Forum: Panorama
Nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?

Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime. Zeigen radikale Thesen eine fatale Wirkung? Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?

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Benjamin1965 28.08.2010, 10:32
1. Nun ja

Zitat von sysop
Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime. Zeigen radikale Thesen eine fatale Wirkung? Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
Ich glaube eher, dass die Feindlichkeit gegenueber Leuten zunimmt, die sich nicht in dieses Land integrieren wollen. Deutschland braucht keine lebenslangen Sozialleistungsempfaenger, die ungebildet sind und z.B. weder Deutsch noch Englisch lesen udn schreiben oder grundsaetzlich rechnen koennen. Leider wollen sich viele Muslime einfach nicht integrieren. Sie halten die Deutschen sogar fuer Weicheier, weil sie sich das alles so gefallen lassen.

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Bert2501 28.08.2010, 10:33
2. Nein

Die Islamfeindlichkeit nimmt nicht zu, sondern
a) das Selbstbewusstsein der Bevölkerung, seine Meinung offen zu sagen, ohne gleich Angst davor zu haben, als Nazi beschimpft zu werden.
b) die kritische Haltung jedweder Gruppierung gegenüber, egal ob Religion oder Nation, die unsere Freiheit und Sicherheit, die Säulen unserer demokratischen Grundordnung gefährden und unsere Lebensweise ablehnen.
c) das Bewusstsein, dass unser "Reichtum" nur eine Illusion ist. Wir haben Schulden bis über beide Ohren, und somit nichts zu verschenken an Menschen, die unser soziales Netz ausnützen.
d) die Dummheit und/oder mangelhafte Bildung und das fehlende Interesse der jungen Generation, etwas daran zu ändern. Das muss man leider jeden Tag aufs Neue feststellen. Das betrifft aber auch, jedoch nicht in so großem Maße wie bei manchen anderen Nationalitäten, die deutsche Jugend.

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Moralinsaurer 28.08.2010, 10:49
3. Sicher nimmt die zu,

man muss sie aber anders interpretieren:
Islamfeindlichkeit ist die Feindlichkeit des Islam gegen die europäischen christlichen Gesellschaften.

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MonaM 28.08.2010, 10:55
4. Es kommt darauf an

Zitat von sysop
Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime.
Das scheint mir eine ganz natürliche Konsequenz der Tatsache zu sein, dass sich ein Teil der in D lebenden Muslime am deutlichsten von der autochthon-deutschen Mehrheitsbevölkerung unterscheidet, d.h. als eigene Gruppe erkennbar ist und sich auch bewusst abgrenzt (Stichwort: Parallelgesellschaft).
Warum wohl gibt es keine Diskussion um die - sagen wir - Vietnamesen- oder Japaner-Integration in D?

Zitat von sysop
Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
Nein. Der Vorwurf der generellen Islamfeindlichkeit ist wie jeder Pauschalvorwurf falsch. Liberal und demokratisch orientierte Muslime haben auch im säkularen Europa keine Probleme.
Was es gibt ist allerdings ein Grundmisstrauen gegenüber allen Gruppen, die demonstrativ archaische Denk- und Lebensweisen praktizieren und sich offensichtlich nicht in die moderne, westlich-demokratische Gesellschaft, in der sie leben, integrieren wollen. Feindschaft gegenüber einem archaisch-fundamentalistischen Islam, der z.B. die Menschenrechte nicht anerkennt und Frauen benachteiligt, ist legitim.

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TC Matic 28.08.2010, 11:10
5.

Zitat von sysop
Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime. Zeigen radikale Thesen eine fatale Wirkung? Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
Nur in Deutschland?

In ganz Europa bilden sich Fronten gegen eine Religionsgesellschaft, die sich die nichtislamische Gesellschaft (und davon eine nicht unerhebliche Anzahl an Atheisten) durch das massive Vorpreschen des Islam ausbreiten sieht.

(Islamisch-)Religiöse "Vorschriften" haben bereits in weiten Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten (werden vehement von den Islam-Verbänden eingefordert und von den verantwortlichen Politikern vorbehaltlos zugestanden) und beeinträchtigen nicht unerheblich die bisher religionsfreie Lebensführung eines großen Teils der Bevölkerung.

Das massiv-auffällige Hineindrängen von Religiosität in die Öffentlichkeit wird als aufdringliche Frömmelei empfunden, die in die privaten Räumlichkeiten oder die entsprechenden religiösen Stätten gehört.

In Schulen sind nichtislamische Schüler einem Spießrutenlaufen ausgesetzt ( siehe http://www.zitty.de/magazin-berlin/63190/ und viele andere Quellen).

Der Islam wurde von (den) Politikern für unantastbar erklärt, die "restliche" Bevölkerung dazu verdonnert, sich der Etablierung islamischer "Eigenheiten" widerstanslos zu beugen, anderenfalls sie zu rassisten und fremdenfeinde erklärt (kriminalisiert) wird.

Die Menschen haben die Nase voll von grundgesetzwidriger Bevorzugung einer bestimmten Personengruppe.

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Leitkultur2 28.08.2010, 11:44
6. Fremdenfeindlich

Nö, die Islamfeindlichkeit nimmt nicht zu. Die Fremdenfeindlichkeit war nie weg - sie wird nur wieder lauter und deutlicher artikuliert.

Dass seit einem Jahrzehnt der Boden dafür vorbeireitet wurde, ist klar erkennbar gewesen.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben: wir sind dabei für unsere Freunde Fluchten und Schlupfwinkel zu organisieren, falls der Mob wirklich wieder wüten sollte.

Zitat von sysop
Die Diskussion um Ausländer-Integration fokussiert sich immer häufiger auf die Gruppe der Muslime. Zeigen radikale Thesen eine fatale Wirkung? Nimmt dadurch die generelle Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?

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Schweigbrecher 28.08.2010, 11:59
7. Mindestens entschiedene Ablehnung

Ob wir es bereits durchgängig mit "Islamfeindlichkeit" zu tun haben will ich nicht beurteilen aber mindestens entschiedene Ablehnung ist in immer mehr europäischen Ländern zu beobachten. - Und das begrüße ich außerordendlich.

Jede Form totalitärer Gesinnungen hat in modernen, aufgeklärten Gesellschaften keine Existenzberechtigung mehr, auch nicht wenn es sich dabei um "Religionen" handelt. Es hat lange genug gedauert bis zumindest ein Teil der Menschheit sich von diesen und anderen Unterdrückungsmechanismen befreit hat.

Hoffentlich schafft der Rest der Menschheit das auch noch irgendwann...

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MonaM 28.08.2010, 12:18
8. Probleme endlich angehen

Zitat von Leitkultur2
wir sind dabei für unsere Freunde Fluchten und Schlupfwinkel zu organisieren, falls der Mob wirklich wieder wüten sollte.
Gerade um zu verhindern, dass sich "der Mob" irgendwann in Bewegung setzt, hat die Politik, aber auch die gesamte Gesellschaft die Pflicht, akute Probleme offen zu benennen und unverzüglich nach Lösungen zu suchen. Fachleute wie die kürzlich verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig oder der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky machten/machen das seit Jahren und sind die einsamen Rufer in der Wüste, deren Warnungen niemand zuhört und erst recht keine Taten folgen lässt. Aus Feigheit? Aus Ignoranz?

Wir sollten uns nicht vor dem "Mob" fürchten, sondern vor unserer eigenen Ignoranz und Untätigkeit.

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kdshp 28.08.2010, 12:19
9.

Nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland zu?
Hallo,

man könnte auch fragen:
Nimmt die Deutschlandfeindlichkeit im Islam zu? Also bei denen die hier leben!

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