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Mads Mikkelsens Schweigen: #MeToo braucht Raum für Blödheiten
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Etwas über #MeToo sagen oder lieber schweigen? Mads Mikkelsen hat sich für Letzteres entschieden. Das ist leider verständlich - offenbart aber ein Problem.

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alfredbonn 26.04.2019, 21:41
1. Ein kluger Mann!

Man muss eben nicht zu jeder Kuh, die durchs Dorf gejagt wird, seinen Senf dazu geben. Auch wenn die Journaille das gerne hätte. Und es gehört auch zur Freihet - nichts zu sagen. Uns seine Einstellung für sich zu behalten. Hätte der Verfasser des Artikels auch machen können - da wäre uns Lesern nichts verloren gegangen.

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BurekTomate 26.04.2019, 21:49
2. Realitätsverweigernd

Der Beweis dass Sie keinerlei Diskussion wollen, ist doch täglich in unseren Medien zu sehen. Ich weiß nicht was Sie uns sagen wollen!
Einerseits wollen Sie Stimmen, andererseits sollen diese aber nicht zu kritisch sein? Wer da noch druchblickt....
Aber gut, einen Versuch ist es wert. Auch wenn ich sicher bin dass das hier nie veröffentlicht wird...... ich kenne euch ja...

- wer glaubt dass haltlose Anschuldigungen eine gute Idee sind, dem ist nicht mehr zu helfen! Leider haben unsere Medien genau das gemacht. Ohne jegliche Beweise wurden Männer "vernichtet". Zumindest diejenigen, die irgendwas mit Medien zu tun haben und ihr euren Einfluss noch geltend machen könnt.

- nie über die Toten berichtet!
Mehrere Männer brachten sich um nachdem Zeitungen über sie herzogen. Dabei gab und gibt es keinerlei Beweise für die Anschuldigungen gegen diese Männer. Ihr habt jedoch niemals eure Rolle hier kritisch gesehen. Aufrechte Menschen würden sich schuldig fühlen diese Männer in den Suizid getrieben zu haben, für euch ist das nicht mal eine Diskussion wert.
Offensichtlich ist das Unwohlsein einer Feministin, weil ein Mann sie schief angeschaut hat, mehr Wert als der Tot eines Mannes.

- ihr überschätzt maßlos euren Einfluss!
Ob ihr es glaubt oder nicht, die Macht der Medien ist ziemlich gering und er sinkt täglich weiter. Wie gesagt, ihr konntet einige Männer, die in den Medien arbeiten, "vernichten" - ob zu recht oder zu unrecht, darüber haben alle ihre eigene Meinung - jedoch habt ihr in anderen Bereichen keinerlei Wirkung. Und zudem hat der Hass auf die Feministen und auf die Medien noch einmal stark zugenommen, dank diesem #metoo.

- #metoo wurde von den Feministen absolut missbraucht!
Selbst die Initiatorin konnte sich nicht mehr halten über die Auswüchse dieses Wahnsinns zu meckern. Wie immer ging es auch der Initiatorin um die Bekämpfung echter Ungerechtigkeit, stattdessen wurde es der typisch feministische Hass auf Männer und gegen das "Patriarchat"
Es ist keine Überraschung, dass sofort Quoten für Frauen gefordert wurden, nachdem einige Männer ihren Hut nehmen mussten. Da sieht um was es wirklich geht.

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terylen 26.04.2019, 21:54
3.

Und ohne Scheu evtl etwas "Mat-Damon-haftes" zu sagen: danke ich Mads Mikkelson für sein Schweigen; ohne das ich vermutlich nicht in den Genuss dieses Artikels gekommen wäre. Und Dank an den Autor; für den aufkommenden Gedanken, dass gemeinsam erlebtes Scheitern eine gute Möglichkeit zum gemeinsamen Lernen sein kann, anstatt eine Grundlage für Ausgrenzung zu schaffen.

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held_der_arbeit! 26.04.2019, 22:06
4. Da geht's ja schon los

wenn jeder Beitrag zur Debatte, der nicht 100% dem geltenden Dogma entspricht, eine "Blödheit" ist, hat kein Mann dieser Welt etwas dadurch zu gewinnen, sich an #metoo zu beteiligen. Es ist, wie viele Dinge der political correctness, eine zutiefst Diskursfeindliche Bewegung, die eigentlich nur zwei Arten der Teilnahme erlaubt: Empörung und bedingungsloses Schuldeingeständnis. Alle anderen Facetten, wie z.B. das der Großteil der Männer sich Frauen gegenüber nach bestem Willen korrekt verhält (und dafür weder Dankbarkeit erwartet noch bekommt) gehen im Shitstorm gänzlich unter

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abc_bis_z 26.04.2019, 22:11
5. eine schweigende Kolumne

Hier schweigt ein weiterer Mann (Benjamin Maack). Diese Kolumne ist wie ein Gang auf Eiern geschrieben. Der Angstschweiss, selbst als Toter zu enden, trieft zwischen den Zeilen. Warum? Aus Angst vor der giftigen Feder der Stokowski, die sicherlich in Kürze dazu ansetzt, auch diese kuschend-moderate Kolumne mit ätzender Tinte zu bespritzen. Da würde ich mir als Spiegel Autor auch 3x überlegen, ob und wie ich was schreibe. Unsere Gesellschaft ist echt zum reinsten Witz verkommen ... mit etlichen Journalisten in Narrenkappen, die wie irre um's Goldene Kalb des moralisch korrekten Hasses herumtanzen.

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Steve Kadisha 26.04.2019, 22:14
6. Mehr als klug

Mikkelsen ist mehr als klug. Klappe zu, Affe tot! Die traditionellen Medien und die sozialen Medien suchen oftmals prominente Stimmen gar nicht als ernsthaften Debattenbeitrag, sondern nur als Staffage, als Dekoration oder als Abarbeituntungsgrundlage für ihre vorgefassten Meinungen. Die Argumente der Prominenten werden gar nicht gewogen, sondern nur nach dem Freund-Feind-Schema sortiert. Es besteht gar kein ernsthaftes Interesse an einer anderen Sichtweise auf das #metoo-Thema, sondern nur an einem geeigneten Reibungspunkt. Dieses Spiel zu durchschauen und sich dafür nicht benutzen zu lassen und herzugeben, ehrt Mikkelsen. So lange Debatten so militant, unversöhnlich, verständnisverweigernd für Gegenmeinungen geführt werden, wie bei #metoo, sollte man sich daran nicht beteiligen. Schweigen bleibt da Gold.

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Spiegulant 26.04.2019, 22:21
7. Matt Damon hat doch völlig recht!

Es ist tatsächlich "etwas anderes, jemandem den Po zu tätscheln, als jemanden zu vergewaltigen." Solche schlichte banale Wahrheiten wird man ja wohl noch sagen dürfen. Oder soll jeder Potätschler die Frau dann auch gleich noch vergewaltigen, weil das ja eh das gleiche sei? Sicher nicht. In dieser unsäglichen "Me-Too"-Kampagne wird aber alles harmlose mit leichten Übergriffen mit Gewaltverbrechen vermischt, durch den Wolf gedreht, Worte im Mund umgedreht, bis keiner mehr den Unterschied zwischen Gewaltverbrechen wie Vergewaltigung, zwischen Potätscheln und zwischen simplen Flirtversuchen mehr erkennen soll. Ursprung der "Me-Too"-Kampagne war ja übrigens, dass Schauspielerinnen, die "sich nach oben geschlafen" hatten, sich später, als sie oben angekommen waren, darüber beklagten.

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Consumer Sheep 26.04.2019, 22:35
8. Es wird immer mehr geschwiegen

"Doch mit jedem, der schweigt, verlieren wir Blickwinkel und Aspekte, die vielleicht noch nicht gesehen oder ausführlich genug verhandelt wurden."

Wer eine Meinung äußert, die nicht mit der aktuellen gesellschaftlichen Mainstream-Meinung konform ist, wird bestraft. Selbst wenn er gute Gründe und Argumente hat. Die Strafe ist gesellschaftliche Ächtung und das Stecken in Schubladen mit abwertenden Schildern drauf.
Das ist in den letzten Jahren gefühlt deutlich schlimmer geworden. Die Medien spielen dabei leider eine massive Rolle.
Gutes Beispiel: Die Verwendung der Phrase "Das wird man wohl noch sagen dürfen" wird massiv mit der Begründung geächtet, dass diese Phrase nur benutzt wird, weil man etwas sagen will, was man eigentlich nicht sagen darf. Was für eine Ironie!
Eine gute Möglichkeit, kein Ärger zu bekommen ist eben schweigen. Oder nur die derzeitige Mainstream-Meinung runterbeten. Und die beste Möglichkeit ist, die Mainstream-Meinung sogar zu übernehmen, ohne zu hinterfragen! Dann kann man andere für deren vermeintlich verächtliche Meinung bestrafen und sich selbst als weißer Ritter profilieren.

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Hoschi 26.04.2019, 22:45
9. Ich sage nix,

denn wenn ich was sage, dann denkt ihr an etwas, dass ich nicht gedachte habe als ich was sagte, was nix mit den zu tun hat, das ich nicht sagte. Nix zu sagen, bedeutet nicht, nix zu denken und das was ich sagte hat nix mit dem zu tun, was ich dachte. Nix gedacht zu haben, bedeutet also noch lange nicht, nix zu sagen und nix zu denken ist oft das Gegenteil von nix gesagt zu haben. Egal, die Lösung eh 42.

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