Forum: Panorama
Mordfall von Metzler: Täter will auf Bewährung entlassen werden
DPA

Der Fall des Kindsmörders Magnus Gäfgen beschäftigte einst die ganze Republik - nun will der zu lebenslanger Haft Verurteilte auf Bewährung frei kommen. Ein Gericht will das Anliegen klären.

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bs2509 09.08.2017, 07:12
60. Der Kindesmörder Gäfgen

hat ein Recht drauf, dass seine lebenslange Haft überprüft wird.
Es gibt aber in der Urteilsbegründung den Zusatz der "besonderer Schwere der Schuld".
Gäfgen zeigte keinerlei Reue im Prozeß und darf den Antrag natürlich stellen.

Aber in Anbetracht der schwere seiner Tat, wäre es äußerst fahrlässig Gäfgen den "Status Bewährung" zu gewähren.
Nicht Rache sondern Recht soll immer das Motto sein, aber es wäre ratsamer ihm Sicherheitsverwahrung zu gewähren.
Er ist m.E. ein Soziopath, vor dem dieses Gesellschaft geschützt werden muss.

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kalim.karemi 09.08.2017, 07:21
61. Das Kranke

Der kommt damit auch noch durch. Jeder macht Fehler im Leben. Jemandem zum Zweck der persönlichen Bereicherung das Leben, geplant und in voller Absicht zu nehmen, sollte Knast bis and Ende des Lebens bedeuten, anderenfalls macht sich dieses System unglaubwürdig und fördert den Drang nach Selbstjustiz.

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Ridcully 09.08.2017, 07:25
62. Dieser Über-Narzißt wird für seine Mitmenschen immer eine Gefahr sein

wenn es denn einen "zivilen" Fall für eine wirklich lebenslanges Wegsperren gibt, dann ihn.

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Alimentator 09.08.2017, 07:27
63. Bewährung ist gesetzlich ausgeschlossen ...

..., da im Urteil die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde. Aber der Mörder Thomas David Lukas Olsen (ehem. Magnus Gäfgen) ist ja bekannt dafür, dass er die Justiz erfolglos mit diversen Klagen beschäftigt.

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Wunderläufer 09.08.2017, 07:28
64. Unglaublich

Das passt zu dem Gesamtbild, das ich von diesem kaltherzigen Mörder habe. Der darf NIE auf freien Fuß, NIE!!

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steve_burnside 09.08.2017, 07:29
65. Bloß nicht.

Hoffentlich entscheidet das Gericht im Sinne des Volkes. Kein Mensch kann wollen, dass der wieder frei rumläuft. Schon sein Bild kann ich nicht sehen. Er hat sein Schicksal selbst zu verantworten und ist genau da wo er hingehört.

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prions.ku 09.08.2017, 07:35
66. Ein Hoch auf die Resozialisierung

Immer wieder erfreut es mich, wenn sich die Wiedereingliederung von brutalster Straftätern bewährt. Zur Erinnerung: Bei den Geiselnehmern von Gladbeck hat auch geklappt, die Eltern der Getöteten leiden zwar heute noch, aber das ist deren Problem. Auch dem geborenen Herrn Gäfgen sei eine sichere und sorgenfrei (mit neuem Namen) Zukunft gegönnt. Die Eltern des Jakob haben den grausamen Mord vermutlich immer noch nicht verwunden, aber das ist deren Problem, außerdem sind die selbst schuld, wenn sie aufgrund ihres Namens darauf angesprochen werden. Denn wieder zeigt sich mal, die Wohltaten der Justiz ergießen sich zuweilen üppig über den Tätern. Der Fall Nathalie/Landsberg am Lech ist auch so ein Beispiel! Dazu gibt es ja wundervolle Dokumentationen, was Opferbetreuung und Täterschutz betrifft. Ich erinnere mich noch an die Beileidsreden der örtlichen Politikprominenz (bis hin zum bayrischen MP) und was dann dabei herauskam!

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elshi 09.08.2017, 07:42
67. Da gefallen mir die Strafen in anderen Ländern schon besser.

Sollte der Mann jetzt wieder "im Namen des Volkes" auf die Gesellschaft los gelassen werden, dann haben wir den Beweis, dass unser Rechtssystem nur noch ein so genanntes ist. Wer entlässt die Angehörigen denn aus ihrer Trauer? Schon zu seinem eigenen Schutz sollte dieser Herr weiter hinter Gitter bleiben. Oder muss der Steuermichel dann auch noch für seine Bewachung ausserhalb bezahlen?

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hup 09.08.2017, 07:47
68. Nunja, so funktioniert ein Rechtstaat

Egal ob man den Kläger mag oder nicht, wer das System genau studiert kann formal seine Vorteile daraus ziehen. Recht und Gerechtigkeit haben eben wenig miteinander zu tun.
In diesem Fall wird interessant sein wie die Richter entscheiden um den Anspruch der Bevölkerung nach Gerechtigkeit vs. den formalen Ansprüchen des Klägers auf gängiges Recht abzuwägen. Ich tippe auf Erfüllung des Rechtsformalismus, d.h. zugunsten des Klägers.
Und die Moral von der Geschicht? Es gibt keine.

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rieberger 09.08.2017, 07:49
69.

Zitat von zeichenkette
... Ihm Folter anzudrohen, war sicher nicht OK (und im Nachhinein ja auch sinnlos), aber das ändert nichts an der Schwere seiner Schuld. Mein Tipp: Nö.
Das sehe ich wie Sie. Stellen wir uns aber vor, der Junge wäre aufgrunddessen gerettet worden, würde ich die Androhung auch ablehnen aber im nachhinein gutheißen. prinzip hin, Prinzip her, das ist die Meinung eines Vaters.

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