Forum: Panorama
Nach der Brandkatastrophe: Wie sich Kalifornien selbst hilft
AP

Die Todeszahlen steigen täglich, Hunderte werden noch vermisst, Tausende sind ohne Obdach: In Kalifornien herrscht Notstand. Profiköche versorgen die Opfer der Waldbrände. Ein Besuch in einer improvisierten Großküche.

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UweGroßberndt 19.11.2018, 09:57
1. Wenn es Helden gibt

dann sind es solche Menschen, Feuerwehrleute, Polizisten, Soldaten, Freiwillige, Menschen die anderen in ihrer Not helfen.

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Rodini 19.11.2018, 10:02
2. Eine Tragödie ....

mein Mitgefühl gilt den Betroffenen und Ihren Angehörigen. Allerdings gibt es auf der Welt viele Katastrophen und Hungersnöte. Warum werden die eigentlich nicht so oft in den Topnews der Medien genannt. Sind das Menschen 2. Klasse?
Es ist sehr wohl ein Unterschied, ob einem wohlhabenden Promi die Luxusvilla abbrennt oder es einen Armen in einem 3. Welt-Land trifft. Herr Gottschalk hat es richtig erkannt: "Es gibt größere Tragödien auf der Welt": Chapeu!!

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kayakclc 19.11.2018, 10:23
3. Uramerikanischer Bürgersinn

Dieses Verhalten ist typisch für die Amerikaner. Der Auspruch von Kennedy, frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst, ist Ausdruck des Pioniergeists einer relativ jungen Nation von Immigranten, wo jeder gewohnt ist, anzupacken. In der Not spielen Einkommen, sozialer Status etc keine Rolle. Was in Deutschland weniger vorstellbar ist, ist dass sich gerade die Bessergestellen sich besonders verantwortlich fühlen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das geschieht durch Spenden aber eber auch durch persönlichen Einsatz und Arbeitskraft.
In Deutschland sind wir eher obrigkeitshörig und fordern daher auch viel schneller, dass das Staat die Probleme löst anstellen einmal selbst was beizutragen. Die Amerikaner haben eine andere Mentalität, die viele Deutsche wegen ihrer Sichtweise auch nicht verstehen. Dabei können wir viel voneinander lernen, wenn wir auch einmal hinterfragen, was wir als selbstverständlich annehmen.

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politkrit 19.11.2018, 12:23
4. Trump hat kein Interesse an Kalifornien

Das amerikanische Wahlsystem führt möglicherweise dazu, dass ein Mann wie Trump dem Staat Kalifornien und den dort lebenden Menschen nur zögerlich hilft. Den Staat Kalifornien können er und die republikanische Partei bei Wahlen ohnehin nie gewinnen. Da nützt es nichts, einzelne Wählerstimmen in Kalifornien hinzu zu gewinnen. Der Anreiz, sich für Kalifornien zu engagieren, ist da nicht sonderlich hoch. Natürlich ist der Präsident für alle Bundesstaaten gleichermaßen zuständig und verantwortlich. Einem Trump traue ich aber zu, sich auf die Staaten zu konzentrieren, die ihn gewählt haben bzw, auf die sogenannten Swing-Staaten, in denen es bei der Wahl regelmäßig knapp zugeht. Er klang jedenfalls zeitweise so, als sei er gegenüber Kalifornien feindlich bis gleichgültig eingestellt.

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OhMyGosh 19.11.2018, 13:14
5. Kalifornien bleibt sich treu

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch nichts anderes erwartet. Bürgersinn, Umweltbewusstsein und Hilfsbereitschaft sind hier besonders stark verankert. Meine Hochachtung all den Helfern und Anpackern!!!
Ein Trump kann mit diesen menschlichen Eigenschaften nichts anfangen. Er "dealt" lieber. Und Kalifornien mag ihn ja auch nicht.

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martinm70 19.11.2018, 13:54
6. Sollte eigentlich selbstverständlich sein

Es ist natürlich toll daß geholfen wird, das war in Deutschland als es im Osten diese Flutkatastrophe gab sbrt auch nicht anders, es ist unsere Pflicht in einem reichen Land den Landsleuten zu helfen die in so eine Katastrophe geschlittert sind.

Trotz allem frage ich mich, da stimme ich Trump ausnahmsweise zu, ob man nicht mehr Vorbereitungen hätte treffen können um so eine Katastrophe zu verhindern. Immerhin gibts diese Waldbrände jedes Jahr.

Schneisen zwischen den Waldabschnitten z.B. insbesondere um die Wälder wo Gebäude drin stehen, so daß wenn ein Abschnitt brennt das Feuer erst gar nicht übergreifen kann.

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g.eliot 19.11.2018, 14:33
7. Waldpflege nach Vorbild Finnlands

Nicht nur, dass Trump zum Ausdruck von Empathie nicht fähig ist, sondern er redet außerdem noch eine Menge dummes Zeug. Gestern meinte er, dass er mit finnischen Präsidenten geredet hatte, weil Finnland ein Land mit viel Wald sei, während Waldbrände dort nur relativ selten auftreten und kein solches Problem darstellten. Dort würden die Wälder gepflegt, er nannte das Harken , "rake".

Dabei hat er übersehen, dass Finnland ein völlig anderes Klima hat, keine langwierigen Dürreperioden und auch keine ausgedehnten Hitzeperioden kennt. Auch wehen dort selten und nur kurzfristig Winde mit Geschwindigkeiten von 100 km/St, und die Winde sind höchstens nur in ein paar wenigen Sommermonaten heiß und trocken.

Außerdem ist die Landschaft in Kalifornien hügelig, wobei die Entfernung des Unterholzes zu Erosionen führen kann und somit zum Erdrutsch.

Noch ein Unterschied: Finnland ist dünn besiedelt, die Häuser stehen in der Nähe von Waldgebieten nicht so dicht aneinander.

Trump hat Kalifornien die Schuld gegeben und dabei unterschlagen, dass die meisten Waldgebiete in Florida im Federal Besitz sind und in den letzten zwei Jahren seine Verantwortung.

Aber wenigstens ist er in Kalifornien aufgetaucht und hat denen Hilfe versprochen. Hoffentlich mehr und effektiver als in Puerto Rico.

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g.eliot 19.11.2018, 14:43
8.

Zitat von kayakclc
Dieses Verhalten ist typisch für die Amerikaner. Der Auspruch von Kennedy, frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst, ist Ausdruck des Pioniergeists einer relativ jungen Nation von Immigranten, wo jeder gewohnt ist, anzupacken. In der Not spielen Einkommen, sozialer Status etc keine Rolle. Was in Deutschland weniger vorstellbar ist, ist dass sich gerade die Bessergestellen sich besonders verantwortlich fühlen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das geschieht durch Spenden aber eber auch durch persönlichen Einsatz und Arbeitskraft. In Deutschland sind wir eher obrigkeitshörig und fordern daher auch viel schneller, dass das Staat die Probleme löst anstellen einmal selbst was beizutragen. Die Amerikaner haben eine andere Mentalität, die viele Deutsche wegen ihrer Sichtweise auch nicht verstehen. Dabei können wir viel voneinander lernen, wenn wir auch einmal hinterfragen, was wir als selbstverständlich annehmen.
Bei einer Katastrophe gigantischen Ausmaßes hilft die gegenseitige bzw. nachbarliche Hilfe nie und nimmer. Und das haben die Kalifornier vor den TV Kameras auch deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Schaden sind immens. Paradise, eine Kleinstadt mit 22.000 Einwohnern, ist komplett zerstört und sieht aus wie eine Geisterstadt aus einem Katastrophen- oder Kriegsfilm. Selbst mit staatlichen Hilfen wird der Wiederaufbau eine Mammutaufgabe sein.

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derjoey 19.11.2018, 16:49
9.

Zitat von kayakclc
Was in Deutschland weniger vorstellbar ist, ist dass sich gerade die Bessergestellen sich besonders verantwortlich fühlen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das geschieht durch Spenden aber eber auch durch persönlichen Einsatz und Arbeitskraft. In Deutschland sind wir eher obrigkeitshörig und fordern daher auch viel schneller, dass das Staat die Probleme löst anstellen einmal selbst was beizutragen.
Bei bspw. diversen Überschwemmungen in Deutschland wurde genauso unmittelbar von Bürgern angepackt, und bei der Flüchtlingskatastrophe fanden sich ebenso massig Helfer und noch mehr Spender. Bevor man pauschal Behauptungen über die mangelhafte Hilfsbereitschaft "der Deutschen" aufstellt, sollte man sich einfach ein wenig erinnern und informieren.

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