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Molath-Prozess in Regensburg: Unter Beobachtung, noch immer
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Das Verfahren gegen Gustl Mollath wird neu aufgerollt: Er will zu Beginn des neuen Prozesses den psychiatrischen Gutachter von der Verhandlung ausschließen lassen. Sonst werde er zu den Vorwürfen nichts sagen. Doch das Stillhalten fällt ihm schwer.

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Stabhalter 07.07.2014, 17:59
1.

Zitat von sysop
Das Verfahren gegen Gustl Mollath wird neu aufgerollt: Er will zu Beginn des neuen Prozesses den psychiatrischen Gutachter von der Verhandlung ausschließen lassen. Sonst werde er zu den Vorwürfen nichts sagen. Doch das Stillhalten fällt ihm schwer.
hoffentlich hält Gustel durch,damit die verschlafene Justiz in Bayern aus ihren Tagträumen aufwacht.

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nemensis_01 07.07.2014, 18:14
2. Haha,

am liebsten würden sie ihn rösten. Der Gustl hat an einem Tag mehr Presse, als der ganze korrupte Haufen in Bayern in einem Jahr. Sicher wird nichts gescheites dabei rauskommen, da hängen alle drin. Staatskanzlei, Banken, Justiz. Das geht bis ganz nach oben. Aber für einen schönen Aufruhr hat Mollath wenigstens gesorgt. Schade das der Mensch im einzelnen und der Bayer im besonderen eher schlicht und klein im Geiste ist, sonst würden solche Skandale bei Wahlen mehr goutiert werden.

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meinemeinung: 07.07.2014, 18:14
3. Nachvollziehbar

Die Angstzustände Gustl Mollaths sind angesichts der Tatsache das er unter fragwürdigen Umständen 7 Jahre in der Psychiatrie verbringen musste für mich gut nachvollziehbar. Fragwürdig ist also insofern, wieso er sich für die Dauer des Prozesses ein weiteres Mal den Augen eines Gutachters aussetzen muß. Unter solchem Druck zu stehen und gleichzeitig nach erlebter schwer belastender Behandlung erneut dem gleichen Risiko ausgesetzt zu sein, würde für sehr viele Menschen eine erhebliche Überforderung darstellen. Unter solchen Umstände dürfte eine objektiver Verhandlung kaum möglich sein.

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townsville 07.07.2014, 18:38
4. für Verschöwrungstheoretiker

sei noch einmal auf die Tatsache hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg Gustl Mollath Mitte 2003 anbot, gegen einen Strafbefehl, auf eine Anklage wegen der Vorwürfe seiner Frau zu verzichten. Hätte Mollath diesen akzeptiert, wäre es nicht zum prozess gekommen und Mollath nie eingewiesen worden, Mollath jedoch BESTAND auf den Prozess, in dem dann die ganze Frage seiner Zurechnungsfähigkeit erst aufgeworfen wurde. Fazit: Hätte die Justiz Mollath mit Vorsatz "mundtot machen wollen", wie ja so gern behauptet wird, hätte man dem Mann kaum vorab einen Königsweg angeboten, um einen Prozess zu vermeiden.

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12.Freund 07.07.2014, 18:44
5.

Ohne, das ich den Fall näher verfolgt hätte: Allein die Tatsache, das seine Korruptionsvorwürfe gegen seine Ex eventuell zutreffend sind, beweist gar nichts.
Wenn ich mich recht erinnere waren die übrigen Beweise erdrückend. Entlassen wurde er nur wegen eines Formfehlers.
Justitia wird entscheiden...

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Just4fun 07.07.2014, 18:50
6. ja, ja ...

Zitat von townsville
sei noch einmal auf die Tatsache hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg Gustl Mollath Mitte 2003 anbot, gegen einen Strafbefehl, auf eine Anklage wegen der Vorwürfe seiner Frau zu verzichten. Hätte Mollath diesen akzeptiert, wäre es nicht zum prozess gekommen und Mollath nie eingewiesen worden, Mollath jedoch BESTAND auf den Prozess, in dem dann die ganze Frage seiner Zurechnungsfähigkeit erst aufgeworfen wurde. Fazit: Hätte die Justiz Mollath mit Vorsatz "mundtot machen wollen", wie ja so gern behauptet wird, hätte man dem Mann kaum vorab einen Königsweg angeboten, um einen Prozess zu vermeiden.
hat man ja bei Wulff auch versucht ...

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EvaBaum 07.07.2014, 18:53
7. Rassismus

Zitat von nemensis_01
Schade das der Mensch im einzelnen und der Bayer im besonderen eher schlicht und klein im Geiste ist, sonst würden solche Skandale bei Wahlen mehr goutiert werden.
Was soll dieser dumpfe Rassismus, nicht alle Bayern gehören der "mia san mia- Fraktion" an. Als Münchnerin fühle ich mich von Ihnen beleidigt. Ebenso könnte ich behaupten: "Alle Hamburger sind voreingenommene Ignoranten. Aber ich will nicht alle Menschen über einen Kamm scheren, so wie Sie es tun!

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doc 123 07.07.2014, 18:54
8. Einfach nur noch unfassbar..!

Zitat von sysop
Das Verfahren gegen Gustl Mollath wird neu aufgerollt: Er will zu Beginn des neuen Prozesses den psychiatrischen Gutachter von der Verhandlung ausschließen lassen. Sonst werde er zu den Vorwürfen nichts sagen. Doch das Stillhalten fällt ihm schwer.
Einfach unfassbar, dass Frau Lakotta hier immer noch ihr Unwesen treiben darf, ohne sich jemals für ihre unsäglichsten Beiträge über Mollath entschuldigt zu haben..

Natürlich hat der Mann ein Problem, das möglicherweise ganz erheblich sein kann, deshalb MUSS ihm ja auch geholfen werden und nicht weggesperrt!

Ich habe mich diesbezüglich erst kürzlich mit einem Psychiater hier in R. unterhalten und dabei gemeint, dass es jedenfalls für mich „kein Problem gewesen wäre, selbst aus mehreren hunderten Kilometer Entfernung festzustellen, dass M. jedenfalls nicht gemeingefährlich sei“, was ja die letzte Argumentationslinie von Merk und Lakotta war.

Diesem „Fakt“ hat der Kollege jedenfalls nicht widersprochen, sondern hat sich lediglich entschuldigend über seine Kollegenschaft geäußert. Wir haben uns dann letztlichendlich darauf „geeinigt“, dass es auch Psychiater gäbe, die ihren Beruf doch ernsthaft im Sinne des kranken Menschen und Patienten betreiben würden, wie ja auch der Fall M. aufgezeigt hat, denn es gab ja auch damalig bereits Psychiater, die entsprechende Stellungnahmen „pro Mollath“ abgegeben haben!

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sunsan 07.07.2014, 18:54
9. Laut Herrn Prof. Dr. Nedopil

liegt die Fehlerquote bei psychiatrischen Gutachten bei bis zu 60% und vorallem zu Lasten des Untergebrachten, so zitierte Verteidiger Strate in Anwesenheit des selbigen Gutachters Nedopil im Gerichtssaal. - so verlauten jedenfalls die heutigen Pressemitteilungen vieler anderer Zeitungen, deren Redakteure wohl auch im Gerichtssaal waren. Im Artikel wird jedoch von 50% geschrieben und von eigenen Gutachten des Dr. Nedopil. In diesem Sinne geht die Bitte an die Redakteurin, die Aussagen des Verteidigers Strate zu präszisieren und zu korrigieren, oder darauf hinzuweisen, dass alle anderen Zeitungen hier den Verteidiger falsch verstanden haben.

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