Forum: Panorama
Mindestens 25 Tote bei Flächenbränden: Das Inferno von Kalifornien
REUTERS

In den kalifornischen Brandgebieten steigt die Zahl der Todesopfer - und die Behörden geht von einer hohen Vermisstenzahl aus. US-Präsident Trump will bereits die Schuldigen für die Katastrophe ausgemacht haben.

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thomas_linz 11.11.2018, 10:38
50. Herrn Trump ist dabei nur entgangen,

Zitat von benutzer1000
Trump hat nicht die Feuerwehrleute kritisiert, sondern die Forstverwaltung, die nicht dafür gesorgt haben soll, dass solche Flächenbrände sich nicht mehr ausbreiten können. Der Staat Kalifornien könnte auch dafür sorgen, dass der Wald nicht immer mehr mit Holzvillen zugepflastert wird. Letztes Jahr habe auf einer Wanderung dort Deutsche getroffen, die im Hochsommer gemütlich ihre Zigarette in dem knochentrockenen Wald geraucht haben.
dass 60 Prozent des Waldes in CA seiner Zuständigkeit unterliegt und nicht den Demokraten Kaliforniens. In der Umgangssprache nennt man das Eigentor. Nicht zu Unrecht fragt sich der Standardkalifornier verschmitzt, wenn Trump die Mittel fuer die eigene staatliche Forstwirtschaft kuerzt oder streicht, ob Kalifornien dann nicht aufhören sollte, in den Staatshaushalt einzuzahlen. Immerhin zahlt Kalifornien netto 20 Prozent seines Einkommens nach Washington. Da kommen ein paar Groschen zusammen. Pro Jahr.

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ruhepuls 11.11.2018, 10:46
51. Naturnahe Wälder

Zitat von kunzite
Sollte seine Schuldweisung stimmen. Dies mit dem Totholz. Erst recht wenn dies auch für die von Washington D. C. verwalteten Wälder gilt. Auch wenn Trump inzwischen seit Januar letztes Jahr Präsident ist. Vorher war Obama, die Demokraten, an der Macht. Was wurde in diesen 8 Jahren getan? Um Waldbrände zu verhindern, zumindest das Entstehen bzw. das Ausbreiten erschweren. Und die Bekämpfung der Brände. Offensichtlich nicht genug! Wie viel Milliarden jährlich wurden dafür ausgegeben? Dennoch: Es ist ein Eigentor für ihn. Schließlich kümmert ja mehr die militärische Aufrüstung, als Waldbrände.
Auf bei uns lässt man in immer mehr Wäldern das Totholz liegen, weil so nun mal ein natürlicher Wald funktioniert - und sich selber düngt. DAS ist aber nicht Ursache der Brände, sondern die extreme Trockenheit. Das Totholz (oder bei uns die Tannennadeln) sind nur einfach ein Brandbeschleuniger. Soll man deshalb die Wälder wieder "kehren"?

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ernestobecker 11.11.2018, 10:59
52.

Zitat von ruhepuls
Auf bei uns lässt man in immer mehr Wäldern das Totholz liegen, weil so nun mal ein natürlicher Wald funktioniert - und sich selber düngt. DAS ist aber nicht Ursache der Brände, sondern die extreme Trockenheit. Das Totholz (oder bei uns die Tannennadeln) sind nur einfach ein Brandbeschleuniger. Soll man deshalb die Wälder wieder "kehren"?
Waldbrände sind auch ein natürlicher Vorgang. Wenn man diese und ihr Ausmaß verringern will, muss man sich Gedanken über geeignete Maßnahmen machen. Insbesondere gilt dies, wenn aufgrund vermehrter Trockenperioden die Entzündungsgefahr steigt.

Die fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandentstehungen zu tadeln, hilft auch nicht. Unvorsichtige Menschen wird es immer geben.

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Atheist_Crusader 11.11.2018, 11:27
53.

Zitat von thomas_linz
dass 60 Prozent des Waldes in CA seiner Zuständigkeit unterliegt und nicht den Demokraten Kaliforniens. In der Umgangssprache nennt man das Eigentor. Nicht zu Unrecht fragt sich der Standardkalifornier verschmitzt, wenn Trump die Mittel fuer die eigene staatliche Forstwirtschaft kuerzt oder streicht, ob Kalifornien dann nicht aufhören sollte, in den Staatshaushalt einzuzahlen. Immerhin zahlt Kalifornien netto 20 Prozent seines Einkommens nach Washington. Da kommen ein paar Groschen zusammen. Pro Jahr.
Vielleicht sollte Kalifornien dann mal die Unabhängigkeit anstreben. Es ist nicht nur der am stärksten bevölkerte und wirtschaftsmächtigste Bundesstaat, sondern auch der einzige, der es auch ohne den Rest in die G8 schaffen würde.

Als großer Fan des Brexit müsste Trump ja folgerichtig auch dafür sein ;)

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rosinenzuechterin 11.11.2018, 11:42
54. Sommer und Winter gab es schon immer

Zitat von hansriedl
84 Grad Temperatur-Unterschied: Ist das der Klimawandel? Das Wetter auf dem Planeten spielt verrückt: Die australische Millionenmetropole Sydney hat am Sonntag den heißesten Tag seit Jahrzehnten erleben. In der westlichen Vorstadt Penrith wurde mit 47,3 Grad Celsius die höchste Temperatur seit dem Jahr 1939 gemessen. Behörden verboten das Entfachen von Feuern, ein Tennisturnier wurde unterbrochen. Gleichzeitig wird der Nordosten der USA von einer Kältewelle heimgesucht. Auf dem 1917 Meter hohen Mount Washington in New Hampshire wurden dieser Tage minus 37,3 Grad gemessen. Im Flachland war es mit 28 Grad auch noch saukalt. Ein Blizzard bislang unbekannten Ausmaßes fegte die Schneeflocken bis ins sonst tropische Florida. In Zentralspanien überraschte ein Wintereinbruch am Wochenende die Autofahrer mit Schnee. In anderen Regionen der Welt erleben wir die Sintflut. Dürren, Wassernot und Flächenbrände einerseits. Stürme, Hagel u. Hochwasser andererseits. Die Berglagen unserer Mittelgebirge sind inzwischen kaum noch schneesicher. Das hat Einfluss auf den Tourismus dort. Aber auch in den Alpen wanderte die mittlere Schneefallgrenze nach oben. Der Permafrost in den Alpen verschwindet, die Nullgradgrenze ist nach oben gerutscht. Die Folge: Es gibt dort vermehrt Erdrutsche und Felsstürze. Laut Trump ist nicht die Umweltverschmutzung schuld, vielleicht hat er sogar recht.
Ja, das Klima spielt verrückt. Aber Sie machen den Klimawandel jetzt nicht wirklich daran fest, dass auf der Südhalbkugel der Erde gerade Sommer ist und auf der Nordhalbkugel Winter, oder? 84 K Temperaturunterschied sind da sicher kein Indiz. In Afghanistan gibt es zwischen Winter und Sommer über 100 K Temperaturdifferenz (-50°C / +53°C), und das im selben Land. Das heißt "Kontinentalität". Sogar zwischen Tag und folgender Nacht am selben Ort sind 40 K drin. Ungleichverteilung von Temperatur, Wasser und Winden hat es immer gegeben und wird es auch immer geben, das Langzeit-Gesamtniveau ist entscheidend, und da lässt es sich tatsächlich nicht mehr leugnen, dass es bedrohlich wird. Wie Sie daraus eine Zustimmung für Trumps Meinung, die "Umweltverschmutzung" sei daran nicht Schuld, ableiten, ist mir ein Rätsel. Ich vermute, er kennt die komplexen Zusammenhänge nicht und für ihn ist es Umweltverschmutzung, wenn mal eine Bananenschale aus Versehen im Restmüll landet. Die Bananenschale ist tatsächlich nicht Schuld. Dass wir jetzt den Preis dafür zahlen, dass wir seit bald 3 Jahrhunderten unsere Atemluft verstärkt als Abgasdeponie missbrauchen, erschließt sich wohl weder Herrn Trump noch Ihnen.

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behindtheborderline 11.11.2018, 11:43
55. Trump ist der offen gefühlskalte Horror in Person

dem es genauso egal ist wie Bush in New Orleans, wie viele Menschen durch Naturkatastrophen sterben. Dass es nun auch uneingeschränkte Bohr und Frackingrechte gibt, lässt unter vielem anderem für das Klima auf dem Planeten nur noch schlechteres erwarten. Vor allem die weltweit gefächerte LÜGE von Klimazielen, um die sich aber ausser Trump auch der Rest der Welt nicht schert. Niemand scheint begreifen zu wollen, dass wir BEREITS MITTEN DRIN sind in der Klimakatastrophe. Anhand der Daten müsten doch die Alarmglocken schrillen..es ist doch der pure Wahnsinn. Nochmals 2 so lange heisse Sommer ohne Regen und die nördl.Halbkugel wird zur Steppe. Es scheint niemanden zu kümmern

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thomas_linz 11.11.2018, 11:45
56. Es gibt immer mal so Ansaetze,

Zitat von Atheist_Crusader
Vielleicht sollte Kalifornien dann mal die Unabhängigkeit anstreben. Es ist nicht nur der am stärksten bevölkerte und wirtschaftsmächtigste Bundesstaat, sondern auch der einzige, der es auch ohne den Rest in die G8 schaffen würde. Als großer Fan des Brexit müsste Trump ja folgerichtig auch dafür sein ;)
aber im Endeffekt fehlt der Mut. Ich glaube aber, wenn Kalifornien ernst machen wuerde und die Mehrheit der Bevoelkerung fuer einen Caxit waere, die US Regierung wuerde aber ganz schnell A) juristisch aktiv werden, oder B) handzahm, um California nicht zu verlieren.

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rosinenzuechterin 11.11.2018, 11:50
57. Relativität der Schrecklichkeit

Zitat von wulfman65
Wie kann man es schaffen, selbst eine solche Tragödie zu instrumentalisieren. Der Mann ist für mich die Unmoral in Person. Schrecklich.
Trump ist so, das wusste man vorher. Schrecklich ist, dass er in das Amt gewählt wurde, das er gerade innehat. Noch schrecklicher ist, dass die dafür verantwortlichen Wahlberechtigten daraus nichts lernen werden. Wie auch immer, gebrannt hätte es trotzdem. Dass dabei Menschen ums Leben kommen, DAS ist am schrecklichsten. In dem Moment sollte egal sein, wer gerade was in sein Telefon zwitschert. Mich wundert nur, dass sich gedankenfortschrittlichere Staaten wie Kalifornien noch länger die Mitgliedschaft in diesem schrecklichen Staatenbund antun. Nur haben sie leider gerade ganz andere Sorgen. Alles Gute den Rettungskräften, Bewohnern und allen anderen Betroffenen und Angehörigen!

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cipo 11.11.2018, 11:56
58.

Zitat von thomas_linz
dass 60 Prozent des Waldes in CA seiner Zuständigkeit unterliegt und nicht den Demokraten Kaliforniens. In der Umgangssprache nennt man das Eigentor.
Trump lässt einfach keine Gelegenheit aus, seine vollkommene Ignoranz unter Beweis zu stellen. Erstaunlich, dass ihm auch hier im Forum noch immer ein paar Leute auf den Leim gehen.

Lokale und kalifornische Behörden sind gerade einmal für die Pflege von 3 Prozent der Wälder zuständig, Trumps Bundesbehörde für 57 Prozent und Privatbesitzer, Firmen sowie indigene Stämme für die restlichen 40 Prozent. Mit anderen Worten: die kalifornischen Behörden trifft da mit weitem Abstand die geringste Schuld.

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Kuckuckskind 11.11.2018, 11:57
59. Tragisches Resultat einer ungünstigen Siedlungspolitik

Wenn man mitten im Kiefernwald wohnt und kein feuerfestes Dach hat, ist die Brandgefahr ungleich größer. Im Fall Paradise war in einer US Zeitung über einen Ausfall einer 110KV Leitung mit Rauchentwicklung zu lesen. Es gab starke Winde mit über 80km/h so dass die Leitungen eventuell übereinander schlugen.
Die Ausbreitung wurde auch durch starke Winde begünstigt, die Vorwarnzeiten lagen unter einer Stunde.
Wenn man sich vorstellt bei Dunkelheit und Rauch durch brennende Wälder zu fahren zusammen mit den anderen 27.000 Einwohnern dann ist das alles andere als lustig.

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