Forum: Panorama
Massaker in US-Synagoge: "Der dunkelste Tag in Pittsburghs Geschichte"
AFP

Elf Menschen wurden ermordet, "einfach nur wegen ihres Glaubens": Ermittler haben neue Erkenntnisse zum Massaker in einer Synagoge in Pittsburgh mitgeteilt. Der Bürgermeister richtete eine emotionale Botschaft an die Bürger.

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fottesfott 28.10.2018, 16:37
40. Das ist eine explosive Gemengelage

Millionen von Amerikanern mit abstrusen Vorstellungen von der "idealen Gesellschaft", aber dafür mit einem riesigen Waffenarsenal im Keller (hier wären das vermutlich überwiegend Reichsbürger), implizit unterstützt oder zumindest toleriert von einem Präsidenten, der sich selbst über Recht und Gesetz stellt, und die widerlichsten Weltanschauungen in sich vereint und durch seine Dummheit boostet. Schauen wir mal, ob er den Täter 3 Monate nach dem Urteil begnadigt; man darf Fans, die mit den entsprechenden Aufklebern auf dm Van herumfahren ja nicht hängen lassen. Armes Amerika.

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spdf 28.10.2018, 16:37
41. einseitig

Zitat von charlybird
wie viel Attentate und Amokläufe in Amerika bereits aus Hass begangen wurden. Sie werden im übrigen nicht nur dort begangen. Aber eines ist immer wieder auffällig, die meisten Amokläufe und Massenmorde werden mit Schusswaffen durchgezogen, die dort leicht und locker zu kaufen sind. Da nützt die ganze Betroffenheit jedes mal nur soweit, bis der nächste Knallkopf bis an die Zähne bewaffnet wieder eine öffentliche Bühne betritt. Das Schüren von Gewalt und der laufend aggressive politische Tonfall Trumps sind auch nicht gerade besonders hilfreich, dafür beginnt wahrscheinlich ab morgen wieder der Run auf die Waffenläden und Pawn Shops. Die NRA steht dabei Gewehr bei Fuß und dankt es mit Freiheitssprüchen und Politikerspenden in God's armed country.
Sehr viele Gewaltverbrechen werden in den USA mit illegalen Waffen verübt. Es gibt auf den Philippinen unzählige Waffenschmieden, die Kopien der Markenhersteller produzieren. Die werden dann in die USA geschmuggelt. Werden die dann zu heiß, gehen die weiter nach Mittel- und Südamerika. Mit der NRA hat das nichts zu tun.

Das Problem liegt zum einen in der Gang-Kultur und zum anderen im Umgang mit psychisch Kranken. Das Gesundheitssystem ist auf Letzteres wohl nicht mehr ausgelegt. Außerdem gehen so einige auf privater Ebene mit psychisch Kranken fahrlässig um. Nur ein Fall: Wenn ich einen Sohn habe, der wegen einer schweren Schizophrenie aus dem Marine Corps entlassen wird, dann schenke ich dem keine Schusswaffe.

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Spiegelleserin57 28.10.2018, 16:53
42. Sie werden verstehen dass ich, die diese Taten verurteilt,

Zitat von undog
Bitte senden Sie entsprechende Zitate / links von solchen Populisten. Damit meine ich nicht irgendwelche religiösen Fanatiker.
hier im Internet keine Links zu solche Seiten veröffentlicht. Das wäre gegen meine Überzeugung und auch eine Unterstützung solcher
Leute. Sollten Sie an solchen Seiten oder Artikeln Interesse haben können Sie diese ja problemlos googlen.

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ruhepuls 28.10.2018, 16:53
43. Ja, aber wie?

Zitat von senapis
Nein Herr Trump, hier irren sie. Es müssen nicht noch mehr Waffen vor einem Gotteshaus versammelt sein. Anders herum wird "ein Schuh daraus"! Nehmt den Ignoranten, Verantwortungslosen und Fanatikern die Waffen aus der Hand. Aber auf eine differenzierende Betrachtungsweise beim Potus zu hoffen scheint mir vergebliche Liebesmüh.
Natürlich wäre es schön, wenn wir alle potentiellen Kriminellen oder sonstige "Gefährder" einfach daran erkennen könnten, dass sie ein Schild tragen, auf dem steht: "Bin potentiell gefährlich". Nur leider tragen sie solche Schilder nicht. Und potentiell gefährlich ist jeder Mensch - es kommt nur auf die Situation an.

Die einzige Lösung - rein theoretisch - wäre es, überhaupt keine Schusswaffen mehr in privater Hand zu erlauben. Dann müsste man allerdings alle vorhandenen einsammeln. Und das dürfte in den USA (und auch bei uns) gar nicht so einfach sein, denn dazu gibt es bereits viel zu viele. Darunter auch solche, die gar nicht registriert sind. In den USA wird es vermutlich nie dazu kommen oder es gäbe wieder einen Bürgerkrieg. Schließlich besteht ein großer Teil der amerikanischen Identität aus der Vorstellung von individueller Freiheit versus staatlicher Kontrolle.

Übrigens auch Baader-Meinhoff kamen an Waffen, obwohl Deutschland hier recht restriktiv ist.

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ruhepuls 28.10.2018, 17:10
44. Trump säht Hass...

Zitat von undog
Gegen Juden? Die Schulmassaker fanden auch unter demokratischen Präsidenten statt. Hatten die damit etwas zu tun? Die Spaltung der Bevölkerung wird zusätzlich vertieft, indem man Morde der politischen Gegenseite anhaftet. Ähnlich läuft es bei uns: Kriminalität von Flüchtlingen schieben die Rechten auf die Linken und rechte Straftaten schieben die Linken auf AfD und andere Rechte.
Schul-Massaker gab es in den USA (und inzwischen ja auch bei uns) immer wieder. Allerdings häufen sich seit Trump auch Massaker außerhalb von Schulen (Las Vegas..). Schüler interessieren sich nicht für Präsidenten, aber Erwachsene tun es.

Und Trump hat eine Rhetorik eingeführt, in der Worte wie Aufhängen, Töten usw. vorkommen, wenn es um politische Gegner/Andersdenkende geht. Damit hat er ein Fass aufgemacht. Menschen, die andere hassen, aus welchem Grund auch immer, gibt es überall auf der Welt. Eine funktionierende Gesellschaft hält sie unter Kontrolle, auch dadurch, dass Gewalt als solche nicht toleriert wird, auch nicht verbal. Und dieses Tabu hat Trump immer wieder ignoriert, um seine Anhänger zu füttern, unter denen wohl viele sind, die immer noch mit dem "Gewehr in der Hand" für ihr Recht sorgen wollen, getreu dem amerikanischen "Pionier-Mythos".

Es spielt daher jetzt auch keine Rolle, dass Trump kein Judenfeind ist, denn eine Hemmschwelle, die einmal gesenkt ist, wirkt sich überall aus.

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altais 28.10.2018, 17:11
45.

Zitat von Heitgitsche
Trumps Schwiegersohn ist jüdisch. Seine Tochter ist zum jüdischen Glauben konvertiert. Wieso sollte Trump an diesem Massaker der Schuldige sein? Killerspiele sind tatsächlich ein Zeichen innerer Verrohung und geistiger Verblödung. Die Auswirkungen werden wir erst in einigen Jahren spüren. Zeichen einer verproletarisierten aggressiven Gesellschaft - wie in Amerika..
Und was ist mit den Kids, die früher mit Pistolen aufeinander gezielt und mit Zündplättchen tatsächlich "Peng" gemacht haben? Wie viele potenzielle Mörder aus dieser "Spielen-wir-Cowboy-und-Indianer"-Zeit sind jetzt unter uns?
Haben Sie sich diese platte Vereinfachung bei Spitzer bestätigen lassen?

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frank.best 28.10.2018, 17:14
46. Zusammenhang?

Zitat von rrippler
Wer seine virtuelle Karriere bereits im Vorschulalter mit Tablet und TV beginnt, landet später bei der Spiele- und Videosucht. Und da die Reize allmählich abstumpfen, braucht es immer stärkere Dosen, und das endet zwangsläufig bei Gewalt-Spielen und -Videos. Und wenn selbst das keinen Adrenalin-Schub mehr bringt, dann gibts nur noch die Realität. Und wie das endet, sieht man jetzt wieder in den USA bei dem Briefbomben-Versender und dem Massaker in der Synagoge in Pennsylvania. Ich bin überzeugt, daß das ganz liebe Kinder gewesen und gute Erwachsene geworden wären, wenn sie nicht von klein auf von den Eltern mit dem elektronischen Schnuller ruhig gestellt worden wären. Seltsamerweise sind Gewalt-Spiele mittlerweile salonfähig geworden, der SPIEGEL online bringt regelmäßig Kritiken von derlei Spielen - vielleicht nicht von den schlimmsten, aber der Damm ist schon mal gebrochen.
Das erscheint mir ziemlich spekulativ. Der Täter ist 46, also 1972 geboren. Das erste iPad kam 2010 auf den Markt. Kann also höchstens der Fernseher gewesen sein. Ein kausaler Zusammenhang von "Gewalt-Spielen und -Videos" und daraus folgender realer Gewalt ist nach zahlreichen Untersuchungen immer noch nicht nachgewiesen. Davon abgesehen, dass nirgendwo im Beitrag erwähnt wird, dass der Täter so etwas konsumiert hätte. Beim den Briefbomben weiß man noch gar nicht, wer der Täter war. Auch hier ist das sehr spekulativ, das auf Spiele oder Videos zu schieben. Sowas ist im Übrigen auch gefährlich, weil damit die wahren Ursachen ignoriert werden. Mord und Gewalt gab es schon immer, lange vor TV und ähnlichem. Dass (spätere) Gewalttäter häufig auch Horrorvideos und Egoshooter konsumieren heißt nicht, dass alle die dies tun gewalttätigt werden. Klassischer falscher Umkehrschluss.

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DJ Bob 28.10.2018, 17:14
47.

Zitat von obersterhofnarr
Das Recht auf Bewaffnung steht in den USA in der Verfassung und im Prinzip ist die dahinterstehende Idee auch nicht falsch, nämlich dem Bürger ein Stück weit VERANTWORTUNG für seine persönliche Sicherheit unabhängig vom Staat zu übergeben. Das Problem sind die Kriminellen, die diesen Vertrauensvorschuß des Staates mißbrauchen. Der Punkt ist, daß die US-Amerikaner ein völlig anderes Verständnis vom Verhältnis des Bürgers zum Staat haben. Im Gegensatz zu Europa und Deutschland im Speziellen ist der Staat nur der äußere Rahmen in dem sich der Bürger eigenverantwortlich entfalten darf und soll. Das geht auch soweit, daß man in den USA offenen Faschismus als freie Meinungsäußerung toleriert. Das ist zwar unverständlich für uns Deutsche aber gehört zur US-amerikanischen Folklore dazu. Und zwar genauso selbstverständlich wie fast alle individuellen Meinungen auch. Was aber total versagt sind Lobbygruppen wie die NRA und die Kirchen, die sich immer wegducken und nur von Gedanken, Gebeten und noch mehr Waffen fabulieren, statt klar das Mißbrauchsriskio und die Intoleranz zu thematisieren und dagegen anzugehen. Pfaffen und andere schwarze Krähen, die mit der Knarre in ihre Tempel gehen und predigen sind das letzte. Amerika wird bedroht, das ist völlig richtig von Pfaffen, Knarren und gesellschaftlichem Anachronismus.
Ich habe mal in den USA erzählt das die Deutschen ihr Staat manchmal als "Vater Staat" bezeichnen! Ich hatte Probleme diese 2 Wörter richtig zu übersetzen obwohl es anscheinend einfach aussieht
Aber "father state" klang sehr lustig für amerikanische Ohren

Stattdessen umschrieb ich diesen Begriff. Die Amerikaner waren fast enstetzt das die Deutschen zb fast Bedingungslos ihr Schicksal in den Händen des Staates begibt!
Wie zb:

- recht auf Selbsverteidigung. Wer in D ein Waffenschein erwerben will weil er sich selbst verteidigen will wird niemals so ein Schein bekommen denn für die öffentliche Sicherheit ist ALLEINE der Staat zuständig

- Sozialleistungen wie Renten sind idr keine Zwangsabgaben in Amerika

Die Liste ist natürlich lang..Dann fragte mich ein Amerikaner was machst Du wenn Dein Land beschliesst KEINE freie Wahlen mehr zuzulassen?? Ich konnte darauf keine Antwort geben!

Was viele Europäer nicht verstehen ist die Tatsache das die meisten Amerikaner "traditionell" immer skeptisch gegen ihre Regierung ist

Übrigens wurde die USA schon immer von Pfaffen, Knarren und gesellschaftlichem Anachronismus bedroht

Komisch das sie das so sagen im Anbetracht von solche Vereine wie DITIB die immer mächtiger werden hier in D

Gesellschaftlichem Anachronismus? Starke Worte von einem Volk das nach den Japanern das zweitälteste der Welt sei

Wir werden gesellschaftlichem Anachronismus in den nächsten Jahren extrem Stark sehen hier in D

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ruhepuls 28.10.2018, 17:15
48. Von den USA lösen?

Zitat von FK-1234
...wie hier einer der Hasserfüllten und Niederträchtigen der braunen Horden zur Tat schreitet. Aufgestachelt auch von Trumps irrationalen und hasserfüllten Reden. Diese USA mit ihrer Trump-Mehrheit ist ein Spaltpilz nicht nur im eigenen Land, sondern auch in der Welt. Wir müssen uns endlich von einem solchen Land lösen. Ich sehe hier letztlich in der Konsequenz keinen Unterschied zu Russland oder der Türkei.
Von den USA löst sich niemand. Dazu sind sie einfach viel zu groß. Nebenbei haben sie auch die größte Militärmaschine der Welt. Das gibt den USA ein gewissen Gewicht. Abgesehen davon, wenn sich die Welt gegen die USA stellt, dann bestätigt sie damit Donald Trump, der ja immer sagt: Die USA muss ohne die Welt "groß" sein, denn die Welt vertritt nicht die Interessen der USA. Damit würde Trump nur noch stärker. Die Amerikaner sind mehrheitlich die Nachkommen von Flüchtlingen. Das führt zu einer gewissen "Wagenburg-Mentalität".

Wir müssen nicht nach der Pfeife der USA tanzen, aber uns gegen sie stellen, würde eher die Probleme verstärken.

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altais 28.10.2018, 17:16
49.

Zitat von spdf
Sehr viele Gewaltverbrechen werden in den USA mit illegalen Waffen verübt. Es gibt auf den Philippinen unzählige Waffenschmieden, die Kopien der Markenhersteller produzieren. Die werden dann in die USA geschmuggelt. Werden die dann zu heiß, gehen die weiter nach Mittel- und Südamerika. Mit der NRA hat das nichts zu tun. Das Problem liegt zum einen in der Gang-Kultur und zum anderen im Umgang mit psychisch Kranken. Das Gesundheitssystem ist auf Letzteres wohl nicht mehr ausgelegt. Außerdem gehen so einige auf privater Ebene mit psychisch Kranken fahrlässig um. Nur ein Fall: Wenn ich einen Sohn habe, der wegen einer schweren Schizophrenie aus dem Marine Corps entlassen wird, dann schenke ich dem keine Schusswaffe.
Neiiiiin, mit der NRA hat das nichts zu tun.
Der Massenmörder von Vegas wie auch der von Pittsburg besaßen legal ihre Sturmgewehre. Zum Teil Dutzend. Illegale Waffen von den Philippinen werden in die Staaten geschmuggelt? Das Problem sei die Gang-Kultur? Seit wann gibt es hier eine Propagandaabteilung der NRA?

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