Forum: Panorama
Models in Frankreich: 55 Kilo bei 1,75 Meter - mindestens
AFP

Rund 40.000 Franzosen leiden laut Gesundheitsministerium an Anorexie. Nun will die Behörde Magermodels per Gesetz verbieten.

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dr.ideen 19.03.2015, 02:01
50.

Messen Sie Mal den BMI bei einer über 1,80cm großen Volleyballspielerin. Da sind viele bei 16 ohne anorexisch zu sein. Ein gesunder Körper wird in erster Linie korrekt ernährt und zweitens, hat eine funktionelle Muskel-Karkasse. Diese Analyse ist nicht sehr einfach und lässt sich kaum in einer Formel mit zwei Variablen zusammenfassen. Die Verteilung des Gewichts pro qm sagt nicht sehr viel aus - das ist jedem minimal informierten klar.

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ich2010 19.03.2015, 10:50
51.

Zitat von Milchstraßenfrau
... klar sollten die Models nicht magersüchtig sein...und auch keine "normalen" Frauen. Aber ich bin ebenfalls dafür das es eine "zucker-/Fettsteuer" gibt auf dickmachende Lebensmittel und das auch auf übergewichtige Menschen hingewiesen.....
soso. der mensch (!) hat also in eine bestimmte schablone zu passen. abweichungen werden gesetztlich verboten. ungesunde lebensweise bestraft.

sonst geht's aber noch?

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thomas.muenchen 19.03.2015, 18:55
52. Genau das Richtige

Ein solches Gesetz wäre uneingeschränkt zu begrüßen. Denn erstens würde es die Models schützen, die sich gesund ernähren wollen und normalgewichtig sind. Die jetzige Situation setzt diese Mädchen einem massiven psychischen Druck aus. Wer nicht superschlank ist, bekommt eben keine Aufträge mehr. Das ist wie das Doping beim Sport. Wenn die Konkurrentin eben noch ein bisschen dünner und magerer ist, dann bekommt eben sie den Auftrtag. Zum anderen sind diese Models ein schlechtes Vorbild. Und mir gefallen Skelettmodels auch nicht!

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Tostan 20.03.2015, 08:06
53.

Zitat von amelkreuzung
nicht immer einem dicke aufschwatzen zu wollen.
Sie halten also Frauen wie Heidi Klum für dick? Interessente Ansicht.

Ja, Heidi Klum war Model, sogar recht erfolgreich. Aber halt "bloß" in der Werbung und in Unterwäsche. Sie ist nie bei den Großen Modeschauen gelaufen, weil sie eben dafür zu dick gewesen ist.

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mariendistel 20.03.2015, 10:01
54. Hier geht es nicht darum,

Einige der Kommentatoren scheinen nicht verstanden haben, worum es hier geht: Hier geht es nicht darum, Menschen zu verbieten, dünn oder dick zu sein. Es geht auch nicht darum, Magersüchtigen zu verbieten, ein Bild von sich auf ihrem Blog zu veröffentlichen.

Es geht hier nur um Models, die Werbung (in großem Umfang!) machen. Solche Models haben für viele Jugendliche Vorbildfunktion. Deshalb halte ich es für richtig, staatlicherseits Werbung mit magersüchtigen Models zu verbieten.
(Ob der BMI allerdings geeignet ist, kann ich nicht beurteilen.)

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Berufsverband für Models 11.04.2015, 17:51
55. Vom Schlankheitswahn zum Laufsteg-Tod

Ein Zittern geht durch die Modewelt! Und das ist gut so. An die Schlagzeilen über Anorexie, und Magermodels haben wir uns schon fast gewöhnt. Diese Nachrichten plätschern dahin, ohne uns kaum zu berühren. Denn es ist so alltäglich: auf Plakaten, in Zeitungen, Magazinen und im TV sehen wir Models, die dünn oder schon anorektisch sind. Glamour hat schliesslich seinen Preis. Wach werden wir erst, wenn wir vom „Tod auf dem Laufsteg“ (Die Welt 02/2007) oder „Tod des Armani-Mädchens“ (Süddeutsche 05/2010) lesen. Noch bevor das nächste Model zusammenbricht, will Frankreich gesetzlich einen Mindest-BMI einführen.
Der im deutschsprachigen Raum tätige Berufsverband für Models begrüsst diese Initiative. Denn in der Modewelt herrscht noch immer der Schlankheitswahn vor. Und auch das: Die Branche ist sich dessen bewusst. Die Konsumenten auch. Viel zu selten gibt es Mechanismen, diesem Missstand entgegenzuwirken.
Doch ein Mindest-BMI für Models wird seit Jahren gefordert. So formulierte die US-amerikanische Academy for Eating Disorders (AED) bereits 2007 Richtlinien für Model-Agenturen und die Modeindustrie. Darin verlangt sie die Einführung einer Untergrenze beim Body Mass Index von 18.5 – sowohl für Frauen als auch für Männer.
Sechs Jahre später, im Januar 2013, verabschiedet Israel als erstes Land überhaupt ein Gesetzt, das Magermodels vom Laufsteg verbannt. Nicht ohne tragischen Hintergrund: das israelische Model Hila Elmalich starb 34-jährig mit nur 27 Kilogramm – unterernährt.
Auch setzt sich seit fast fünf Jahren der Berufsverband für Models mit Präventions- und Aufklärungsarbeit für mehr Schutz und Sicherheit im Modelbusiness ein. So hat er Richtlinien definiert, die für Models ein Mindestalter und einen Mindest-BMI von 18.5 empfehlen. Jener Body Mass Index, der von der Weltgesundheitsorganisation als Grenze zum Untergewicht gilt. Doch gibt Nicole Jarchow, Präsidentin des Berufsverbandes, zu bedenken, dass Untergewicht nicht mit Unterernährung gleichgesetzt werden könne. Denn es gäbe Menschen mit einer biologischen Veranlagung dazu, sehr schlank zu sein. Gleichwohl steht der Verband zu seinen Richtlinien und dazu, dass die Modeltätigkeit auf hohem ethischen Niveau zum Einsatz kommt. Frankreich setze hier ein wichtiges Zeichen, so Jarchow. Ein Zeichen, dem sich andere Länder anschliessen und die Fashionindustrie zum verantwortungsvollen Handeln anregen sollte.

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spiegel_affäre 19.12.2015, 02:56
56. Nein

Zitat von Jasro
Gibt es denn, prozentual gesehen, in der Bevölkerung Frankreichs mehr Menschen, die an Anorexie leiden als in Deutschland oder sonst einem anderen Land?
Unerheblich. Paris ist Welthauptstadt der Mode und gibt somit das Model-Ideal vor.

Wenn Frauen weltweit magersüchtig werden dann wegen der dort generierten Trends.

Daher ist es gut dass die Regierung dem einen Riegel vorschiebt.

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