Forum: Panorama
"Minibar" mit Kleinwüchsigen: Witzig oder geschmacklos?
Amol Raval/ Parookaville

Kleinwüchsige betreiben bei einem Festival am Niederrhein eine "Minibar", an der "Kurze" verkauft werden. Sie halten das für eine kluge Art, mit Diskriminierung umzugehen. Inklusionsaktivisten sind empört.

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hileute 21.07.2018, 10:50
1. Also ich find das ne lustige Idee,

ob das auch so funktioniert wie vorgestellt wird sich zeigen

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ptb29 21.07.2018, 10:58
2. Die betreffenden Kleinwüchsigen

haben ihre Art und Weise, mit ihrer Normalität umzugehen, genauso wie Behinderte oder Farbige. Sie reißen auch ihre eigenen Witze. Das darf es in unserem politisch korrekten Deutschland nicht geben.

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helmut_tholen 21.07.2018, 11:00
3. Organisieren

Das schreit geradezu nach einer bundes- und weltweiten Organisierung aller Aktivisten. Bundesparlament, Weltkongreß der Aktivisten, wofür, wogegen, egal, wir sind Aktivisten!
Ich erinnere mich an den Sintiundromastamm, der dummer Weise auf der Bezeichnung "Zigeuner" bestand und welchen Ärger das gab....und andere Beispiele mehr.
Der Ausgang wird interessant werden.

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DerAndereBarde 21.07.2018, 11:03
4. Kleinkrieg

Respektabler schwarzer Humor gegen Kleinkariertheit. Schade...

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JungUndFrei 21.07.2018, 11:03
5.

Wenn man sich als Behinderter selbst mit einem Augenzwinkern sieht ist das nicht in Ordnung? Haben diese Menschen nicht das Recht über sich selbst zu bestimmen? Abgesehen davon, dass der Herr Inklusionsaktivist es so darstellt als ob sie vom Veranstalter benutzt werden, als ob sie keine eigenen Entscheidung treffen können.

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spon-facebook-10000123096 21.07.2018, 11:07
6. kleiner Unterschied

Beide Seiten haben ihre Argumente, und ich weiß auch gar nicht auf wessen Seite ich bin. Ein Argument finde ich allerdings schwer haltbar:
"Wie wäre es, wenn da Schwarze in Dschungelkostümen Schokoküsse verkaufen?"
Kleinwüchsige sind offensichtlich klein, da gibt es kein wenn und aber. Somit bieten sich auch Assoziationen mit anderen kleinen Dingen an, die dann auch u.U. nicht als sonderlich diskriminierend empfunden werden können.
Demgegenüber steht die Assoziation Schwarze - Dschungelkostüme, die ich um einiges schwieriger einstufen würde (ist auch nicht direkt offensichtlich). Vielleicht sollte Herr Arriens da weniger zuspitzen.

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chrismuc2011 21.07.2018, 11:09
7.

Ich fände es geschmacklos, wenn Großwüchsige auf diese Idee gekommen wären und Kleinwüchsige dafür arbeiten lassen würden.
Es ist deren freie Willensbekundung und ihr Recht. Sie sprechen ja nicht für alle Kleinwüchsigen.
Und es geht ja noch nichtmal um Spaß, sondern um Aufmerksamkeit für die Sache zu bekommen.

Wenn man Alles auf die Goldwaage legen würde, gibt es bald keine Witze mehr, selbst so herrlich selbsironische wie jüdische Witze nicht, die Kommunikation stirbt wegen aller PC total ab. Schöne neue Welt!!

Wie wäre es mal mit Toleranz Andersdenkender gegenüber! Und einfach mal Nuhr folgen!

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gehdoch 21.07.2018, 11:12
8. 150 Gäste

Ich finde vor allem toll, dass in diesem Jahr sogar mehr als 150 Gäste erwartet werden (Bild 7)
Das kann ja nur nach vorne losgehen

Zum Thema: Ich finde es ok, wenn es so ist wie beschrieben. Sich darüber aufzuregen, dass die Betreiber der Bar eine Möglichkeit nutzen, aus ihrem Handicap Kapital schlagen, finde ich scheinheilig. Auch wenn es sich bei dem Aktivisten selber um einen Kleinwüchsigen handelt. Ich bekommen mich nicht über die Menschen, sondern über die volle Idee. Hut ab und viel Erfolg!

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dasfred 21.07.2018, 11:12
9. Jeder kann sich selbst verwirklichen

Die Idee mit der Mini Bar kam ja nicht von "Großen", die hier "Kleine" ausstellen, sondern von Kleinwüchsigen, die sich nicht mehr mit dem Versteckspiel abfinden und mit ihrer Eigenart in die Öffentlichkeit drängen. Mir fielen spontan die ersten Homosexuellen Aktivisten ein, die andere Schwule davon abhalten wollten, sich auch mal feminin in der Öffentlichkeit zu bewegen, weil dass das Image der Schwulen belastet. Das sich aber eben viele Schwule keine Verhaltensvorschriften machen lassen wollten, sondern alle Facetten ihrer Persönlichkeit präsentiert haben, hat erst dazu geführt, das schwul heute nicht mehr als Beschimpfung funktioniert oder negativ auf den Pöbler zurückfällt. Für mich sind diese Time Bandits mir ihrer Mini Bar die Entsprechung zu den Drag Queens der Gay Szene. Erst der offene Auftritt schafft neue Freiräume. Je mehr, umso besser. Was hier von den Sprechern des Verbandes gefordert wird, ist nichts anderes als Selbstverleugnung. Sie müssen erst lernen, ebenso wie die verdeckten Schwulen, dass man nicht übereinander lacht sondern miteinander. Je mehr Offenheit, desto besser und kaum irgendwo kommt man besser ins gemeinsame Gespräch als an der Theke.

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