Forum: Panorama
Misshandelte Frau in China: Todesstrafe für Notwehr
Amnesty International

Li Yan aus der chinesischen Provinz Sichuan wurde von ihrem Mann monatelang brutal misshandelt. Sie alarmierte die Behörden - nichts passierte. Als er sie schließlich mit einem Luftgewehr bedrohte, nahm sie es ihm ab und erschlug ihn damit. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt.

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Velociped 01.02.2013, 02:54
90. Notwehrexzess?

Das Gericht hätte Notwehr prüfen müssen und selbst wenn die Situation - die im Detail hier nicht bekannt ist - die Notwehr überschritt, so läge zwar ein strafbarer Notwehrexzess vor, die Strafe läge aber in einem deutlich unter der bei "Mord".
Sollte das Fehlverhalten der Polizei kaschiert werden, war der Mann ein Parteifunktionär oder stimmen die im Bericht wiedergegebenen "Tatsachen" (wie oft) nicht?
Die Todesstrafe ist auf jeden Fall abzulehnen - für welches Verhalten auch immer.

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flyforcash 01.02.2013, 03:01
91. Anstatt wegen harmloser Sager deutscher Politiker aufschzuschreien...

...sollte sich die Riege der Pseudofeministinnen in diesem Fall engagieren und/oder chinesische Produkte boykottieren. Nachdem Fratzenbuch und Gezwitschere dort nicht möglich sind, wäre es doch eine befriedigendere Aufgabe da was in die Wege zu leiten, anstatt verdiente Volksvertreter der Vergangenheit und Gegenwart zu beschädigen. Irgendwie scheint mir der deutsche Masochismus wieder eine Renaissance zu erleben.

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中華民國 01.02.2013, 03:31
92. Notwehr?

Ein wenig juristische Vorrecherche hätte der Autorin gut getan.

Fraglich ist doch, ob das Erschlagen des Schützen mit der Konsequenz der Tötung geboten ist. Wahrscheinlich nicht, schließlich ist ein Luftgewehrschuss auf das Gesäß kein lebensbedrohlicher Angriff.

Könnte der Mann eigentlich auch körperlich unterlegen gewesen sein? Jemanden sein Luftgewehr zu entreißen und ihn dann auch noch damit zu erschlagen erfordert schon einiges an Kraft.

Die Seite des Mannes werden wir ja nicht mehr efahren.
Bei einem Vorfall in dem der Richter auf Mord geurteilt hat die Frau ohne Skepsis in die Opferrolle zu verorten ist absurd und der pure Sexismus.
Ich kann mich an einen Fall erinnern, in dem ein Rentner einen 19-jährigen Einbrecher beim Einbruch erschossen hat, damals sah die Berichterstattung des Spiegel anders aus....

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中華民國 01.02.2013, 03:31
93. Notwehr?

Ein wenig juristische Vorrecherche hätte der Autorin gut getan.

Fraglich ist doch, ob das Erschlagen des Schützen mit der Konsequenz der Tötung geboten ist. Wahrscheinlich nicht, schließlich ist ein Luftgewehrschuss auf das Gesäß kein lebensbedrohlicher Angriff.

Könnte der Mann eigentlich auch körperlich unterlegen gewesen sein? Jemanden sein Luftgewehr zu entreißen und ihn dann auch noch damit zu erschlagen erfordert schon einiges an Kraft.

Die Seite des Mannes werden wir ja nicht mehr efahren.
Bei einem Vorfall in dem der Richter auf Mord geurteilt hat die Frau ohne Skepsis in die Opferrolle zu verorten ist absurd und der pure Sexismus.
Ich kann mich an einen Fall erinnern, in dem ein Rentner einen 19-jährigen Einbrecher beim Einbruch erschossen hat, damals sah die Berichterstattung des Spiegel anders aus....

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petros 01.02.2013, 03:52
94. Kommunismus

Zitat von hubertrudnick1
Sehen so die Frauenrechte im kommunistischen China aus, sie sind die Sklaven ihrer Männer, sie sind ja nicht viel besser dran als viele andere Frauen in religiös geführten Ländern. Die Achtung und Gleichberechtigung im Kommunismus ist auch nur ein leeres Wort.
Hi,

China hat mit Kommunismus rein gar nichts zu tun, es ist genauso gut oder wenig kommunistisch wie ein von einem KGB-Mann gefuehrtes Russland oder Singapurs "Ein-Parteien-Demokratie".

"Kommunisten" haben das Land unter Mao ruiniert, wirtschaftlich und moralisch, dann sich die Ueberreste unter den Nagel gerissen und einen Turbo-Kapitalismus eingefuehrt.

Ein System, welches vorallem Gewinner und Verlierer produziert - immer noch bettelarme Bauern, die froh sind, wenn sie sich fuer unsere iPads und anderes in Fabriken verdingen, in denen Arbeitsschutz z.B. weniger eine Rolle spielt als in meinem "Praktische Arbeit"-Unterricht in der DDR.

Wir haben damals keine Bohrmaschinen mit der Kneifzange bedient, die wurden eingespannt, und eine Hand am Hebel, eine Hand am Knopf - so konnte die Hand nicht in den Bohrer geraten.

Meine Frau ist in China aufgewachsen, und ich habe diese "handgefuetterten" Maschinen gesehen, die das Geschaeft ihres Bruders beliefern, und wo die Arbeiter ohne Familie fuer 1500-2000 Yuan schuften, was 250-300 Aussie-Dollars sind, muessen dann wohl 200-250 Euros sein.

Auf der Farm ist man so arm, das man oft mit 500 Yuan auskommen muss - deutlich weniger als 100 Euro.

Waehrenndessen wissen die Betuchten kaum noch, was sie mit ihrem Geld in Shanghais Nanning Street anfanden sollen, es glitzert nur so bei Prada und Rolex und Vitton.

Einige kommen dann noch aus Australien und bezahlen mal ein Haus in bar, ohne Kredit, eine Million Dollar, 6 000 000 Yuan!

Was ist daran kommunistisch?

Gruss aus Melbourne
Peter

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petros 01.02.2013, 04:01
95. Amnesty International pedition

Zitat von sysop
Li Yan aus der chinesischen Provinz Sichuan wurde von ihrem Mann monatelang brutal misshandelt. Sie alarmierte die Behörden - nichts passierte. Als er sie schließlich mit einem Luftgewehr bedrohte, nahm sie es ihm ab und erschlug ihn damit. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt.
Amnesty International Australia sammelt Unterstuetzer fuer eine Pedition, um die Todesstrafe abzuwenden:

Save Li Yan from execution - Amnesty International Australia

Ich kann auf der deutschen Seite dazu auf die schnelle nichts finden, aber man darf auch bei uns Aussies mitmachen;-)

Es gruesst
Peter

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CobCom 01.02.2013, 04:37
96.

Zitat von j.h.l
Das Gewehr wegnehmen und ihm über den Schädel ziehen würden auch chinesische Richtern als Notwehr mit Todesfolge durchgehen lassen. Aber mit dem anschliessende zersägen, zerkochen e.t.c. kommt man bei keinem Gericht der Welt mit Notwehr durch. Wieder mal so ein Artikel weswegen ich kein Geld für irgendeine Zeitung ausgebe. Waren das noch Zeiten als es Qualitativ hochwertigen Journalismus gab.
Das Tötungsdelikt ist aber mit, "Na, was wohl?", der Tötung vollendet.
Das danach fällt maximal noch unter Störung der Totenruhe oder illegale Abfallentsorgung... ist zwar auch nicht nett, aber kein Verbrechen sondern ein paar Nummern kleiner.
Und deshalb kommt man damit in der Regel sehr wohl durch, wenn die Tatumstände so sein sollten wie geschildert.
Die inhaltliche Qualität des Artikels ist meilenweit höher als die dieses Postings...

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thor1708 01.02.2013, 05:31
97.

Alle die davon wussten ( Behörden etc. ) gehören auf die Anklagebank! Das hätte verhindert werden können.

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Maria-Galeria 01.02.2013, 07:33
98. Immerhin

China ist das Land in dem den Frauen
die Füße eingebunden und dadurch verkrüppelt wurden und warum? " damit sie nicht davon laufen konnten", also ist diese Strafe kein Wunder. Schließlich muß man die Hälfte der Bevölkerung unter der Knute der Männer halten sonst wird das regieren noch schwieriger.

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les2005 01.02.2013, 09:30
99. Notwehr?

Zitat von sysop
Li Yan aus der chinesischen Provinz Sichuan wurde von ihrem Mann monatelang brutal misshandelt. Sie alarmierte die Behörden - nichts passierte. Als er sie schließlich mit einem Luftgewehr bedrohte, nahm sie es ihm ab und erschlug ihn damit. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt.
Also bei aller Tragik, den Fall zweifellos umgibt - der Mann belästigte sie mit einem Luftgewehr und sie ERSCHLÄGT ihn daraufhin? Das ist für mich weder Notwehr noch verhältnismäßig. Es ist ein Beziehungsstreit der eskalierte.

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