Forum: Panorama
Musiker in Mexikos Drogenkrieg: Spiel mir das Lied vom Tod
REUTERS

Es ist die wohl gefährlichste Kultur-Errungenschaft Mexikos: Die sogenannten Narcocorridos sind Balladen, Hohelieder auf die Drogenbosse. Die Interpreten stehen mit einem Bein auf der Bühne - und mit dem anderen im Grab.

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Aristóteles 26.02.2013, 15:14
10. Don't consume it!

Wenn es keine Nachfrage gibt, sinken die Preise auch dramatisch und die Drogenmafia verdient kein Geld. Da muss nichts legalisiert werden. Es gibt kein Recht auf Rausch, weder in der Menschenrechtscharta, auf EU-Ebene noch im Grundgesetz. Zum Argument, Leute haben schon immer Drogen genommen: Menschen haben auch schon immer kriminelle Dinge getan. Freiheit hört da auf, wo sie die Freiheit der anderen beeinträchtigt und so lange nur 1 Cent der Gesellschaft für die Konsequenzen des Drogenkonsums ausgegeben werden, hat sie ein Recht, mitzubestimmen.

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to5824bo 26.02.2013, 15:30
11. Negro y azul

Zitat von Greyjoy
Der Song ist aber auch ein verdammter Ohrwurm. ;)
Stimmt schon, mich hat das auch schwer beeindruckt.
Aber wäre das auch der Fall gewesen, wenn es irgendein harmloses Thema besungen hätte oder keine deutschen Untertitel eingeblendet worden wären?

Offensichtlich lebt die Faszination dieser Lieder nicht nur von der tollen mexikanischen Musik, sondern auch von dem Wissen über den hochbrisanten Kontext. Vielleicht so was wie Outlaw-Romantik auf Mexikanisch.

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scooby 26.02.2013, 15:31
12. México, von Liebe und Leidenschaft

Mexiko, Du bist das Land dass ich Heimat taufte als ich vor langer Zeit Dich kennenlernte. Wild, unzähmbar schön lernte ich Deine Guten Seiten kennen. Die Menschen, von einer beispiellosen Gastfreundschaft gesegnet öffnen Ihre Heime für die Fremden. Die unzähligen und einmaligen Sonnenuntergänge.
Liebes Land, liebe Mexikaner. Ich trauere um den Zustand in dem wir uns befinden und wünsche innigst wir erleben wieder Frieden. In den Nachrichten werden nur ein Teil der Verbrechen beschrieben. Es ist weit aus schlimmer als man hört, weitaus gefährlicher, und deshalb, weitaus intensiver und bunter zu erleben. Irrwitzig.... Wir leben jeden Tag als sei es der Letzte. Keiner weiss was uns das Schicksal heute bringt.
Von der Ferne sieht man nur den Rauch, doch was wir hier durchleben, in manchen Gebieten dieser weiten Landschaft, ist die Hölle, das reinste Inferno.

Trotzdem, liebes Mexiko. ich, wir stehen zu Dir, wir wollen durchhalten und für eine neue Zukunft die Steine vorbereiten.

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Promethium 26.02.2013, 15:59
13. Immer das gleiche!

Zitat von winni1234
Gemäß einem Bericht der NZZ versorgen sich die mexikanischen Drogenkartelle und andere Kriminelle in Mexiko vor allem mit Waffen aus den USA: Mexikanische Kriminelle bedienen sich weiterhin mit Vorliebe im "Waffen-Supermarkt" USA.
Drogenkartelle hatten noch nie und nirgendwo Probleme an Waffen zu kommen! Nicht mal in Europa!

Das Hauptproblem ist die KORRUPTION in Mexiko.

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guera 26.02.2013, 16:01
14. México está jodido

Ich finde es immer wieder so niedlich. Die Argumentation "Drogen müssen legalisiert werden", das oberflächliche Antasten eines viel zu profunden Themas, die Argumentationsweise des durchschnittlich gebildeten Deutschen, der kurz mal etwas liest und schon eine Meinung dazu hat. Jeder Mexikaner würde Sie auslachen, wenn Sie ihm mit dieser Problemlösung kämen. Mexiko ist verloren, da hilft keine Legalisierung, kein Preissturz beim Drogenhandel. Was hier noch helfen könnte, wäre eigentlich der große Nachbar USA. Aber den juckt's nicht mal, profitiert ja von dem Ganzen. Mexiko ist so verloren, die Menschen hier üben Selbstjustiz. Die Mafia bzw. die Kartelle durchziehen das ganze System und da hilft nichts mehr als eine komplett andere Regierung, alles neu... so wie damals nach Hitler. Die USA sind nichts anderes als profitgierig - hätten sie einen Nachteil durch den Drogenkrieg in Mexiko, wären sie schon lange eingeschritten, aber im Gegenteil, die profitieren ja davon. Ekelerregend. Haindling hat das so schön formuliert: "...und des oanzige wos zeyt auf dera Weyd is a Geyd". Viele Grüße aus dem Süden Mexikos.

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++arthur 26.02.2013, 16:16
15.

Zitat von Aristóteles
Wenn es keine Nachfrage gibt, sinken die Preise auch dramatisch und die Drogenmafia verdient kein Geld. Da muss nichts legalisiert werden.Es gibt kein Recht auf Rausch, weder in der Menschenrechtscharta, auf EU-Ebene noch im Grundgesetz. Zum Argument, Leute haben schon immer Drogen genommen: Menschen haben auch schon immer kriminelle Dinge getan. Freiheit hört da auf, wo sie die Freiheit der anderen beeinträchtigt und so lange nur 1 Cent der Gesellschaft für die Konsequenzen des Drogenkonsums ausgegeben werden, hat sie ein Recht, mitzubestimmen.
billige polemik sonst nichts. dazu noch eine überschrift im sinne von "just say no!".
wer b sagt muss vorher a sagen. ohne prohibition kein schwarzmarkt.
und wen sie glauben die menschen bräuchten ein "recht auf rausch" irren sie sich wieder. die leute nehmen sich einfach das recht. selbst in ländern in denen drogendelikte mit dem tod bestraft werden, lassen sich leute nicht vorschreiben was sie mit ihrem eigenen körper machen dürfen. drogenkonsum ist ein verbrechen ohne opfer!
sie bezahlen außerdem hauptsächlich die folgen der prohibition und nicht die folgen des drogenkonsum. 80% aller ausgaben sind für repression und nur 20% hilfe wie suchtherapie. bei legalen märkten könnten abgaben erhoben werden und die kosten der prohibition fallen weg.
wenn sie außerdem so überzeugt vom "krieg gegen drogen" und der drogenfreien welt sind dann fordern sie doch die alkoholprohibition! das hat doch mehr vorteile und könnte die jugend vorm komatrinken schützen.

manche leute haben den knall wohl echt nicht gehört ...
es werden heutzutage mehr drogen konsumiert und hergestellt als jemals zuvor. die preise sind auf einem tiefststand.
500 mrd. dollar umsatz jährlich.
immer mehr länder erkennen diesen irrsin und legalisieren drogen oder haben es schon. ex-politiker fordern es bereits. die medien springen auch langsam auf den zug auf ...

und dann kommen ewiggestrige wie sie und faseln irgendwas von der drogenfreien welt. ich fass es nicht ...

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++arthur 26.02.2013, 16:18
16.

Zitat von Promethium
Drogenkartelle hatten noch nie und nirgendwo Probleme an Waffen zu kommen! Nicht mal in Europa! Das Hauptproblem ist die KORRUPTION in Mexiko.
stimmt sie schreiben echt immer das gleiche und es bleibt jedesmal nur eine halbwahrheit oder lüge.
es kann nicht sein, was nicht sein darf. stimmts?

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++arthur 26.02.2013, 16:24
17.

Zitat von guera
Ich finde es immer wieder so niedlich. Die Argumentation "Drogen müssen legalisiert werden", das oberflächliche Antasten eines viel zu profunden Themas, die Argumentationsweise des durchschnittlich gebildeten Deutschen, der kurz mal etwas liest und schon eine Meinung dazu hat.
und ich finde leute wie sie niedlich die einfach realitätsblindes weiter so verlangen.
40 jahre "war on drug" und das ergebnis ist katastrophal. aber klar ... ja nicht umdenken, alles so belassen.
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert!“ a. einstein

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guera 26.02.2013, 16:47
18.

Lieber arthur, wer sagt denn, dass ich alles beim Alten belassen möchte? Denken Sie, ich finde es schön, wenn ich mir ständig Sorgen um Freunde und Familie machen muss? Wenn ich die Lokalnachrichten sehe mit Berichterstattungen über Menschen, die brutal abgeschlachtet wurden? Über Frauen, die ausgeweidet wurden? Ich würde mir nichts sehnlicher wünschen als dass die Kartelle verschwinden würden und wir hier in Frieden leben könnten. Was der Deutsche aber nun mal nicht versteht, ist dass eine Legalisierung ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Die Narcos sind keine reinen Drogenbarone, das ist alles vernetzt mit Politik, Mafia mit anderen Einnahmequellen, Entführungen und sogar legalen Tätigkeiten – es gibt tausende Narcos, die Hotels oder andere legale Geschäfte besitzen. Die Narcos in Mexiko sind wie ein Tumor, der gestreut hat. Wenn ich ein befallenes Organ behandle, ist der Patient noch lange nicht gesund und wird es vermutlich auch nie werden. Es ist lächerlich, mich realitätsblind zu nennen. Ich lade Sie ein, nach Mexiko zu kommen und sich das Land mal anzuschauen. Ich sehe die Realität hier tagtäglich.

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Promethium 26.02.2013, 16:49
19. Erpressung

Erpressung durch vernatwortungslose Drogenkonsumenten.
Die kaufen bei Drogenkartellen, Mafia, Taliban usw. ein und tun so als wäre die Gellschaft schuld weil sie Drogen nicht legalisiere.
Kommt aber gar nicht in Frage!

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