Forum: Panorama
Migration und Gewalt: Alberne Panikattacken
DPA

Bevor man das Abendland wegen des heiß diskutierten Migrationspaktes verloren gibt, würde es sich lohnen, ihn einmal zu lesen. Und, keine Scheu: Er ist leichter zu verstehen als manche Anfrage im Bundestag.

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rt2323 08.12.2018, 11:11
1. warum dann die Aufregung?

Wenn dieser Vertrag so unverbindlich und harmlos ist, warum dann dieser enorme Aufwand und diese Irre mediale Schlacht dafür? Etwas Skepsis scheint da durchaus angemessen.

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schrumpel500 08.12.2018, 11:17
2. Hier beleidigen sie aber das tapfere Schneiderlein.

Der hatte zwar keine körperliche Kraft, hat aber die Riesen erlegt, das Einhorn und den Eber gefangen. Mit Intelligenz. Das unterscheidet ihn deutlich von den AfD-Lemmingen.

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frankfurtbeat 08.12.2018, 11:19
3. soweit ...

soweit es wie von den GRÜNEN gewünscht nicht in der Gesetzgebung verankert wird und demnach freiwillig verpflichtend bleibt mag das in Ordnung sein. Allerdings befürchte ich das man im regulierten Deutschland das Thema schnell gesetzluch festschreiben möchte. Das könnte ich so dann nicht unterschreiben ...

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abuhamza 08.12.2018, 11:22
4. Herr Fischer

Vielen Dank für die Versüßung des Wochenendes, auch wenn Ihre inhaltlichen Sprünge ab und zu schwerer zu verfolgen sind als so manche Anfrage im Bundestag. Über Ihren sprachlichen Witz und die Überspitzungen musste ich herzlich lachen, auch wenn meine ausländische Frau im Niqab dies nicht nachvollziehen konnte. Ich freue mich schon auf die qualifizierten Gegendarstellungen der Gegner des Paktes.

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moritz27 08.12.2018, 11:30
5. Lieber Herr Fischer,

wenn das alles ganz klar und eindeutig ist, stellt sich mir nur die Frage, warum es 141 Abgeordnete des Bundestags nicht geschafft haben, sich eine eigene Meinung pro oder contra Migrationspakt zu bilden und sich daher lieber der Stimme enthalten haben? Ein für Unterzeichnerstaaten "unverbindliches" Völkerrecht ist für mich, als juristischen Laien, auch nicht so leicht zu begreifen. Aber, das hat auch Frau Gesine Schwan schon in einerr Talkrunde so formuliert, da braucht es etliche Semester Ausbildung und dann viele Semester Lehrtätigkeit, um das überhaupt verstehen zu könnnen. In manch anderen Ländern fehlen da erkennbar die Fachleute.

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m_m 08.12.2018, 11:31
6. Hervorragend!

Mit dieser hervorragenden Kolumne ist zum Migrationspakt und der absurden Diskussion darüber alles gesagt, was sinnvollerweise dazu zu sagen ist. Danke!

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RA-Koenen 08.12.2018, 11:38
7. abwegig

„und selbstverständlich wird erwartet, dass sich die Vereinbarungsparteien daran halten, auch wenn das nicht erzwungen werden kann. Warum fürchtet man sich davor, das klar zu sagen?“

M.E. gibt es keine einklagbaren Rechte, aber jede Menge Selbstverpflichtungen, die auch finanziert und umgesetzt werden müssen.
Es darf nicht der Anschein erweckt werden, dass Migration wichtiger ist, als die Verbesserung des Niedriglohnsektors.
Soviel Realität muss sein.

Nur, die Ansicht, man könne mit diesem Papier Migration steuern, beeinflussen, abwenden, kontrollieren ist mE naiv, realitätsfern.
Migranten werden sich daran nicht halten.
Die Grenzen müssen gesichert und Migrationsrecht voll angewandt werden, auch auf EU-Ebene.

Es müssen zwischenstaatliche, europäische und vlt ggfs UN-Projekte her, im kleinerem Rahmen, die Bedingungen in Drittstaaten erhebluch und nachhaltig verbessern.
Keine Ausbeutungs- und wirtschaftliche Annektionspolitik, wie zB Textilherstellung in Pakistan.

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hardy.stiefel 08.12.2018, 11:40
8. Dieser Pakt ist einklagbar!

Wir erleben dieses doch aktuell. Nämlich die Grünen haben die Einhaltung der Klimaziele, welche als Ziele eindeutig definiert aber nicht einklagbar festgeschrieben sind, vor dem obersten Gericht eingeklagt! Ich nehme an, dass dieses auch mit diesem Migrationspakt geschieht, sollten die zukünftigen Gesetze zur Migration nicht nach den Buchstaben dieses Migrationspaktes formuliert werden. Denn in den 23 Zielen heißt es gleich zu Begrinn eines jedes Satzes: WIR VERPFLICHTEN UNS,..........
Eine Steilvorlag für den Gang nach Karlsruhe.

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dasfred 08.12.2018, 11:44
9. Spielverderber

Wie können Sie das Treiben rechter und linker Politiker so demaskieren. Völlig in Vergessenheit geraten ist ein Stilmittel alter Spielfilme, in denen die Dame des Hauses ihr Missfallen zum Ausdruck brachte, indem sie theatralisch in Ohnmacht fiel. Jeder erkannte das gespielte Szenario, aber niemand hat diese falsche Ohnmacht offenbart, weil sie Teil der Kommunikation war. So ist es sicherlich auch in der AFD. Nicht alle dort sind intellektuell so unterfordert, dass nicht ein Vorleser aus ihren Reihen ihnen den Migrationspackt nicht hätte verständlich machen können. Man hat sich eben nur auf diesen kollektiven Ohnmachtsanfall geeinigt, um den rassistischen Markenkern medial zu dokumentieren. Was die Linken und ihren Hang zur Gewalt angeht, es muss sich wohl um ein rein sprachliches Phänomen handeln. Ich hatte als Student eine linke Studentin mit ihren eigenen Argumenten in die Ecke gedrängt, was sie damals damit konterte, ich hätte sie sprachlich vergewaltigt. Das scheint nach dreißig Jahren wohl immer noch Teil im Linken Wortschatz zu sein und hat in der Übersetzung eigendlich nur zu bedeuten, jeder, der nicht meiner Meinung ist, ist ein Drecksack.

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