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NSU-Prozess: Gutachter halten Videoübertragung für unzulässig
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Die Vergabe der Presseplätze beim NSU-Prozess entwickelt sich für das Oberlandesgericht München zum Alptraum. Pannen reihen sich aneinander, ausgeschlossene Medien prüfen Klagen.

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2hus 02.05.2013, 11:09
1. dt. Presse

Ich weiß gar nicht, warum so viele dt. Journalisten bei dem Prozess sein müssen, wg. der gleichgeschalteten Medien in Dt. schreiben doch sowieso alle das Gleiche.

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na,na,na 02.05.2013, 11:20
2. Macht endlich mal Schluß mit dem Kaspertheater.

Das was hier abgezogen wird, entspricht doch gar nicht mehr einer sachlichen Gerichtsverhandlung, da wird doch schon im Vorfeld darauf spekuliert, mediengeil die eventuelle Verurteilung der noch als unbescholten geltenden Angeklagten auszuschlachten und mit Schadenfreude zu reagieren. Meine Meinung, die gesamte Verhandlung sollte unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden.

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eigene_meinung 02.05.2013, 11:21
3. fehlende Information

Wer hat das Gutachten erstellt? Was hat die Übertragung in einen anderen Raum mit Menschenwürde zu tun?

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mundi 02.05.2013, 11:23
4. Es war schon immer so

Elektronische Übertragung in einen anderen Raum kann mitgeschnitten und missbraucht werden. Deshalb ist sie auch verboten.

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chemnitz 02.05.2013, 11:27
5. bei der Tragweite

des Prozesses sind die Plätze für etwaige Medien sicher viel zu wenig. Das hätte man sich sicher vorher ausrechnen können. Alles was jetzt noch getan wurde und noch getan wird ist einfach nur peinliche Kosmetik.

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sirlordgraham 02.05.2013, 11:34
6. Nur noch mal kurz zur Erinnerung...

.. dies ist ein Strafgerichtsprozess, der als wesentliche Motivation die Rechtsfindung bzw. die Strafbemessung eines Straftäters hat. Das ist kein Rockkonzert wo man rummault, wenn die Karten schon ausverkauft waren oder Szenekneipe, wo sich Leute mit dem Türsteher anlegen, weil ihn ihre Nase nicht passt und sie deshalb vor der Tür sitzen!

Es gibt in Deutschland nunmal Gesetze und Bestimmungen darüber wie ein ordentlicher Prozess abzulaufen hat. Das ist ein wichtiger Pfeiler des Rechtsstaates und läßt nicht mal eben dehnen und biegen, wenn ein einigen nicht passt. Vor allem dann nicht, wenn dadurch auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass das Verfahren im Nachgang anfechtbar wird. Denn auch darüber würden sich die Medien (im In- wie Ausland) kräftig das Maul zerreissen.

Also liebe Medien, lasst endlich das Gericht seine Arbeit machen und akzeptiert, wenn ihr nicht aus der Lostrommel gezogen worden seid.

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mundi 02.05.2013, 11:38
7. Die Relativität

Zitat von sirlordgraham
.. dies ist ein Strafgerichtsprozess, der als wesentliche Motivation die Rechtsfindung bzw. die Strafbemessung eines Straftäters hat. Das ist kein Rockkonzert wo man rummault, wenn die Karten schon ausverkauft waren oder Szenekneipe, wo sich Leute mit dem Türsteher anlegen, weil ihn ihre Nase nicht passt und sie deshalb vor der Tür sitzen! Es gibt in Deutschland nunmal Gesetze und Bestimmungen darüber wie ein ordentlicher Prozess abzulaufen hat. Das ist ein wichtiger Pfeiler des Rechtsstaates und läßt nicht mal eben dehnen und biegen, wenn ein einigen nicht passt. Vor allem dann nicht, wenn dadurch auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass das Verfahren im Nachgang anfechtbar wird. Denn auch darüber würden sich die Medien (im In- wie Ausland) kräftig das Maul zerreissen. Also liebe Medien, lasst endlich das Gericht seine Arbeit machen und akzeptiert, wenn ihr nicht aus der Lostrommel gezogen worden seid.
Die selben Medien, die mit Argusaugen gen Osten schauen, ob dort die Gerichte unabhängig sind und keinem Druck ausgesetzt werden.

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Bauer 02.05.2013, 11:39
8. Menschenwürde

Finde ich schon interessant, dass hier Leute fragen, was die Übertragung in einen anderen Raum mit Menschenwürde zu tun hat. Es sollte doch offensichtlich sein. Ein nicht verurteilter (und somit vor dem Gesetz noch unschuldiger) Mensch hat ein Recht darauf, dass er während einer Gerichtsverhandlung nicht beliebig zur Schau gestellt wird, und die Übertragung in einen Raum zu Menschen, die der Angeklagte selbst nicht sehen kann, ist eine solche Zurschaustellung.

Leider wurde das deutsche Verständnis von "Menschenwürde" da wahrscheinlich durch die Praktiken der Gerichte in den USA aufgeweicht, wo das Interesse der Öffentlichkeit über die Menschenwürde des Angeklagten gestellt wird. Vielleicht sollte man öfters mal auf den Artikel 1 unseres Grundgesetzes hinweisen und auch ein wenig stolz auf diesen Artikel sein, der in dieser Form z.B. in der von den Amerikanern so innig geliebten US-Verfassung nirgendwo auftaucht. Es ist meine Meinung, dass es sehr viel über eine Gesellschaft sagt, wie sie mit potentiellen Mördern und Terroristen umgeht.

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superglue 02.05.2013, 11:49
9. Wussten Sie eigentlich

Zitat von mundi
Elektronische Übertragung in einen anderen Raum kann mitgeschnitten und missbraucht werden. Deshalb ist sie auch verboten.
dass es Kameras IM Gerichtssaal geben wird, die die Gesichter der Zeugen und Angeklagten auf Leinwände im Saal übertragen werden, damit alle Nebenkläger die Möglichkeit erhalten, diese zu beobachten. Der Saal und die Sitzanordnung lassen es nämlich nicht zu, dass die Nebenkläger Beate Zschäpe und die übrigen Angeklagten direkt ins Gesicht sehen können.

Aus diesem Grund hat man sich zu der technischen Lösung entschlossen. (So wird das heutzutage schon bei jedem größeren Konzert gemacht, dam alle Zuschauer besser sehen können...)

Wie man sieht: Das Gericht sieht keine Gefahr einer Aufzeichnung bei diesem Verfahren, weigert sich aber, eine zusätzliche Leinwand in einen unmittelbar angrenzenden Saal aufzustellen.

Seltsam, nicht wahr?!

Seltsam ist auch, warum auf einmal möglich ist, was das OLG im ersten Verfahren GRUNDSÄTZLICH ausgeschlossen hatte:
Nämlich der Platztausch. Als im ersten Verfahren bestimmte Journalisten den türkischen Medienvertretern eigene Plätze anbieten wollte, hat das OLG das untersagt.......Jetzt ist das auf einmal ohne rechtliche Bedenken möglich.

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