Forum: Panorama
Mads Mikkelsens Schweigen: #MeToo braucht Raum für Blödheiten
AP

Etwas über #MeToo sagen oder lieber schweigen? Mads Mikkelsen hat sich für Letzteres entschieden. Das ist leider verständlich - offenbart aber ein Problem.

Seite 2 von 8
frank-hardy/schweden 26.04.2019, 22:47
10. Kein Wunder

...in diesen Zeiten der Political Correctness, wo sich der Social Media-Mob plus Feministinnen und Gender-Gedankenpolizei auf jede Äusserung stürzt, ob sie nun naiv oder einfach dumm ist. MeToo kann sich bald mit den den Kampagnen aus der McCarthy-Ära vergleichen, was die Zerstörung von Karrieren und Existenzen angeht! Früher hiess so etwas schlicht "Üble Nachrede" und war strafbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
killing.time 26.04.2019, 23:02
11. Als ob jemanden eine Meinung, die von #diesaudiegeradedurchsdorfgetrie

benwird abweicht, überhaupt interessieren würde. Wenn die #hashtag Meute auf Twitter gleichzeitig Ankläger, Richter und Henker sein will, dann kriegen sie halt nur die Doofen als Opfer, die sich noch zu irgendwas ohne ihr PR-Team äußern. Und die werden Darwin sei Dank immer weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
James Tea 26.04.2019, 23:14
12. Eher Belehrung als Diskussion

Die MeToo-Debatte war doch nie eine Debatte oder Diskussion. Es war von Anfang an eine Belehrung einer in sippenhaft genommenen Gruppe. Und wenn man bei der Direktorin vorsprechen darf, weil einer eine Scheibe eingeschmissen hat, ballt man halt die Faust in der Tasche und sagt lieber nichts. Man sieht ja was mit denen passiert, die etwas sagen. Und damit meine ich nicht Fachleute wie Matt Damon, sondern eher Catherine Deneuve. Übrigens kann man sich mit Männern ganz gut, auch sachlich oder eben kontrovers zum Thema unterhalten. Es dürfen nur keine Frauen zugegen sein. Im angelsächsichen Raum läuft das unter MGTOW.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Criticz 26.04.2019, 23:15
13. Es steht jedem, auch Mads Mikkelsen, völlig frei ob er sich zu metoo

äussert oder nicht. Ich kenne das nur aus Diktaturen, dass Menschen gezwungen sein sollen sich - natürlich so die Auffordernden es hören wolle - brav zu vorgegebenen Themen äussern müssen.

Und dass er schweigt ist angesichts dessen dass jede Stimme die die Schattenseiten von metoo (Aushebelung der Unschuldsvermutung, sozial-existentielle Vernichtung ohne dass es rechtskräftige Urteile gibt, Ausmerzung aus Filmen usw.) erwähnt mehr als verständlich.

Vielleicht sollte sich der Autor mal mit Leuten wie Hr. Damore (geschasst bei Google obwohl er völlig sachlich auf die negativen Folgen von Diskriminierung durch Fördermaßnahmen für Frauen etc. hingewiesen hat) und deren Schicksal beschäftigen, dann wüsste er, dass eine sachlich-faire Diskussion hier schon längst nicht mehr möglich ist.

PS: Mikkelsen dürfte mit dem Thema vertraut sein - in dem grandiosen Film "Die Jagd" geht es genau um das Thema Falschbeschuldigung - sollte jeder mal gesehen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jotemel 26.04.2019, 23:21
14. das Pendel....

....schwingt hin, das Pendel schwingt her. Nur am (scheinbaren) Totpunkt ist es erträglich. Weit davon entfernt ist dieser Artikel mit seinen unausgesprochenen Unterstellungen. Und obendrein erschließt sich mir der Sinn nicht.
#MeToo war/ist keine Debatte, sondern ein Statement. Grundsätzlich sollten derlei Aussagen nicht zum Vorurteil gereichen. Warum wird wohl eine Jury von Verlautbarungen zum jeweiligen Fall isoliert?
Nur hier gilt das nicht. Frei heraus, wer was zu urteilen hat. Wird schon stimmen. Und wer sich nicht bekennt, ist zumindest verdächtig. Das Allerdümmste dabei ist, dass eine vom Prinzip her richtige und nach meinem Verständnis nicht der Diskussion werte Forderung, nämlich den Frauen mit Achtung zu begegnen, solcherart (#MeToo)das Gegenteil hervorbringt, was dann wiederum als Beweis der Richtigkeit der mit dem Kochgeschirr verteilten Vorurteile herhalten muss. Ein Irrenhaus...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robert_haasch 26.04.2019, 23:22
15. Täter

Es geht bei ,,me too,, ja nicht darum,etwas zu besprechen, sondern dass die Täter endlich verurteilt werden und im Knast landen . Das passiert leider nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 26.04.2019, 23:30
16. Wer viel redet, ...

... redet auch viel Mist, erst recht, wenn er über etwas redet, über das es nichts (mehr) zu reden gibt. MM hat völlig recht. Die schreibenden Journalistenzunft befürchtet offenbar zunehmend, dass ihr ein Thema wegbricht, mit dem sich doch eigentlich so schöne Artikel generieren lassen. Das perverse dabei: Jetzt werden nicht nur die vorgeführt, die was Unpassendes gesagt haben, sondern schon auch die, die nicht zu allem und jedem Thema ihren Senf geben wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Suppenelse 26.04.2019, 23:57
17.

Komischer Artikel. Der Autor klingt, als seien sämtliche kritische Debatten über diese dümmlich-pauschalisierende Hashtag-Kampagne unbemerkt an ihm vorbeigerauscht. Wenn man dann liest von „Blickwinkeln und Aspekten, die vielleicht noch nicht gesehen oder ausführlich genug verhandelt wurden“, klingt das gerade im Zusammenhang mit #metoo so fremd, dass man wirklich nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.

Auch wenn der offenkundige, wenn auch leisere Großteil der Frauen selbst so seine Probleme mit dieser Kampagne hat: Wer sich als Mann zu diesem Thema äußert, statt sich seinen Teil zu denken, ist selbst schuld. Ist leider so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denkpanzer 27.04.2019, 00:00
18.

Tja, liebe Journalisten. Das jemand gar nichts zu einem Thema sagt ist jetzt also auch schon schlimm. Wird euch das PC Getue nicht langsam peinlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pfzt 27.04.2019, 00:12
19.

Dieses Klima ist gewollt. Es darf keine auch nur minimale Abweichung zur Linie geben. Sich jetzt darüber zu beschweren ist lächerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8