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Morphium-Tod in Aachen: Narkoseärztin muss wegen Mordes lebenslang in Haft
dapd

Er holte sie vom Strich und ermöglichte ihr eine Ausbildung zur Narkoseärztin - doch als sich ihr 50 Jahre älterer Mann ihrem neuen Leben in den Weg stellte, tötete Lydia H. ihn mit einer Überdosis Morphium. Dafür wurde sie nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

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SaxMann 10.07.2012, 16:03
1. Unangemessen!

Zitat von sysop
Er holte sie vom Strich und ermöglichte ihr eine Ausbildung zur Narkoseärztin - doch als sich ihr 50 Jahre älterer Mann ihrem neuen Leben in den Weg stellte, tötete Lydia H. ihn mit einer Überdosis Morphium. Dafür wurde sie nun zu lebenslanger Haft verurteilt.
Alter perverso mit gutem Herz, na ja. All das nicht so ohne Gegenleistung Gute rechtfertigt nicht Kontrolle ueber einen anderen Menschen.

Er haette Ihrem Wunsch stattgeben sollen und einer Trennung einstimmen sollen. Derartige Kontrolle die nicht nur in dieser Beziehuing herrschte is nichts anderes als eine Form von Slaverei.

Sein vorzeitiges Ende hat er sich gewissermassen selbst zuzuschreiben, womoeglich hat er es sogar darauf angelegt?

Wie lange haette er wohl noch gelebt? Laenger als das "lebenslang" fuer seine legale Slavin? Was denken wir ueber Zwangsheirat, was denken wir ueber letztendlich erzwungenes Zusammenleben?

Das Urteil ist total unangemessen, viel zu hoch! Was wurde hier nicht beruecksichtigt? Ich hoffe eine revision moeglich so das diese Urteil in ein mehr angemessenes umgewandelt werden kann.

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karma0190 10.07.2012, 16:24
2.

Zitat von SaxMann
Alter perverso mit gutem Herz, na ja. All das nicht so ohne Gegenleistung Gute rechtfertigt nicht Kontrolle ueber einen anderen Menschen. [...] Das Urteil ist total unangemessen, viel zu hoch! Was wurde hier nicht beruecksichtigt? Ich hoffe eine revision moeglich so das diese Urteil in ein mehr angemessenes umgewandelt werden kann.
Ihre Äusserungen sind paradox. Einerseits ist sie lebenslang seine Sklavin, wenn es um sein Fehlverhalten geht und andererseits hätte er doch ohnehin nicht mehr lange gelebt, wenn es um ihr Fehlverhalten geht.

In letzter Konsequenz hat sie ihn nicht getötet, weil er sie nicht gehen lassen wollte sondern, weil er sie enterben wollte. Wenn man jemanden tötet, um dessen Geld zu erlangen, dann erfüllt man ein Mordmerkmal. Da es über die Art ihrer Beziehung praktisch keine Informationen gibt, ist alles Weitere Spekulation.

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indosolar 10.07.2012, 16:37
3. häh???

Zitat von SaxMann
Das Urteil ist total unangemessen, viel zu hoch! Was wurde hier nicht beruecksichtigt? Ich hoffe eine revision moeglich so das diese Urteil in ein mehr angemessenes umgewandelt werden kann.
"Die Angeklagte habe gefürchtet, enterbt zu werden, und ihm darum in der Tatnacht das Morphium verabreicht. " sie war Narkoseärztin, sich also der Wirkung der 20 fachen Menge Morphin bewußt. Klarer Mord aus Habgier und Dummheit obendrein. Kontosperrung ist Gewalt und Frauenhäuser oder Frauenberatungen (siehe hier Frauen gegen Partnerschaftsgewalt) hätten ihr bestimmt aus der Patsche geholfen. Dort wird jeder Frau geholfen die sich ihres Partners entledigen möchte!

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Emil Peisker 10.07.2012, 16:47
4. Das Urteil ist gerecht

Zitat von SaxMann
Das Urteil ist total unangemessen, viel zu hoch! Was wurde hier nicht beruecksichtigt? Ich hoffe eine revision moeglich so das diese Urteil in ein mehr angemessenes umgewandelt werden kann.
Mord aus Habgier ist klassisch. Klassisch auch das Urteil. Die Frau hatte keinerlei Mitgefühl mit dem Opfer.

Sie hätte ja gehen können, aber dann hätte sie das von ihr beanspruchte Erbe nicht mehr gesehen.

Was soll eine Revison bringen? Falls es überhaupt eine gibt. Ich glaube nicht daran. Das Urteil ist gerecht, eagl ob sie Ihrem Mann 2 oder 10 Lebensjahre gestohlen hat.

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Ernesto_de_la_Vita 10.07.2012, 16:48
5. Erschreckend an der ganzen

Zitat von sysop
Er holte sie vom Strich und ermöglichte ihr eine Ausbildung zur Narkoseärztin - doch als sich ihr 50 Jahre älterer Mann ihrem neuen Leben in den Weg stellte, tötete Lydia H. ihn mit einer Überdosis Morphium. Dafür wurde sie nun zu lebenslanger Haft verurteilt.
Sache ist eher die Tatsache, dass mit den entsprechenden Mitteln eine solche Ausbildung möglich ist, ohne die sie heute vielleicht schon tot wäre.
Die Filmrechte sollte sie zumindest teuer verkaufen......

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belein 10.07.2012, 16:48
6. Anästhesistinnen-Einkommen

@Saxman: Dieser Mord geschah aus Habgier und aus niederen Beweggründen. Da ist "Lebenslang" angemessen, was in D. übersetzt heiss: Max. 15 Jahre.
Diese Frau hätte "bye bye" sagen können und mit einem Lächeln als Anästhesistin in Ulm arbeiten können. Gelebt hätte sie auch ohne "ererbtes Geld und Kontozugang" sehr gut. Bei einem jungen Facharzt liege das jährliche Grundgehalt bei 55.000 Euro brutto/Jahr. Bei erfahrenen Fachärzten können es bis 68.000 Euro werden!
Gruß, belein

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merkel123 10.07.2012, 18:16
7. Vorurteile...

- im Artikel Klischees genannt, sind scheinbar doch manchmal zu etwas gut:

Aufgrund des Altersunterschiedes wurde das scheinbar natuerliche Ableben des alten Mannes nochmals genauer untersucht.

Und noch etwas kam mir beim Lesen in den Sinn:

Leider bleiben schlechte Menschen schlecht oder werden - wie in diesem Falle - noch schlechter, trotz aller Hilfen.

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blowup 10.07.2012, 18:16
8. Sagenhaft

also die Frau hatte die Hauptschule abgebrochen...und anschließend Abitur nachgemacht und erfolgreich Medizin studiert? Wie lange hat sie denn dafür gebraucht?

36jährige mit 50 Jahre älterem Mann, dann ist dieser 86 zum Todeszeitpunkt. Beim Kennenlernen war er 70. Also hat sie max. 16 Jahre gebraucht. Trotzdem eine anständige Leistung.

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DDM_Reaper20 11.07.2012, 00:29
9. legale Slavin? Zwangsheirat? Stuss!

@ Saxmann

Ihre Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Weder war sie gezwungen worden, ihn zu heiraten, noch zwang er sie, bei ihm zu bleiben. Er hatte lediglich seiner Frau gedroht, sie im Trennungsfall zu enterben, was durchaus nachvollziehbar und menschlich völlig verständlich ist. Oder würden sie eine Frau, die sie hintergeht, auch noch großzügig als Alleinerbin in ihrem Testament bedenken wollen?

Sie hingegen hat ihn, statt mit dem neuen Mann mittellos eine neue Existenz aufzubauen, ihn ermordet. Mir will nicht einleuchten, wo hier eine strafrechtlich relevante milderungsfähige Situation vorliegen könnte.

Es scheint eher so, dass sie zwar ohne den alten Sack, aber nicht ohne dessen Kohle leben wollte und ihn deshalb abmurkste.

Da gibt's schlicht keine mildernden Umstände. Es war Mord und sie sitzt. Wobei lebenslänglich hierzulande ja keinesfalls genau das sein muss. 12-15 Jahre, dann könnte sie frei kommen.

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