Forum: Panorama
Millionen-Forderung nach Unfall: Im Namen der Tochter

Sarah T. wurde bei einem Unfall aus dem Auto geschleudert. Seither sitzt sie im Rollstuhl, kann weder essen noch sprechen. Ihr Anwalt fordert von der Versicherung 7,2 Millionen Euro Schadensersatz - eine Rekordsumme. Doch das*Landgericht Hamburg ließ nun durchblicken: Dazu wird es nicht kommen.

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dunham 09.11.2010, 08:02
30. Legaler Betrug

Zitat von sysop
Ihr Anwalt fordert von der Versicherung 7,2 Millionen Euro Schadensersatz - eine Rekordsumme. Doch das*Landgericht Hamburg ließ nun durchblicken: Dazu wird es nicht kommen.
Versicherung zu sein macht sicher riesigen Spaß in Deutschland. Man profitiert von einer allgemeinen Zukunftsangst, gaukelt den Leuten eine Sicherheit vor, die man sich im Schadensfall von den Opfern mühsam erklagen lässt. Der Schadensfall, für den man sich abgesichert hat, bedeutet für viele den Ruin - trotz Versicherung.

Ich habe jedenfalls noch nie erlebt, dass Versicherungen in einem Schadensfall anstandslos zahlen. Immer dauert der Schaden durch die Versicherung viel länger als nötig und hinterher bekommt man oft heraus, dass einem viel mehr zugestanden hätte. Wären sie nicht teilweise Pflicht, würde ich gar keine Versicherung mehr abschließen.

DH

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camemberta 09.11.2010, 08:11
31. ...

Zitat von anders_denker
schon pervers oder. und oma schmitt ist einfach nur alt, im rollstuhl und wird für nen bruchteil gepflegt. irgendwer will da abzocken - das ist ganz klar. schade das die versicherung schon einknickt.
4300 Euro für eine Vollpflege sind mitnichten viel. Sie müssen ja davon ausgehen, dass die Mutter, jetzt 58, demnächst an ihre körperlichen Grenzen stößt - das Geld wird komplett für Pflegekräfte draufgehen, da stehen ja dann gewissen andere Versicherungen dahinter und holen es sich.

Man müsste das eigentlich anders herum sehen: AUCH Oma Schmitt sollte ein Anrecht auf mehr Vergütung haben. Ich finde zwar die Summen, die teilweise in den USA eingeklagt werden, zu astronomisch, aber bei uns sind sie eindeutig zu niedrig, denn meistens wird ja nicht mal das gezahlt, was in den Verträgen steht, da irgendeine verschwurbelte Klausel dann schon gefunden wird

Und man sollte sich fragen, warum die Generali überhaupt bereit ist, 1,5 Mio plus Pflege zu bezahlen. Wenn sie also offensichtlich einsieht, dass sie zahlen muss, dann kann man auch hoch pokern. Müssen ja nicht 7,2 Mio sein, aber 3 oder 4 sollten schon drin sein. Die Frau ist ja erst 25 Jahren alt! Da ist dann die - zugegeben etwas nebulöse - Gurtfrage auch nebensächlich, da die Generali eben nicht das Gegenteil beweisen kann. (Muss halt ein Vorstandsmitglied ein Jahr mal auf ne Gehaltserhöhung verzichten.)

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Valdron 09.11.2010, 08:22
32. ..

Ich denke auch die Einmalzahlung in Höhe von 1,5 Millionen zur Anschaffung einer behinderten gerechten Wohnung / Haus und PFlegematerial wie Bett und Rollstuhl sind angemessen. Dazu die Übernahme aller in Zukunft anfallenden Kosten und einer Rente ist doch total in Ordnung. Was will man denn mehr? Damit wäre dann die Frau ausreichend versorgt und könnte ,ein sowéit es möglich ist, Leben führen. Wieso soll man eine so hohe Einmalzahlung fordern?? Da will die Familie doch noch soviel wie möglich für sich rausschlagen, Sry für so einen Gedanken.
Wenn alle zukünftigen Pflegekosten bezahlt werden ist die Frau doch versorgt und alle Beteiligten sollten froh sein.
Schade das sich die Frau nicht dazu äussern kann.

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suum.cuique 09.11.2010, 08:30
33. Hals nicht voll kriegen?

Zitat von keksguru
was soll denn das? Sind 1,5 Millionen denn als Sofortzahlung nicht genug? Es gibt Menschen den reicht alleine diese Summe schon bis ans Lebensende. Dazu die Rente und die Übernahme sämtlicher Pflegekosten sollten doch wohl ausreichen. Meiner Meinung nach pokert die.....
Sie meinen wohl die Versicherungen? Die Tochter ist gefangen in einem toten Koerper, Mann! Haben Sie ueberhaupt eine Ahnung was die durchleidet? Selbst fuer 70 Millionen wuerde ich dann nicht erleiden wollen!

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Cyres 09.11.2010, 08:40
34. Wer weiß das schon?

Ich denke mal manche sollten mal wieder ein Gang runter schalten, bevor sie hier der Mutter vorwerfen nicht im Sinne ihrer Tochter zu handeln.
Immerhin geht es hier um die Frage ob eine große Einmalzahlung oder eben um eine monatliche Rente + Übernahme der Pflegekosten + kleiner Schadensersatz zu zahlen ist.
Ich denke mal der Anwalt will, das sagt er ja auch, verhindern das man sich in ein paar Jahren wieder vor Gericht trifft, nämlich dann wenn die Versicherung der Meinung ist das sie gewisse Arzt- und Pflegekosten nicht übernehmen muss, da sie "ihrer" Meinung nach nicht durch den Unfall verursacht worden sein können. Genau das soll verhindert werden. Wer weiß denn heute schon was da noch für Folgekosten kommen.

Ich hoffe für die Mutter, der Tochter und den Sohn das beste.

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Matze-in-London 09.11.2010, 08:55
35. Widerwaertig

Es ist schon traurig zu sehen, mit welcher Widerwaertigkeit diese Diskussion hier gefuehrt wird. Da wird eine junge Frau fuer den rest Ihres Lebens geistig und koerperlich behindert sein ud ma
n wirft ihr und ihrer Familie Gier vor?
Auch ich hab was gegen amerikanische Verhaeltnisse auch ich bin der Meinung, dass die Frau, sofern sie nachweislich nicht angeschnallt war, weniger Geld bekommen soll.
Nur darum geht es gar nicht. Hier sind Schuld und Unschuld noch nicht bewiesen, es werden aber Menschen auf die abscheuschlichste Art und Weise hier angegriffen, dass einem schlecht werden koennte und sogar die Reporter des AS Verlages nochwas lernen koennten.

Hier scheint keiner nur mal darueber nachzudenken, was die Kosten fuer einen behinderten Umbau ausmachen, wieviel externe Pflege kostet, wenn die Eltern nicht mehr koennen. Wieviel von dem Geld wird bei der Frau schlussendlich bleiben, nachdem die monatlichen Kosten weg sind?!
Ich weiss es nicht und will es auch nicht wissen, sie sollten sich schaemen auf dem Neidhammel durch diese Diskussion zu reiten!

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camemberta 09.11.2010, 08:59
36. ...

Zitat von tylerdurdenvolland
Die Frau scheint offensichtlich zum Unfallzeitpunkt nicht angeschnallt gewesen zu sein und der Mann hat offensichtlich den Unfall verursacht. Dass die Versicherung für die Pflegekosten aufkommen muss ist selbstverständlich, aber dass eine Familie wegen eines solchen Unglücks 7 Millionen statt einer Lebensrente abzocken will, das ist ungeheuerlich. Das hat mit Neid nicht das Geringste zu tun. Aber wer halt immer das sieht was er sehen will, der kann natürlich nur Neid entdecken.
Wenn alles so offensichtlich WÄRE, müsste die Versicherung ja wohl auch nicht groß entgegenkommen und hätte leichtes Spiel. Der Mann musste einem abbremsenden Lkw ausweichen - hat also den Unfall nicht einfach so "verursacht". Dass die Frau nicht angeschnallt war, konnte kein Gutachter nachweisen - ist also eben nicht "offensichtlich". Es kann so gewesen sein, aber eben auch anders, und das müsste die Versicherung beweisen. Kann sie nicht, ganz offensichtlich.

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Valdron 09.11.2010, 09:18
37. ..

Ich denke mal der Anwalt will, das sagt er ja auch, verhindern das man sich in ein paar Jahren wieder vor Gericht trifft, nämlich dann wenn die Versicherung der Meinung ist das sie gewisse Arzt- und Pflegekosten nicht übernehmen muss, da sie "ihrer" Meinung nach nicht durch den Unfall verursacht worden sein können. Genau das soll verhindert werden. Wer weiß denn heute schon was da noch für Folgekosten kommen.

Klar dürfte sich die Versicherung wenn es um die Übernahme der anfallenden Kosten geht nicht nach ein paar Jahren rauswinden und dann nicht mehr zahlen.
Wenn man das von diesem Standpunkt sich ansieht, würde ich auch eine hohe Einmalzahlung fordern. Was ist aber wenn die aufgebraucht ist, wer zahlt dann für die Pflege. Die Frau ist ja noch jung und wird der ganzen Rest Ihres Lebens unter den Folgen leiden. Es müsste dann so irgendwie geregelt werden das die EInmalzahlung auch ein Leben lang reicht.

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mcmercy 09.11.2010, 09:20
38. Trau keiner Versicherung

Zitat von Valdron
Ich denke auch die Einmalzahlung in Höhe von 1,5 Millionen zur Anschaffung einer behinderten gerechten Wohnung / Haus und PFlegematerial wie Bett und Rollstuhl sind angemessen. Dazu die Übernahme aller in Zukunft anfallenden Kosten und einer Rente ist doch total in Ordnung.
Das würde bedeuten, die Frau ist Ihr Leben lang darauf angewiesen, dass die Versicherung Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Jeder weiß das dem nicht so ist, irgenwann fällt denen ein, dass die Pflegekosten ja jetzt doch zu hoch sind und wird versuchen die Zahlunen zu drücken oder zu streichen, wer weiß schon was die Pflege in 10- 20 jahren kostet. Da hätte ich auch lieber die 7.4 Mio und würde die selber anlegen.

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MarthaMuse 09.11.2010, 09:31
39. Kind

Hier kann es gar nicht nur um eine Entschädigung für die jetzt schwerstbehinderte Frau gehen. Das Kind geht in der Diskussion genauso unter wie im Artikel. Dem Kind wurde die Möglichkeit genommen, ein normales Familienleben kennen zu lernen. Der unfallverursachende Vater scheint sich - so ergibt es sich aus dem Artikel zumindest- bereits aus dem Staub gemacht zu haben und die Mutter ist nicht in der Lage, sich zu kümmern oder dem Kind auch nur Zuneigung zu zeigen. Was sie denkt, was in ihr vorgeht, weiß kein Mensch.

Ich kann den Kampf um eine höhere Einmalzahlung gut verstehen, denn damit wäre auch die mittelfristige Zukunft des Kindes gesichert. Gibt es nur knapp genug, um eine vernünftige Wohnung zu kaufen, die behindertengerecht ist, und zusätzlich noch die verschiedenen personengebundenen Zuwendungen, wie Rente und Pflegekosten, steht das Kind, sollte die Mutter sterben, ziemlich mittellos da, denn mit dem Tag des Todes werden die Zahlungen ausbleiben.

Und den ganzen Foristen, die hier aufrechnen wollen, wer sich da wie bereichert, sei auf den Weg gegeben, dass die behinderte Frau nichts von dem Geld hat und deren Mutter, die ihre gerichtlich bestellte Betreuung übernommen hat, muss laufend nachweisen, was sie mit dem Geld tut.

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