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Mutmaßlicher Wolfsangriff in Steinfeld: "Dieses große Raubtier"
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Im niedersächsischen Steinfeld soll ein Wolf einen Mann angegriffen haben. Eigentlich sind die Menschen im Dorf gelassen. Trotzdem brennen die Straßenlampen jetzt länger.

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materialist 30.11.2018, 21:28
50. Nebenbei

Das Vorkommen von Wolfen macht aus einer total zersiedelten kaputten Landschaft auch keine intakte natürliche Umwelt,das mal den Olivgrünen in den Stammbaum.

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murun 30.11.2018, 21:32
51. Weltweit in 8 Jahren 130 Angriffe

Zitat von naturbär
Für alle die glauben das der Wolf nicht für Menschen gefährlich ist bitte einmal googeln Deutscher Bundestag Wolfsangriffe, das ist eine vom Bundestag in Auftrag gegebene Studie von Wissenschaftlern, von 2010 bis 2018 gab es 130 wolfsangriffe mit 302 Verletzten Personen und 24 toten, immer Kinder und Frauen, die Wolfspopulation muss!!! kontrolliert und reguliert werden
Weltweit ist das eine verschwindend geringe Zahl, das sollten auch Sie merken. Allein 2015 gab es z.B. fast 100 unprovozierte Attacken von Haien auf Menschen in Strandnähe. Und nun? Die Population der Haie kontrollieren und regulieren?

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chjuma 30.11.2018, 21:38
52. zu 50. materialist

Danke, so kann man es auch ausdrücken.

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1904.pro 30.11.2018, 21:43
53.

Zitat von Mikrohirn
Da steht alles drin, was man zum Thema Wölfe in Deutschland wissen muss. Noch ist Zeit, schlimmeres zu verhindern. Der Wolf kann nichts dafür, aber Naturschutz und Unverstand sind Siamesische Zwillinge.
Ok, dann müssen wir zuerst alle Hunde töten. Wie oft wurden Menschen schon von Hunden gebissen? Ich habe schon zwei "Angriffe" von Hunden live miterlebt. Und nu?
Ist Hundebesitz jetzt auch Unverstand?

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k70-ingo 30.11.2018, 21:43
54.

Zitat von materialist
Das Vorkommen von Wolfen macht aus einer total zersiedelten kaputten Landschaft auch keine intakte natürliche Umwelt,das mal den Olivgrünen in den Stammbaum.
Die zersiedelte moderne Kultur- und Agrarlandschaft ist dem Wolf sehr recht - denn hier findet er leichter Beute als in naturbelassenen Urwäldern, Sümpfen oder Bergregionen.

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murun 30.11.2018, 21:44
55. Der ist gut.

Zitat von quark2@mailinator.com
... Schafe und Rehe werden es z.B. eher nicht so toll finden, nun immer Angst haben zu müssen.
Sie sind ein eingefleischter Stadtmensch, oder? Köstlich. Ob z.B. Rehen ein Fuchs, ein Dachs, sonstiges größeres Getier oder Menschen über den Weg laufen: Sie rennen. Nix mit spezieller Angst vor Wölfen...

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neue_mitte 30.11.2018, 21:49
56.

Zitat von k70-ingo
Für den Wolf hat die Rückkehr den Vorteil, daß er in der hiesigen Kulturlandschaft und bei milderem Klima viel einfacher und unkomplizierter an Nahrung kommt als in den leeren Weiten Sibiriens. Hier gibt es Nutztiere en masse, in Gärten gehaltene Haustiere, sowie einen aufgrund der intensiven Agrarwirtschaft sehr dichten Wildbestand.
Das mit dem dichten Wildbestand kann man nachvollziehen. Ein natürlicher Feind scheint sinnvoll. Aber die Nutztiere als Argument aufzuführen oder gar im Garten gehaltene Haustiere? Das meinen Sie doch hoffentlich nur im Scherz. Wenn freilaufende Rinder, Schafe usw. demnächst vermehrt Opfer werden, wird man in Schutz investieren müssen. Das werden Sie, ich und alle Anderen wohl bezahlen müssen. Ich meine, Sie können für sich und Ihresgleichen sprechen, wenn Sie das für gut befinden, aber nicht für die Allgemeinheit. Der Preisanstieg wäre keinem Qualitätsanstieg geschuldet, sondern bloß dem ohne Not erzeugten Schutzbedarf vor einem Raubtier. Ja speziell zu den Haustieren im Garten schreibe ich lieber nichts, das Ergebnis würde im amerikanischen TV massiv weggebleept werden.

Die geringe Gefahr für den Menschen hierzulande sehe ich aber ebenso, wie die vor Selbstmordattentätern. Es ist nur unredlich, Nutz- oder gar Haustiere zu opfern.

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cum infamia 30.11.2018, 21:58
57. Rotkäppchen !

Die ganzen naiven Wolfsfreunde sollten mal den Tatsachenbericht " Rotkäppchen " lesen ! Da wissen sie dann bescheid, wie grausam so ein Tier gegenüber kleinen Mädchen und Großmüttern sein kann...

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herfas 30.11.2018, 22:01
58. Wolfsromantiker ...

... gibt es zuhauf. Aber nüchtern betrachtet: Der Wolf kann dem Menschen durchaus gefährlich werden. Vor 180 Jahren verschwand er aus Deutschland, zu einer Zeit, wo er geschossen werden durfte ... und das war gut so. Wir leben in einer Kulturlandschaft und haben unsere Konkurrenten vertrieben. Alles ist darauf eingestellt, das uns keine Gefahr von wilden Tieren mehr droht und sich diese auch nicht an unseren Nahrungsquellen vergehen. Wenn wir eine Waldwanderung machen, Tiere halten, unsere Kinder draussen spielen lassen wollen, müssten wir uns wieder bewaffnen und patroullieren um unser Habitat zu schützen. Will das denn jemand? Natürlich wird der Wolf Menschen angreifen, hat er früher auch getan. Doch heute laden wir ihn ein und meinen, wie bei gefährlichen Hunden auch: der tut ja nix, der will nur spielen. Das ist eine gefährdente Verniedlichung von Romantikern, welche einen Hang zur Natur, aber von der Natur eigentlich wenig Kenntnisse haben.

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srothe 30.11.2018, 22:06
59. Na dann zitieren wir doch mal aus besagtem Bericht

Des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, mein lieber Naturbaer - sie haben sie naemlich scheinbar nicht gelesen, denn sonst wuessten sie dass es sich um eine Studie des norwegischen institu fuer Naturforschung handelt. Da heisst es:
Das heutige Risiko von Wolfsangriffen in Europa /Skandinavien (und auch Nordamerika) scheint sehr niedrig, da aktuelle Fälle sehr rar sind, obwohl die Zahl der Wölfe steigt. Aktuellen Schätzungen zufolge leben 10.000 – 20.000 Wölfe in Europa, 40.000 in Russland und 60.000 in Nordamerika.2
Trotz dieser hohen Zahlen konnten wir Berichte über lediglich vier Personen in Europa, vier in Russland und keine Personen in Nordamerika finden, die in den letzten 50 Jahren durch nicht-tollwütige Wölfe getötet wurden.
Die von Ihnena gefuehrten Zahlen stammen aus dem Hoehrensagen aus der Zeit in der Woelfe gnadenlos ausgerottet wurden und die Todesursachen sind allesamt hoechst fragwuerdig. Diese unsichere Quelle wird in der Studie auch genannt.
Fakt ist, dass Woelfe sehr sehr vorsichtig sind. Wem ein Wolf zu nahe kommt (sie sind schon mal neugierig) muss sie nur kurz scharf anschauen und sich etwas gross machen, dann "schleicht sich " sofort jeder nicht-domestizierte Wolf. Das entspricht seinem angeborenen Verhalten. Kann man bei uns uebrigens im Tierpark Langedrag (www.langedrag.no) uebrigens ausprobieren. Zu den wilden Woelfen koennen sie bedenkenlos (mit Guide) ind Gehege. Die Tiere kommen bis auf 3 m (von hinten) an sie heran - drehen sie sich um sind sie sofort weg. Zu den domestizierten Woelfen koennen sie nicht rein, die akzeptieren sie naemlich als neues rangniedrigstes Rudelmitglied oder als Fremden, in jedem Fall zeigen sie ihnen wo der Wolfshammer haengt.
Also: Vor Woelfen braucht es Respekt und klare Koerpersprache, nicht aber Angst und Schauermaerchen. Und die "Woelfe von Steinfeld" waren wohl eher nordische Hunde, Huskies bzw Samojeden, aber keine Woelfe. Warten wir einfach den Gentest ab.
Gruesse aus Oslo.

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