Forum: Panorama
Nach Missbrauchsfällen: Katholiken treten massenhaft aus der Kirche aus

Es ist ein beispielloser Mitgliederschwund: Nach den Missbrauchsfällen sind im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Gläubige aus der katholischen Kirche ausgetreten wie 2009.*Erstmals verließen mehr Menschen die Kirche als neu getauft wurden. Besonders groß ist die Kirchenflucht in Bayern.

Seite 5 von 53
daniellaun 29.07.2011, 18:59
40. -

Mal ehrlich? Wer geht heute noch in die Kirche? Kaum jemand! Höchstens alte Leute und streng Gläubige gehen noch jeden Sonntag in die Kirche. Das sind fast schon Freaks, besonders die Strenggläubigen.

Von mir aus könnte man die Kirchen ganz abschaffen. Wer braucht die heute noch?

Außerdem ist die Katholische Kirche doch selbst Schuld am Schlamassel. Würde man endlich mal dieses bescheuerte Zölibat aufheben und sich nicht so wehement gegen Abtreibungen wehren, hätte die Kirche auch wieder mehr Ansehen.

Beitrag melden
keats 29.07.2011, 19:00
41. Wer braucht so eine "Kirche" ?

Zitat von sysop
Es ist ein beispielloser Mitgliederschwund: Nach den Missbrauchsfällen sind im vergangenen Jahr fast doppelt so viele Gläubige aus der katholischen Kirche ausgetreten wie 2009.*Erstmals verließen mehr Menschen die Kirche als neu getauft wurden. Besonders groß ist die Kirchenflucht in Bayern.


Das vor allem

Zitat von sysop
"Jeder Austritt ist für uns ein vor allem menschlicher Verlust"
kann man mittler weile auch ganz anders deuten und verstehen !
Zu Recht wie ich meine.

Wer braucht so Institution ?
Auch das Christentum kann darauf sehr gerne verzichten.

Beitrag melden
nuja 29.07.2011, 19:03
42. Augenwischerei

Jeder Austritt sei ein "menschlicher Verlust". - So wollens die Leute hören, so liefert man eine "anständige" Pressemitteilung.
Die Prioritäten in Vereinen wie Kirchen sind andere. Es hätte ehrlicher Weise heißen müssen: "Jeder Austritt ist ein *finanzieller* Verlust". Dann stimmen die Koordinaten wieder.

Aber vom schnöden Mammon abgesehen und ironiefrei ernsthaft gefragt: Welche hilfreichen und geistigen Impulse liefern Kirchen derzeit, so dass man motiviert sein könnte ihnen beizutreten? Mir fallen seit langem schon keine ein.

Jetzt wieder mit Ironie: Man denke an Geistesriesen wie Kardinal Meißner, Gerhard Ludwig Müller, an die kujonierte und weitgehend schweigsame Uni-Theologenschar, an unerträgliche Worte in den Tag usw. Und Obertheologe Ratzinger ist seit langem nur intellektuell heimtückisch bzw. lavierend, aber keine Figur, mit der heutzutage eine Auseinandersetzung lohnt.

Also: Wozu Mitgliedschaft? - "Inspiration" bekommen kann man auf vielfältige Weise außerhalb, "Gott" hat die Kirche schon längst verlassen (meinte schon W. Willms), "Glaube" ist was anderes als "beitragspflichtige Mitgliedschaft", "würdig Begrabenwerden" geht auch ohne kirchlichen Beistand.

Das sollte sich noch mehr herumsprechen. 200 Jahre nach Kant - Bediene dich deines eigenen Verstandes! - wäre es nicht verfrüht.

Beitrag melden
Pepito_Sbazzagutti 29.07.2011, 19:05
43. ....

Zitat von jorusai
dass die Menschen wegen der Missbrauchsfälle austreten und nicht wegen der Märchen, die in der Kirche erzählt werden, die nur ertragbar sind, wenn der gesunde Verstand zu Hause gelassen wird.
Dieser Gedanke beschäftigt mich auch seit geraumer Zeit. Wer glaubt ernsthaft dieses Zeug, das in der Kirche erzählt wird? Ich begreife es einfach nicht.
Grauenhafte Verbrechen - Inquisition, Zwangschristianisierung, Hexenprozesse, Judenpogrome, Folter, Verstümmelung, Mord - werden diese Monstrositäten von "Gläubigen" ausgeblendet, sobald sie eine Kirche betreten?

Beitrag melden
amerzenich 29.07.2011, 19:10
44. Gegensatz

Zitat von daniellaun
Mal ehrlich? Wer geht heute noch in die Kirche? Kaum jemand! Höchstens alte Leute und streng Gläubige gehen noch jeden Sonntag in die Kirche. Das sind fast schon Freaks, besonders die Strenggläubigen. Von mir aus könnte man die Kirchen ganz abschaffen. Wer braucht die heute noch? Außerdem ist die Katholische Kirche doch selbst Schuld am Schlamassel. Würde man endlich mal dieses bescheuerte Zölibat aufheben und sich nicht so wehement gegen Abtreibungen wehren, hätte die Kirche auch wieder mehr Ansehen.
Also eines finde ich richtig: Sich wehement gegen Abtreibungen zu wehren!

Sachliche Infos:
http://www.der-durchblick.de/index.p...der-abtreibung

Googlen sie mal Bilder zu Methoden der Abtreibung

Muss das wirklich sein, oder könnte hier eine Aufklärung stattfinden?

Mahlzeit!

Beitrag melden
elikey01 29.07.2011, 19:10
45. Schon korrekt

Zitat von tsuggitschuggi
... an die Medien und auch Spiegel Online im Speziellen. Ist sicher zu einem guten Teil auch euer Verdienst. Der durchschnttliche Medien-Konsument wird nach der starken medialen Berieselung zum Missbrauchsskandal kaum wissen, dass das Risiko eines sexuellen Mißbrauchs durch katholische Priester drastisch geringer als im gesellschaftlichen Durcschnitt ist. (Hans-Ludwig Kröber, Professor für Forensik, errechnete, dass „nichtzölibatär lebende Männer mit einer 36 Mal höheren Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern als katholische Priester“ werden) Oder anders ausgedrückt: kaum ein Deutscher wird sich darüber im Klaren sein, dass sein Kind viel eher in der Schule, in der Familie oder im Sportverein mißbraucht wird, als in der Kirche. Das ist auch der Verdienst der Medien. Congratulations.
... und den meisten Menschen/Medienkonsumenten ist diese Tatsache durchaus bewusst.

Ein gravierender Unterschied in der Wahrnehmung und "Bewertung" liegt jedoch darin, dass die Kirche einen sehr hohen moralischen und Vertrauensanspruch (bei entsprechenden Verdammnisandrohungen) postuliert.
An diesem Maßstab muss sie sich auch selbst messen lassen.

Unabhängig wie mediale Berichterstatter zur Kirche stehen:
Gerade weil Kirchenvertreter solche Vorkommnisse in ihren Reihen viele Jahre "unter den Teppich kehrten" und ihr vorwiegendes Interesse darin sahen, nichts von den "Sünden" in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, ist es geradezu eine mediale Pflicht, die Öffentlichkeit zu informieren.

Allerdings wäre des öfteren mehr Sachlichkeit angebracht gewesen. Doch bei dem heutigen Konkurrenzkampf würde man ohne "Krawall" kaum jemanden mehr hinterm Ofen vorlocken.

Einschaltquoten und Auflagensteigerungen sind die Götzen der Organisation "Vierte Gewalt im Staate":
"Erst kommt das Fressen, dann die Moral"

Beitrag melden
WernerS 29.07.2011, 19:15
46. erstes missbrauchsopfer

das erste missbrauchsopfer der christlichen kirchen ist jesus. die unterstellung er sei für unsere sünden gestorben, die zwanghafte beschäftigung der kirche mit der sünde, den sündern und den sündenstrafen ist ist so ziemlich genau das gegenteil dessen, was er in seinem leben durch wort und tat verkündet hat. pervers aber einfach ein gutes geschäftsmodell.

Beitrag melden
totalmayhem 29.07.2011, 19:18
47. Unfassbar

Zitat von amerzenich
Der Umgang der katholischen Kirche ist sicherlich kein PR-Desaster oder als dieses zu bezeichnen! Der Umgang der katholischen Kirche mit den Missbrauchsfällen zeigt einmal mehr, das die Kirche von der heiligen Schrift abgerückt und die "Würdenträger" mehr als abgehoben sind!
In der Tat, und ein Einsehen ist nicht erkennbar.

In Irland, wo der Missbrauchskandal eine ganz andere Dimension hat, hielt der Premierminister Enda Kenny kuerzlich eine bemerkenswerte Rede in Bezug auf eine Untersuchung der skandaloesen Vorfaelle in der Diozoese Cloyne (Co. Cork) und attackierte den Vatikan in einer fuer irische Verhaeltnisse unerhoert scharfen Weise:

"The Cloyne Report excavates the dysfunction, disconnection, elitism...the narcissism that dominate the culture of the Vatican to this day".

Und wie reagieren die lokalen kirchlichen Wuerdentraeger? Kenny wurde in einem kirchlichen Gemeindebrief mit "Heil, Herr Kenny" addressiert und mit Adolf Hitler verglichen. Ein anderer Priester nannte den Irischen Justizminister Alan Shatter waehrend der Messe einen "nicht-praktizierenden, juedischen Atheisten" der Boeses im Schilde fuehre... Demut und Zurueckhaltung sehen jedenfalls anders aus.

Und dann wundert sich noch jemand wenn der Kirche die Mitglieder in Scharen davonlaufen?

Beitrag melden
MZiemlich 29.07.2011, 19:18
48. vollkommen richtig

Zitat von jorusai
dass die Menschen wegen der Missbrauchsfälle austreten und nicht wegen der Märchen, die in der Kirche erzählt werden, die nur ertragbar sind, wenn der gesunde Verstand zu Hause gelassen wird.
man stelle sich vor, hier in Bayern hatte ich/hat man Religionsunterricht in der dritten Schulklasse (wegen der Erstkommunion) nicht bei einer Lehrkraft, sondern beim Pfarrer der Gemeinde. Dessen gegen "Null" tendierenden, didaktischen Fähigkeiten ließen ihn freilich von Stunde zu Stunde nur die von Ihnen genannten Geschichten fabulieren. Der einzige ungetaufte Klassenkamerad, durfte nicht mitlernen und wurde die Stunde über mit Malen beschäftigt.

Erlebnisse wie diese (vor allem zusammen mit einem späteren naturwissenschaftlichem Studium) lassen einen doch sehr an der Wahrhaftigkeit des Katholizismus oder Religionen allgemein zweifeln.

Vielleicht sind ja nun wir die glücklichen, die den Anfang des Verfalls dieses 2000-jährigen Trugschlusses der Menschheit (wohl leider nur in Europa) miterleben dürfen.
Die Leistungen im Religionsunterricht hatten natürlich auch keinerlei Einfluss auf den Vorrückungsstatus bezüglich des Klassenziels. Wie sollte man auch in Schulreligion durchfallen?
Als einziges Fach vermutlich nur, indem man zu viele Fragen stellt...

Beitrag melden
waldemar.l. 29.07.2011, 19:22
49. Versuchen Sie...

Zitat von Andro
Die Theologen haben ihr job nicht getan. Es fällt die Kirche auseinander in Deutschland. Anstatt die Lehre Jesus zu forschen haben sich Theologen in nationale Auseinandersetzungen verwickelt und die Entwicklung verschlafen. Nun ist ein verältestes Model des Christentums in deutschen Gemeinden praktiziert und das haltet nicht. Das war aktuell, ist es aber nicht. Jetzt hätte das weiter entwickelt vorhanden, die Theologen und Kirchenleitung irrten sich jedoch in nationalen undurchsichtlichen Brillen herum. Die jenige, die das verstehen und das können, werden gar nicht durch die Theologische Fakultäten auf der deutschen UNIs passieren gelassen. Sie werden exmatrikuliert. Zu einem tun das die jüdisch geprägte Lehrende, mit ihrem Herauswerfen, zu anderem haben die christliche Theologen nicht das Sagen an den Fakultäten der christlicher Theologie.(wie net). Kurz gefasst - Christentum ist mehr als die christliche Theologie das hier erarbeitet hat. Das ist auch etwas anderes als die national geprägte Theologen sich vorstellen. In der kirchlichen Praxis ist überhaupt Nationalismus auf der Tagesordnung. Deutsche Theologie hat das nicht geschaft. So schnell werden sie das auch nicht. Gut das es auch Süd-Ost-Europa, englischer Welt und Russland gibt. Deutsche wissen gar nicht so richtig wohin sich Christentum richtet. Und eine Frage - ob jemand wirklich glaubt, dass deutsche Beamten nicht wussten, dass katholische Pastoren Kinder im großen Stil missbrauchen? Jederman hier, der über 40 ist, weißt wie Deutschland gemacht worden ist. Das ist einfach unmöglich, dass so etwas nicht gesteuert, geschweigen von beobachtet worden war. Wie Straus den Kopf in den Sand zu verstecken hilft hier nicht. Man muss erlich sein und das System verurteilen. Wir brauchen doch nicht phädophile Beamten die in der Kirche operieren. Das kann die Kirche in Deutschland retten. Christentum bleibt hier so wie so irgend wie. Es gibt doch christliche Zuwanderer, die nicht vergiftet sind.
...das ganze so zu formulieren das es verstanden wird und lassen sie dir Hetze gegen die Juden heraus.

Beitrag melden
Seite 5 von 53
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!