Forum: Panorama
Mohrs Herzschlag: Die letzten Stunden vor meiner Herz-OP

Er hat sich entschieden: SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Joachim Mohr wird sich bei einer Operation Herzgewebe mit Stromschlägen zerstören lassen - damit seine Pumpe endlich wieder mit normalem Rhythmus schlägt. Sein Aufenthalt im Krankenhaus beginnt mit einer Ohnmacht.

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Preußenblut 19.11.2008, 15:38
1. Gesundheitswunsch

Zitat von sysop
Er hat sich entschieden: SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Joachim Mohr wird sich bei einer Operation Herzgewebe mit Stromschlägen zerstören lassen - damit seine Pumpe endlich wieder mit normalem Rhythmus schlägt. Sein Aufenthalt im Krankenhaus beginnt mit einer Ohnmacht.
Joachim Mohr wird im Krankenhaus nach bestem Wissen und Gewissen der behandelnden Ärzte geholfen.

Wir können seine Gesundheit erhoffen und das machen wird auch.

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Karateka 19.11.2008, 15:58
2. Gute Besserung!

Die besten Genesungswünsche!

Ich finde es gut, dass ein Journalist durch die Thematisierung seiner Krankheit ein Thema an die Öffentlichkeit bringt, das hoffentlich viele anderen Leuten in ähnlichen Situationen zumindest ein wenig Kraft gibt, denn so sehen sie, dass sie nicht die ersten in dieser Situation sind.

Meine Großmutter hat schon viele leidvolle Operationen hinter sich und es hilft nicht wirklich, wenn man von den Ärzten hört, dass dieser oder jeder Eingriff Routine ist. Viel ansprechender finde ich es hingegen, was Herr Mohr macht. Man hat das Gefühl, als Außenstehender mitzuerleben, was Herr Mohr erlebt. Daraus schöpfe ich als Angehöriger mehr Kraft, als durch abstrakte Zahlen über gelungene OPs etc.

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Frank Wagner 19.11.2008, 16:12
3. Viel Erfolg !

Bei der OP wird sicher alles gut laufen.
Herrn Mohr erwartet ein völlig neues Lebensgefühl.
Keine Angst mehr vor plötzlichen Herzanfällen, keine Angst davor plötzlich tot umzufallen, keine ständigen Besuche bei Ärzten, keine ständigen Klinkaufenthalte..schade das so was nicht viel früher möglich war.
Ich wünsche Herrn Mohr viel Spaß mit seinen neuen Leben !

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Kandra 19.11.2008, 16:26
4. ...

Ich kann mir nicht helfen, immer wenn ich Mohrs Beiträge lese bleibt bei mir immer nur ein *heul* *schluchz* "Mir gehts ja soo schlecht" hängen..
Natürlich wünsche ich ihm, dass alles gut geht und er erstmal wieder ein relativ normales Leben führen kann aber manchmal frage ich mich schon, wie er es bei all seiner Weinerei geschafft hat Journalist zu werden. Ich habe auch einen Herzfehler, wurde schon 7 mal am offenen Herzen operiert und lag lange Zeit im Krankenhaus. Hätte ich mich so sehr bedauert wie Herr Mohr dann würde ich jetzt sicher nicht studieren.

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08154711 19.11.2008, 17:27
5. Wird schon schiefgehen.

Ärzte neigen leider dazu, fachchinesisch zu sprechen. Da hat der Kranke keine Chance, auch nur in Ansätzen etwas zu begreifen. Daher bin ich Herrn Mohr insofern dankbar, dass er seine Krankheitsberichte verständlich formuliert. Ich wünsche ihm alles Gute und toi toi toi.

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furanku 19.11.2008, 17:36
6. ...

Auch ich wünsche Herrn Mohr selbstverständlich alles Gute!

Natürlich ist Leidensdruck etwas Individuelles, es gibt die Herz-Rhythmusstörungen in unterschiedlicher Stärke und wenn einem am Herzen herumgebastelt wird, macht man sich sicher immer Sorgen -- aber eine Katheterablation ist heutzutage doch in der Regel kein Drama mehr. Ich bin selber durch eine solche von einem angeborenen Wolff-Parkinson-White Syndrom befreit worden.

Diese Eingriffe gehören sogar in einem gewissen Sinne IMHO zu den dankbarsten: Wenn alles klappt, ist es ein kurzer, relativ schmerzfreier Eingriff, ohne große Nachwirkungen, der einen einfach "gesund" macht.

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jharvey 19.11.2008, 17:55
7. Alles Gute

Herrn Mohr alles Gute für die Ablation. Aber auch ich finde seinen Ton manchmal eine Spur zu theatralisch. Nichts gegen eine anschauliche Berichterstattung, aber mancher Satz klingt mir doch zu dramatisch.

Ich weiß auch, wovon ich rede. Auch ich habe eine Herz-OP hinter mir und drei Ablationen. Vielleicht macht das Mut: heute bin ich beinahe gesund und bin schon zweimal Marathon gelaufen. Kopf hoch!

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Alpennomade 19.11.2008, 18:07
8. Verdauungsprobleme

Zitat von mbberlin
Trotzdem verstehe auch ich nicht, warum man das medial derart breit treten muss. Lesen wir demnächst auch Berichte über etwaige Beziehungs- und Verdauungsprobleme der SPON-Autoren?
Chronische Krankheiten und deren Bewältigungen haben rein gar nichts mit gewöhnlicher Verdauung zu tun.

Eventuell für "Gesunde" schwer vorstellbar, ist aber so.

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hollens 19.11.2008, 19:04
9. EKG muß durch Arzt geschrieben werden?

Zitat von udocolonia
Herr Mohr hat keine Lebenszeit verloren. All' die Jahre mit dieser Krankheit sind gewonnene Lebenszeit. Noch vor 50 Jahren wäre er einfach gestorben.
Hallo,

nana, am Vorhofflimmern, Vorhoftachycardie und erst recht an Extraschlägen muß man nicht gleich sterben. Das kann man auch viele Jahre er-, bzw. überleben, ohne daß es Komplikationen gibt oder einen gar der Tod ereilt.
Was aber wirklich erschütternd ist, daß in dem "Zentrum der Medizin", in dessen Behandlung er sich begeben hat, offenbar die Schwester extra einen Arzt holen muß, um ein EKG zu schreiben.
In unserem Kreiskrankenhaus kann eine Krankenschwester dies auch alleine. Der Arzt kann es sich dann später ansehen. Zudem würde ein Pat. mit bekannten Herzrhythmusstörungen sicher nicht ohne telemetrische Rhythmusüberwachung (aka Funk-Langzeit-EKG) oder Monitor liegen.
Sei es wie es sei, Herrn Mohr ist alles Gute zu wünschen!
hollens

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