Forum: Panorama
Mordprozess gegen Ex-Bürgermeister: "Herr Scholl hatte nur Sex im Kopf"
dapd

Tötete der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde seine Ehefrau? Im Indizienprozess gegen Heinrich Scholl wusste dessen thailändische Geliebte wenig Charmantes über den 69-Jährigen zu berichten - und nutzte ihre Aussage als regelrechte Abrechung mit dem Verflossenen.

Seite 8 von 8
simonsinus 19.12.2012, 12:29
70. Wieso?

Wieso wurde diese Zeugin überhaupt geladen?
Die hat doch zur Sache überhaupt nichts gebracht.
Nur damit die Richter mal was anderes sehen?
Und dann auch noch aus Steuergeldern hergefahren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bicyclerepairmen 19.12.2012, 12:34
71.

Zitat von rumpyho
Thailand ist nicht Pattaya, die Soi Cowboy oder Patpong Road, genauso wenig wie Hamburg die Reeperbahn oder Frankfurt das Bahnhofsviertel ist.
Das ist schon mal sicher.
Aber hier in den Speckvierteln von Hamburg sieht man auch die blonden, hochgewachsenen Jungmädels die ihren überteuren Modechichi und den nagelneuen Erzeugnissen aus Zuffenhausen oder München unterm Hintern ihren graumelierten Anfang 70 Sugardaddy aus der Juristen, Arschitekten oder Investorenszene zu verdanken haben. Nur denen sagt man keine den sonst üblichen Leidensgeschichten hinterher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BonChauvi 19.12.2012, 12:43
72.

Zitat von simonsinus
Wieso wurde diese Zeugin überhaupt geladen? Die hat doch zur Sache überhaupt nichts gebracht. Nur damit die Richter mal was anderes sehen? Und dann auch noch aus Steuergeldern hergefahren?
Die Vernehmung der Zeugin war schon sinnvoll, den möglicher Weise hat der Angeklagte ihr gegenüber Andeutungen u.ä. über seine (Mord)-Pläne gemacht. Offensichtlich war dies aber nicht der Fall gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dokuti 19.12.2012, 12:43
73.

Dieser Artikel beteiligt sich an der Rufschädigung, mittels dem Foto, der Nennung des vollen Namen und dieser extremen Überschrift. Das ist kein ehrenwerter Journalismus.
Über die Sache zu berichten ist allerdings wichtig, wenn auch in anderer Form, damit die Menschen erfahren, wie man als Angeklagter oder als Zeuge in deutschen Gerichtsverhandlungen von den Juristen blosgestellt wird und welche Witzveranstaltungen zu angeblicher Rechtfindung führen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lütt_Matten 19.12.2012, 13:03
74.

Zitat von dokuti
... Das ist kein ehrenwerter Journalismus. Über die Sache zu berichten ist allerdings wichtig, wenn auch in anderer Form, damit die Menschen erfahren, wie man als Angeklagter oder als Zeuge in deutschen Gerichtsverhandlungen von den Juristen blosgestellt wird und welche Witzveranstaltungen zu angeblicher Rechtfindung führen.
Gott bewahre, warum brauchen wir überhaupt noch Gerichtsverhandlungen, wenn die Gefahr besteht, dass gute Ruf eines männlichen Angeklagten beschmutzt werden könnte... !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pathobserver 19.12.2012, 13:04
75. Kurzsichtig

Zitat von sysop
Tötete der ehemalige Bürgermeister von Ludwigsfelde seine Ehefrau? Im Indizienprozess gegen Heinrich Scholl wusste dessen thailändische Geliebte wenig Charmantes über den 69-Jährigen zu berichten - und nutzte ihre Aussage als regelrechte Abrechung mit dem Verflossenen.
Einige sind der Ansicht das Privatleben öffentlicher Personen sei egal und nur Ihre private Sache. Diese Ansicht teile ich nicht.
Falls der Mann während seiner Amtszeit als Bürgermeister 70 000 Euro für Prostituierte ausgibt, und offensichtlich jeden Realitätsinn und scheinbar auch seine Selbstkontrolle verloren hat, ist das sehr wohl relevant. Auf was für Geschäfte zum Unwohle der Steuerzahler lässt er sich deswegen ein, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen? ( Das ist ja häufig so) Er wird erpressbar. Solche Leute sind in Führungspositionen ein Risiko.
Vertrauenswürdig ist er auch nicht wenn er seine Frau betrügt (die Ihm nahe stehen sollte), ist Betrug im Amt ebenso eher wahrscheinlich.
Den Ruf hat er sich schön selber ruiniert, mit seinem Verhalten. Die Frau zu vernehmen macht durchaus Sinn. Sie könnte in irgendeiner Form Beteiligt sein, und natürlich auch selbst verdächtig sein (Weiss sie sicher auch selber).
Wenn der Artikel andere Amtsinhaber dazu bringt sich so etwas 2 mal zu überlegen hat er sich schon gelohnt. Der Artikel ist gerechtfertigt außerdem könnten durch die Presse andere Personen gefunden werden, die noch Informationen zu dem Mordfall haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fantail 19.12.2012, 13:49
76.

Aus Hoerensagen einer Zeugin einem Angeklagten medial einen Strick drehen wollen? Wie nett! Wen hat der Herr Scholl beim Spiegel denn persoenlich ans Bein gepieselt, dass er nun so durch die Mangel gedreht wird?

Warum wird denn eigentlich bei Artikeln zu laufenden Rechtsangelegenheiten auf SpON das Forum geoeffnet? Um noch etwas mehr Stimmung gegen den Angeklagten zu erzeugen?

Fazit: ein ausgesprochener Lotterartikel, den sich SpON haette schenken duerfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Poser3001 19.12.2012, 16:35
77. Werte Redaktion, ...

... ich halte es für sinnvoll, die Kommentarfunktion bei Artikeln über laufende Gerichtsverfahren abzuschalten.

Zum einen sind alle Kommentare überflüssig, weil kein Kommentator den Sachverhalt kennt. Dessen Aufklärung obliegt allein den Verfahrensbeteiligten.

Zum zweiten kennt sich kaum ein Kommentator mit Gesetzen und ihrer Anwendung aus.

Außerdem birgt diese Art der Berichterstattung stets die Gefahr, ein laufendes Verfahren erheblich zu beeinflussen. Denn auch Richter lesen Zeitung.

Ein guter Verteidiger würde, wenn er wüsste, daß ein Richter einen urteilenden Artikel oder reißerische Forenbeiträge gelesen hat, gegen diesen Richter einen Befangenheitsantrag stellen.

Ich begrüße sehr die objektive Berichterstattung über juristische Vorgänge aller Art. Volkes - leider meist völlig unfundierte - Stimme sollte aber ungehört bleiben, mindestens während laufender Verfahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pathobserver 20.12.2012, 11:52
78. Ja

Letztendlich wird die Justiz entscheiden. In der Regel interessiert die Richter die Presse nicht sonderlich ( ist ja hier keine große mediale Sache), sondern nur das Gesetz. Richtig ist Aussagen lassen sich nur im Konjunktiv machen. Da der Spiegel sich in letzter Zeit durch teils schlecht recherchierte Artikel auszeichnet. Und ja einige Passagen des Artikels haben Klatschpresseniveau. Was bleibt? Die Kommunikationsfunktion des Bürgers und der Presse sich in das gesellschaftliche Leben einzumischen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 8