Forum: Panorama
Menschen in Seenot: Gefährliche Schieflage
Frank Einar Vatne/ NTB Scanpix/ REUTERS

Ein Schiff voller Touristen havariert, Helfer eilen in Hubschraubern herbei. Ein Schiff voller Migranten havariert, Helfer werden am Helfen gehindert. Darf man das miteinander vergleichen? Man muss.

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Pascal Meister 25.03.2019, 19:16
60. Ja, jedes akut bedrohte Leben soll gerettet werden

Aber es gibt kein Recht darauf, nur durch das Besteigen eines von Kriminellen betriebenen Schlepperschiffs tatsächlich den gewünschten Zielort per Freifahrt über "Retter" zu erreichen. Wer in Seenot ist, gehört zum Ausgangshafen zurück. Oder vorübergehend zum nächstgelegenen Hafen. Wenn es mittellose Migranten sind, von mir aus sogar mit Flugticket in irgend ein aufnahmebereites Land oder ein Nachbarland der Heimat. Das ist für die westliche Gesellschaft unendlich viel billiger als der Versuch, Menschen aus völlig kulturfremden Gebieten plus noch ihre nachzuziehenden Familien irgendwie zu integrieren. Das klappt zwar in Einzelfällen, ja. Wobei klar sein muss, dass das Erhalten und Behalten eines Arbeitsplatzes noch lange keine gelungene Integration ausmacht. Da gehört viel mehr dazu, auch der Umgang mit Frau und Familie, mit Nachbarn und dem Gesetz.

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petreg5544 25.03.2019, 19:16
61.

Hallo SPON,

die Touristen verlassen sich auf ein technisch seetüchtiges "Abenteuer"...und werden von Naturgewalten überrascht...

... die "armen" Migranten besteigen gegen gute Bezahlung verantwortungslos völlig überladene seeuntüchtige Schlepper-Schlauchboote die technisch keinerlei Chance haben ihre Ziele zu erreichen und begeben sich bereits beim Einsteigen ganz bewusst in Seenot und hoffen dann von irgendwelchen "Seenotrettern" bei ruhiger See und bestem Wetter gerettet zu werden.

Das sind doch so eine Art "Selbstmörder"...


Ich rechne mich nicht zu "den Rechten" sondern eher zu den Realisten.

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2xtatic 25.03.2019, 19:17
62. @18

Vielleicht sehen sie das nicht, weil halt irgendwie nicht so unheimlich viele Familien ‘angeschippert’ kommen, sondern fast ausschließlich junge Männer, von denen zuhause unmittelbar ab Ankunft im ‘Paradies’ regelmäßige Geldüberweisungen erwartet werden?

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b1964 25.03.2019, 19:20
63. Fakteneegänzung

Über das Mittelmehr aus Nordafrika versuchen es in der überwiegenden Mehrzahl junge Männer (teilweise noch Kinder) aus Schwarzafrika. Sie werden von Eltern nach Europa geschickt, um hier Geld (auch kriminell) zu verdienen und nach hause zu senden. Flucht vor Verfolgung ist hier in der Regel nicht der Hintergrund (wie jeder weiß, der sich in der Flüchtlingsbetreuung mal eingebracht hat). Die Männer werden von ihren Familien missbraucht. Das ist nicht zu vergleichen mit denjenigen, die aus Syrien, Afghanistan etc. fliehen. Die kommen auch nicht über das offene Meer!

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casbavaria 25.03.2019, 19:20
64. Schiffbrüchige Touristen

werden in den nächsten Hafen gebracht, gerettete Migranten möchten die NGOs aber nicht in den nächstgelegenen Hafen bringen (Tunesien ist z.B. ein Land, wo viele gerne Urlaub machen), sondern einmal quer durchs Mittelmeer schippern.
Keiner spricht sich dagegen aus, schiffbrüchige Migranten zu retten - die Rettung aus Seenot darf aber nicht das Ticket nach Europa beinhalten, das hat mit Rettung nichts mehr zu tun, sondern nennt sich dann Schleusung.

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wahrsager26 25.03.2019, 19:21
65. An niska. Nr 45

Dank für Antwort! Rückführen und verpflegen,ja! Klar und deutlich! Anträge bearbeiten daselbst? Wissen Sie , ich fürchte, das genau das wieder zu endlosen, fruchtlosen Diskussionen führen wird ,wobei nie wirklich ehrlich und ungeschminkt gesprochen wird .Die Zahl der 'Berechtigten' wäre trotzdem immens! Und dann? Danke

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m.jakobs 25.03.2019, 19:21
66.

Das Problem liegt an erster Stelle am Umgang des "freien Westens" mit Afrika: von Europäern und US-Amerikanern wird Afrika als (neo)kolonialer Hinterhof betrachtet, den man nach Belieben plündern kann.
Das war und ist so, seit Europäer in der Lage sind, Afrika mit ihren Schiffen zu erreichen und dort Sklaven, Diamanten und diverse Bodenschätze sowie Öl einzuladen, um diese profitbringend zu verschachern oder zu verbrauchen.
Die dabei entstandenen und noch entstehenden Kollateralschäden: zerstörte Umwelt und Gesellschaften, flächendeckende Korruption, mithilfe der Europäer und Amerikaner zu geringsmöglichen Kosten afrikanische Bodenschätze plündern konnten, und für die afrikanischen Bauern ruinöser Wettbewerb durch die EU, damit die afrikanischen Länder sich auch ja nicht auf eigene Beine stellen können und man immer wieder die Notlage der Bevölkerung ausnutzen kann.
Als dann ein Regierungschef kam und den Afrikanern mit nachhaltigen Entwicklungsprojekten und mit Geld auf die Beine helfen wollte, anstatt sie zu Opfern der von den Saudis finanzierten Islamisten werden zu lassen - er war im Begriff, eine afrikanische Entwicklungsbank zu gründen - da fiel der Westen über ihn her, tötete ihn und zerstörte sein Land, das nun von islamistischen Terroristen kontrolliert wird: Libyen.

Schon immer herrschte im sogenannten freien Westen die Ansicht, dass das Recht der Afrikaner auf ein menschenwürdiges Leben vernachlässigbar ist.
Daran hat sich, seit die ersten portugiesischen Schiffe vor einem halben Jahrtausend in Afrika Sklaven für den Verkauf transportierten, bis heute wenig geändert.

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moritz27 25.03.2019, 19:22
67. Die einen in Seenot wollen nur ans sichere Ufer,

die anderen in Seenot wollen ausschließlich an ein bestimmtes Ufer gebracht werden. Und das ist nicht etwa im nahen Süden, sondern im fernen Norden. Ich habe noch niemanden hier gehört, der sich gegen die Rettung Richtung Süden geäußert hätte.

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jamguy 25.03.2019, 19:22
68.

Zitat von Nania
Um es mal ganz plakativ zu sagen: Sie erzählen Blödsinn. Die Menschen bringen sich nicht vorsätzlich in Seenot, sondern versuchen, das Mittelmeer mit Schlauchbooten zu überqueren, weil sie a) so wenig Perspektiven sehen oder solche Gräueltaten erlebt haben, dass die Reise anzutreten, so gefährlich sie auch ist, der letzte Ausweg ist und b) diese Menschen mit dem reisen, was sie haben. Das sind nun mal Schlauchboote - und diese geraten nicht GEWOLLT in Seenot. Sie nehmen das Risiko auf sich, weil sich keine andere Chane mehr bietet... Dazu kommt, dass da an Bord auch KINDER sind! Soll man die auch einfach ertrinken lassen, weil die Eltern eine gefährlich Entscheidung getroffen haben? Ihr Menschenbild ist dahingehend echt nicht so ganz mit den hochgehaltenen westlichen Werten vereinbar.
Ihnen is klar das nur zahlungskräftige Leute über Schlepper in eh völlig übervollen Booten bekommen "rares für Bares" und selbst ich weit fern der Küste bin mir durchaus bewußt was abgeht wenn ein Schiff,grß oder klein nicht mehr kontrollierbar ist und im Moment die See rau ist .Die Leute tragen meines Erachtens eine erhebliche Eigenschuld der Lebensgefahr .Mittlereile hab ich erfahren das Sie fast Alle von Deutschland schwer entäuscht sind weilSie nicht die erträumte wirtschaftliche Lage und wohl nie leben können .

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Onkel Drops 25.03.2019, 19:23
69. beide werden aus der Seenot gerettet...

wieviele viking sky Passagiere beantragen jetzt Asyl und fahren nicht nach Hause? ich bin sehr sozial eingestellt, aber da gibt es doch schon Unterschiede zwischen aus dem Hafen schleppen um in Seenot zu geraten(teils ja absichtlich) oder in einen Hafen geschleppt zu werden um nicht im Riff zu enden. die viking sky Passagiere dürfen auf Hilfe des Kreuzfahrtunternehmens setzen, die Schlepper in Nordafrika interessiert das Null ( gebucht bis internationale Gewässer, Job erledigt). irgendwie doch nicht ganz vergleichbar... Flugzeugabsturz Boeing kann man dann auch mit selbstgebastelten segelfliegern vergleichen die abschmieren

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