Forum: Panorama
Menschen in Seenot: Gefährliche Schieflage
Frank Einar Vatne/ NTB Scanpix/ REUTERS

Ein Schiff voller Touristen havariert, Helfer eilen in Hubschraubern herbei. Ein Schiff voller Migranten havariert, Helfer werden am Helfen gehindert. Darf man das miteinander vergleichen? Man muss.

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michi11161 25.03.2019, 18:26
1. Vergleichen.

Man kann es vergleichen wenn man möchte.
Der Unterschied besteht darin dass dieses Schiff zum nächst gelegenen Hafen gefahren worden ist und nicht erst über ein Meer geschippert wird.

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palef 25.03.2019, 18:30
2. ...ist doch egal, SPON...

...Ahnung hat bei Euch eh keiner...aber berichten kann man wie besessen...einfach nur ne Frage stellen wie hier (...darf man das Miteinander vergleichen...) wozu diese Frage? Ist doch egal...

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ayberger 25.03.2019, 18:30
3. Muß ich mir da Sorgen machen oder Anteilnahme zeigen,

jeder, der sich aus seiner sicheren Behausung nach draußen bewegt - mit welchem Verkehrsmittel auch immer oder nur zu Fuß - schwebt irgendwie immer in Lebensgefahr, das sichere Leben gab und gibt es nicht, der Mensch ist ohnehin vergänglich - je nach Lebensart früher oder später - an das ewig schöne Leben sich zu klammern ist vollkommen sinnlos- unser Ziel ist das Himmelreich, bereiten wir uns täglich darauf vor ...

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b1964 25.03.2019, 18:31
4. Vergleichen ja, gleichsetzen nein.

Das Touristenschiff ist ein Unfall bzw. reiner Notfall. Da steht die Hilfe außer Frage. Das Flüchtlingsschiff ist - jedenfalls in manchen Fällen - der rechtswidrige Versuch, in ein Land einzudringen unter bewusster Eingehung einer Gefahr für das eigene Leben. Auch dann wird man letztlich aus christlicher Barmherzigkeit Leben retten, auch wenn hier in gewisser Weise auch ein Missbrauch dieser Hilfe im Raum steht.

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tokruse 25.03.2019, 18:31
5. Ganz einfach:

Was hat nun die Notlage von Kreuzfahrt-Touristen im Europäischen Nordmeer mit der Notlage von Migranten im Mittelmeer zu tun? Migranten bringen sich vorsätzlich in Seenot und spekulieren darauf, gerettet zu werden. Kreuzfahrt-Touristen sind ungewollt und unabsichtlich in Seenot geraten.

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horstu 25.03.2019, 18:31
6. Äpfel und Birnen

Solange die havarierten Urlauber nicht direkt nach der Seenotrettung in die jeweiligen Destinationen ihrer Wahl weitergeflogen werden (Kanada, Neuseeland, Costa del Sol oder St. Tropez), sondern lediglich an die nächstgelegene Küste, vergleichen Sie Äpfel und Birnen. Humanität verpflichtet zur Seenotrettung, nicht aber zur widerspruchslosen Einwanderung in die Sozialsysteme und Gemeinwesen.

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RioTokio 25.03.2019, 18:32
7.

Das eine ist ein Seenotfall - ein Motor fällt aus, das gigantische Schiff droht auf ein Riff zu laufen.
Das andere ist ein Schlauchboot mit oft nur Sprit für 12 Seemeilen, das versucht ein wartendes Boot an der 12 sm Grenze zu erreichen, dessen Position man aus dem Internet kennt (AIS Signal).
Hier geht es um das Erzwingen von einer Einreise in die EU aus rein wirtschaftlichen Grünen zumeist.
Wenn das wartende Boot der NGOs die Aufgenommenen in den nächsten Hafen bringen würde, wäre allen geholfen.
Der liegt aber in Afrika und deshalb tun sie es nicht.
Und das hat politische, ideologische Gründe.

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Leonia Bavariensis 25.03.2019, 18:33
8. Man kann es auch konkreter benennen

Für mich ist es Rassismus, wenn man einen Unterschied macht zwischen schiffbrüchigen Urlaubern aus Ländern der sogenannten ersten Welt und schiffbrüchigen Flüchtlingen aus Afrika und Nahost. Auch das Argument, die in Seenot geratenen Flüchtlinge seien freiwillig in ihre Kähne gestiegen zieht nicht, denn dann dürfte auch kein in Seenot geratener Segler aus dem Wasser gefischt werden. Es bleibt als einziges erkennbares Unterscheidungsmerkmal die Hautfarbe der Schiffbrüchigen.

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puqio 25.03.2019, 18:33
9. Die Urlauber haben sich nicht wissentlich in "Seenot" gebracht . .

Da liegt der große Unterschied.
Die anderen Punkte sind auch vollkommen richtig: diese Urlauber drängen sich den Rettern nicht auf und verlangen kein Asyl.
Während die Immigranten aus Afrika größtenteils unberechtigt Asyl verlangen und erst nach langwierigen Verhandlungen abgelehnt werden, aber selbst dann nicht abgeschoben werden können.
Das ist Unrecht erster Güte!
Und damit wird Europa ausgenutzt und geschwächt.
Und eine Mauer wie H. Trump können wir nicht bauen . .

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