Forum: Panorama
Nach Schlägen bei Demo: Berliner Polizist fliegt aus seiner Einheit

Er bleibt im Dienst, muss aber seine Einheit verlassen: Die Polizei in Berlin hat erste Disziplinarmaßnahmen gegen den Beamten getroffen, der einen Radfahrer prügelte. In einem Schreiben, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, wirft das Opfer der Polizei vor, den Ablauf der Ereignisse vertuschen zu wollen.

Seite 1 von 28
Gebetsmühle 14.09.2009, 18:43
1. raus!

Zitat von sysop
Er bleibt im Dienst, muss aber seine Einheit verlassen: Die Polizei in Berlin hat erste Disziplinarmaßnahmen gegen den Beamten getroffen, der einen Radfahrer prügelte. In einem Schreiben, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, wirft das Opfer der Polizei vor, den Ablauf der Ereignisse vertuschen zu wollen.
das reicht nicht. der polizist ist fristlos aus dem polizeidienst zu entfernen. in einem rechtsstaat geht es so nicht. offensichtlich wurde ja ein fehlverhalten eindeutig erkannt, sonst gäbe es auch keine disziplinarmaßnahmen. daraus sind nun aber auch die konsequenzen zu ziehen. außerdem ist ein strafverfahren einzuleiten. schläger im dienst, welches argument hat man dann noch gegen u-bahn-schläger?

Beitrag melden
Moewi 14.09.2009, 18:57
2. Nachdenklich

Zitat von sysop
Er bleibt im Dienst, muss aber seine Einheit verlassen: Die Polizei in Berlin hat erste Disziplinarmaßnahmen gegen den Beamten getroffen, der einen Radfahrer prügelte. In einem Schreiben, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, wirft das Opfer der Polizei vor, den Ablauf der Ereignisse vertuschen zu wollen.
Hoffentlich bekommt er zunächst einmal einen Schreibtischplatz ohne jeden "Kundenkontakt" - da man eben noch in den Ermittlungen steckt. Wiederholungsgefahr nicht ausgeschlossen. Suspendierung bis zur Klärung wäre aber angemessener und nachvollziehbarer gewesen.

Beitrag melden
Beobachter123 14.09.2009, 18:58
3. Auch nur ein Mensch

Guten Abend die Herren,

zunächst einmal möchte ich meinen Vorrednern in einigen Punkten Recht geben. Gewalt ist keine Lösung und körperliche Unversehrtheit ist ein hohes Rechtsgut.

Dennoch erschließt sich mir der Aufschrei der Internetgemeinschaft nicht. Ist es nicht durchaus versändlich das ein Beamter (ja auch die sollen ja bekanntlich Menschen sein) nach einem stundenlangen Einsatz auch einmal falsch und unangemessen reagiert?

Wo bleibt der Aufschrei wenn tagtäglich Polizisten durch Flaschen und Pflastersteinwürfe verletzt werden? Polizisten die Grundrechte wie Meinungsfreiheit beschützen, auch wenn sie Privat z.B. rechtes Gedankengut verachten oder auch nur sinnlos gegen gewaltberauschte Hooligans verheizt werden.

Gerade liberale und linksgerichtete Parteien fordern eine Reduzierung des Polizeiapperats und eine Kürzung der Gelder für innere Sicherheit.

Auf der anderen Seite wird aber auch von einem Polizisten erwartet, nach kostengünsiger Ausbildung, zu einem kleinen Gehalt unfehlbar zu arbeiten.

Leider wird ein Bericht wie dieser hier auf Spiegel.de von vielen Menschen unreflektiert in das eigene Meinungsbild übernommen. Genau das hat sich jedoch in der Vergangenheit als sehr gefährlich erwiesen.

Bilden Sie sich bitte keine vorschnelle Meinung, sondern bedenken Sie das es sich bei dem Video nur um einen Blickwinkel handelt.

Letztendlich spiegeln auch heute noch die Presseartikel die politische Einstellung des Redakteurs und der Redaktion wieder.

Morgen hilft ihnen vielleicht gerade der gleiche Polizist ihre vermisste demenzkranke alte Mutter wieder zu finden.

Beitrag melden
egomeabsolvo 14.09.2009, 18:58
4. Charakterlich ungeeignet!

Dieser Straftäter ist charakterlich ungeeignet für den Polizeidienst. Seine "Kollegen", die gaffend herumstehen und ihn nicht zurückhalten, ebenfalls!

Beitrag melden
PromotorFidei 14.09.2009, 19:11
5. @Beobachter123

Nein, es ist nicht verständlich wenn ein Beamter überreagiert.

Polizeibeamte werden ausgebildet für solche Situationen. Hier stand eine Gruppe von trainierten Polizeibeamten einem Hänfling gegenüber, der weder bewaffnet war noch sich sonst bedrohlich verhalten hat. Selbst wenn er gepöbelt hätte, ist eine solch gewalttätige Reaktion unangemessen.

Mal angenommen, die Einsatzgruppe hätte einen Grund den Mann vorläufig festzunehmen und er hätte sich körperlich gewehrt. Dann hätten zwei von den Beamten ihn festhalten und "sanft" abtransportieren können. Entsprechende Techniken sind Teil der Ausbildung. Hier stand eine ganze Einsatzgruppe gegen einen, von Notwehr oder Gefahr im Verzug kann keine Rede sein.

Polizisten, die so leicht die Nerven verlieren, gehören nicht in den Dienst.

Beitrag melden
snBandit 14.09.2009, 19:20
6. So ist das nunmal!

Und nun wundert sich noch einer, warum die Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen werden??? Das Video auf HupeTube haben auch schon 200000 gesehen! Wieviele von denen, werden statistisch gesehen das nächste Mal (wieder) einen Stein in die Hand nehmen???

Beitrag melden
bürger mr 14.09.2009, 19:22
7. ?????

Zitat von Moewi
Hoffentlich bekommt er zunächst einmal einen Schreibtischplatz ohne jeden "Kundenkontakt" - da man eben noch in den Ermittlungen steckt. Wiederholungsgefahr nicht ausgeschlossen. Suspendierung bis zur Klärung wäre aber angemessener und nachvollziehbarer gewesen.
Für mich gibt es gar keine Alternative zu einer Suspendierung, nach positiver Klärung soll ein Beamter
dann ja auch selbstverständlich wieder in Amt und Würden
stehen, im Negativen Fall soll er sich beim Arbeitsamt
hinten anstellen.
Ich finde solche Dinge werden von Amts wegen immer etwas
unter den Tisch gekehrt, was natürlich nicht sein darf,
da dieser Mensch ja von uns allen bezahlt wird.
Auf dem freien Markt würde dieser Mensch nicht so weich
gepolstert fallen .

Beitrag melden
Jochen Kauz 14.09.2009, 19:29
8. Bitte nicht

Zitat von Beobachter123
Morgen hilft ihnen vielleicht gerade der gleiche Polizist ihre vermisste demenzkranke alte Mutter wieder zu finden.
Ich würde doch drum bitten das meine demenzkranke alte Mutter nicht so gerettet wird, das könnte ihren Tot bedeuten.

Nein im Ernst, es mag zwar sein das die Polizeibeamten schon stundenlang dort rumgelaufen sind, eine Rechtfertigung und Entschuldigung ist es nicht.

Mal davon abgesehen, wer hat die Mittel für die Polizei so drastisch gekürzt?

Beitrag melden
spiegeldich 14.09.2009, 19:30
9. Radfahrer von hinten ergriffen?

Zitat von Beobachter123
Guten Abend die Herren, ... Bilden Sie sich bitte keine vorschnelle Meinung, sondern bedenken Sie das es sich bei dem Video nur um einen Blickwinkel handelt.
Genau wegen Ihrem letzten Absatz habe ich mir gestern das Video mehrmals angesehen. Dabei bin ich zu keiner abschließenden Erkenntnis gelangt. Ob der Radfahrer im Weggehen noch provoziert hat, ist möglich. Der Schlag ins Gesicht ist wohl erkennbar.

Warum ein anderer sich noch durch diese Menge im Hautkontakt drücken musste und sich eine etwas blutige Nase holte, ist nicht zu sehen gewesen.

Aber die Erklärung, die lt. Spon vom Radfahrer schriftlich vorliegt er sei "von hinten von einem Polizeibeamten" ergriffen worden" habe ich gestern im Video anders gesehen. Da wurde er von vorne ergriffen.

Und das letztgenannte macht mich stutzig.

Beitrag melden
Seite 1 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!