Forum: Panorama
Massaker an Studenten: Mexikanische Armee entwaffnet Polizei in Iguala
DPA

In Mexiko wurden offenbar 43 Studenten im Auftrag der Polizei von Kartellmitgliedern getötet. Dutzende Beamte aus Iguala sollen im Sold der Verbrechergruppe stehen. Die mexikanische Armee hat jetzt die Kontrolle in der Stadt übernommen.

captain_scheisse 07.10.2014, 06:23
1. Vollkommen verrückt!

Nicht nachvollziehbar, weshalb so viele Menschen nicht einfach entspannen und einfach lieber etwas Schönes in der Sonne unternehmen mogen. Bei so vielen gestörten Nachrichten wäre ich lieber heute als morgen auf einem anderen Planeten. Dies ist immer weniger meine Welt und schlimmer noch: ich stelle fest, dass ich verrohe und mich selbst solche Nachrichten nicht mehr wirklich interessieren. Erschütternd. Kapitulation auf allen Seiten.

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outsider-realist 07.10.2014, 08:45
2.

Ich bin immer wieder überrascht wie wenig ein Menschenleben in so vielen Ländern der Welt wert ist.
In solchen Augenblicken bin ich immer froh hier geboren zu sein- jedenfalls zu dieser Zeit. Das es auch bei uns größenwahnsinnige und gefährlich kriminelle Spinner gibt steht außer Frage aber alles in allem haben wir es hier recht gut im Griff.
Ich muß immer grinsen, wenn sich dann Menschen hierzulande über schlechtes Wetter und Gutmenschentum aufregen. Solange dies der Fall ist, ist alles soweit in Ordnung.

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gott777 07.10.2014, 09:39
3.

Wirklich erschütternd seit Jahren immer wieder zu lesen, wie wenig ein Menschenleben in Mexiko wert ist und unter welcher Verrohung hier Menschen aufwachsen müssen. Hoffentlich gewinnt die Menschheit irgendwann den Kampf gegen die Drogen, das würde diesen Barbaren die Grundlage entziehen.

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enlasnubes 07.10.2014, 10:45
4.

Zitat von outsider-realist
Ich bin immer wieder überrascht wie wenig ein Menschenleben in so vielen Ländern der Welt wert ist. In solchen Augenblicken bin ich immer froh hier geboren zu sein- jedenfalls zu dieser Zeit. Das es auch bei uns größenwahnsinnige und gefährlich kriminelle Spinner gibt steht außer Frage aber alles in allem haben wir es hier recht gut im Griff. Ich muß immer grinsen, wenn sich dann Menschen hierzulande über schlechtes Wetter und Gutmenschentum aufregen. Solange dies der Fall ist, ist alles soweit in Ordnung.
Wie Sie schon richtig bemerken, liegen bei uns Europäern die Zeiten der Verrohung mal gerade zwei Generationen zurück. Noch vor einer Generation war es bei uns offizielle Politik, die Menschenrechtsverletzung/Morde der lateinamerikanischen Diktaturen gegen "Linke" stillschweigend zu dulden bzw. zu unterstützen.

Der europäische Eiertanz bei der juristischen Verfolgung Pinochets oder die Glanzleistung der FDP-nahen "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit" bei der Unterstützung des Militär-Putsches in Honduras 2009 sind sogar noch näher an der Gegenwart.

Das, was dort in Guerrero geschieht, ist IMHO vielschichtig. Politisch, ökonomisch, rassistisch, sozial + Drogenkrieg. Ich sehe es auch als Mahnmal, was passieren kann, wenn der Staat zu schlank wird, und nur noch die Macht des ökonomisch Stärkeren regiert.

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StefanXX 07.10.2014, 15:36
5. Früher war es auch nicht anders

Zitat von captain_scheisse
Nicht nachvollziehbar, weshalb so viele Menschen nicht einfach entspannen und einfach lieber etwas Schönes in der Sonne unternehmen mogen. Bei so vielen gestörten Nachrichten wäre ich lieber heute als morgen auf einem anderen Planeten. Dies ist immer weniger meine Welt und schlimmer noch: ich stelle fest, dass ich verrohe und mich selbst solche Nachrichten nicht mehr wirklich interessieren. Erschütternd. Kapitulation auf allen Seiten.
Das erscheint Ihnen nur so .. früher war die Welt keinen Deut besser. Der Unterschied zu früher ist nur, dass Sie heute über fast jede Katastrophe, jedes Verbrechen und jeden Krieg in aller Ausführlichkeit und beinahe in Echtzeit medial informiert werden, wenn Sie das wollen. Und das überfordert uns psychisch oftmals. Früher lebte man mehr nach dem Motto "Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß" und das war teilweise gar nicht so schlecht ...

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