Forum: Panorama
Notre-Dame: Deutschland könnte Eichenholz für Wiederaufbau liefern
Ludovic Marin/AFP

Eine deutsche Expertin hat die Verwüstung in Notre-Dame inspiziert: "Grauenhaft" sehe es im Innern der Kathedrale aus, Pfeiler seien "bröselig wie Zucker". Es gibt Ideen, wie sich Deutschland beim Wiederaufbau beteiligen könnte.

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spmc-12355639674612 02.05.2019, 11:52
30. Haben wir in Deutschland

denn eine ausreichende Anzahl gut gelagerter Eichenstämme mit den benötigten Dimensionen überhaupt? Oder müssen wir dafür erst einen älteren Eichenwald fällen? Ich denke, unter 2-3 Jahren Lagerung kommt man nicht hin.

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emil7685 02.05.2019, 11:57
31.

Ich finde es wirklich schlimm dass man ständig über Natur-, Arten- und Umweltschutz daherredet aber dann tausende uralte Bäume schlagen will um dieses kostbare Holz dann in einem Dachstuhl zu versenken den niemand sieht und der auch mit modernen Materialien gebaut werden könnte. Irgendwie ist das absurd.

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Duracellhase 02.05.2019, 12:07
32. @konterspieler no. 16

"Und da Deutschland in dieser Technik International führend ist, wäre auch dies die angemessene Hilfe aus Deutschland: diese modernen Stahlträger Frankreich bei Bedarf zur Verfügung zu stellen."
Deutschland oder in Deutschland ansässige Firmen. Sinn macht lediglich letzteres, der Staat produziert keine Stahlträger. Firmen gehören allerdings privaten Anteilseignern. Diese dürfen selbst entscheiden ob sie etwas spenden oder nicht.
Humanitäre Hilfe an Staaten, die selbst nicht leistungsfähig genug sind, gerne. Als Steuerzahler würde ich es aber ablehnen, dass aus der Staatskasse der Wiederaufbau von abgebrannten Gebäuden mitfinanziert wird. Das können die Franzosen auch selbst. Davon abgesehen war der Schaden hoffentlich versichert.

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Hirschkuh 48 02.05.2019, 12:16
33. Unser

Fachwerkhaus wäre mit deutscher Eiche nicht nachbaubar... aber der Dachstuhl von Notre Dame?
ich durfte das Haus nicht mal höher versichern, um den Wiederaufbau eines Denkmales abzusichern.
Es gibt sicher leichtere und auch leichter zu beschaffende Baustoffe dafür. Ich dachte, die Moderne solle auch Einzug im Wiederaufbau erhalten. Wer hat nochmal die Kuppel des Reichstages entworfen?

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drehtuere 02.05.2019, 12:16
34.

Zitat von Psychotic
Eichenholz für den Dachstuhl erneut zu verwenden zeugt nur von fehlender Sachkenntnis, heute gibts weitaus bessere Materialien die zudem auch noch nicht wie Zunder brennen, wie eben Eichenholz gerade wenn es älter und damit trockener wird.
Hätte Sie den Artikel und die Fotostrecke gelesen, dann wüssten Sie, dass Sie derjenige OHNE Sachkenntnis sind:

"Was wäre aus Sicht des Experten Zehetner sicherer - eine Stahl- oder eine Holzkonstruktion für das Dach? "Bei Holz kann man im Brandfall recht gut abschätzen, wie lange es braucht, bis das wegbrennt. Stahl hingegen, der so stark erhitzt wird, kann aber in Sekundenschnelle einknicken, weil er dann weich wird", sagt der Dombaumeister. "Es ist also nicht so, dass Stahl vor allen Gefahren schützen würde.""

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spmc-12355639674612 02.05.2019, 12:28
35. Versicherung staatlicher Gebäude und Einrichtungen

Zitat von Duracellhase
"Und da Deutschland in dieser Technik International führend ist, wäre auch dies die angemessene Hilfe aus Deutschland: diese modernen Stahlträger Frankreich bei Bedarf zur Verfügung zu stellen." Deutschland oder in Deutschland ansässige Firmen. Sinn macht lediglich letzteres, der Staat produziert keine Stahlträger. Firmen gehören allerdings privaten Anteilseignern. Diese dürfen selbst entscheiden ob sie etwas spenden oder nicht. Humanitäre Hilfe an Staaten, die selbst nicht leistungsfähig genug sind, gerne. Als Steuerzahler würde ich es aber ablehnen, dass aus der Staatskasse der Wiederaufbau von abgebrannten Gebäuden mitfinanziert wird. Das können die Franzosen auch selbst. Davon abgesehen war der Schaden hoffentlich versichert.
Ich weiß zwar nicht, wie es in Frankreich aussieht, aber bei uns unterliegen staatliche Gebäude und Einrichtungen (und Notre-Dame gehört dem Staat) i. d. R. dem "Selbstversicherungsgrundsatz" (https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstversicherung). Das Problem ist wohl auch nicht, dass Frankreich die Arbeiten nicht bezahlen könnte, sondern dass man zuerst die notwendigen Materialien und Arbeitskräfte für einen originalgetreuen Wiederaufbau (wie auch immer der aussähe) zusammensuchen muss. Und an diesem Punkt kommen deutsche Eichen ins Spiel.

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descartes 02.05.2019, 12:31
36.

Zitat von kolappps
überall vorne dran mit der Meinung der Besserwisser. Wo sollen bei uns 1000 alte Eichen geschlagen werden, nur um einen Dachstuhl zu bauen, den nie einer sieht? Vielleicht in 100 Jahren mal ein Schildchen am Altar, welche guten "christlichen" Politiker den Dachstuhl gestiftet haben. Diese Leute sollten sich lieber um BER und S21 kümmern und dazu ihren unsinnigen Senf abliefern.
Mit Eichen, die Sie jetzt erst schlagen würden, könnten Sie sicher nicht helfen ;-)

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susuki 02.05.2019, 12:34
37. Quer denken...

... wenn man auf einem alten Lager eine Konzerthalle bauen kann...

... kann man auf einer Kathedrale ein Museum bauen.

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Frietjoff 02.05.2019, 12:38
38.

Zitat von shiral
Frankreich besitzt selbst große, staatliche Eichenwälder!
Doitsche Oichen nurrr fürrrr doitsche Körrrrchen!!!

Echt jetzt? Da hat wieder einer nicht verstanden, dass wir in Europa leben.

(Ja klar, ob man überhaupt Holz nehmen sollte, steht auf einem ganz anderen Blatt.)

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Frietjoff 02.05.2019, 12:41
39.

Zitat von spmc-12355639674612
Ich denke, unter 2-3 Jahren Lagerung kommt man nicht hin.
Das wäre ja nun das geringste Problem. Es wird ohnehin ein paar Jahre dauern, bis mit dem Bau des permanenten Dachstuhls begonnen werden kann. Jetzt sind erst mal Bestandsaufnahme & -sicherung und jede Menge Planung dran.

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