oder?


Zitat von krümelmonster
In unserem ach so zivilisierten Land mit fortschrittlicher Rechtsprechung sehen die Leute lieber weg, wenn in U-Bahn-Stationen oder S-Bahnhöfen Menschen bestohlen/beraubt oder krankenhausreif bzw. zu Tode geprügelt werden. Wenn die Menschen hier mit ähnlicher (aber natürlich gemäßigter!) Vehemenz gegen diese Verbrecher einschreiten würden, würden gewalttätige Übergriffe sicher weniger werden und dem einen oder anderen Opfer eine langwierige Krankenhausbehandlung erspart.

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!