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NSU-Untersuchungsausschuss in Thüringen: Linke, SPD und Grüne fordern neue Fehlerkult
Martin Schutt/ dpa

Justiz und Polizei werden im Abschlussbericht des Thüringer NSU-Untersuchungsausschusses kritisiert. Thüringens Ministerpräsident fordert weitere Aufklärung.

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Anandamid 30.09.2019, 18:57
1. Vermutlich sind die Rechtsextremisten

...bei ihrem „Marsch durch die Institutionen“ hier in D. schon viel weiter gekommen -und gut getarnt- als man zugeben will. Vielleicht waren sie auch nie wirklich verschwunden. Deswegen die hochnotpeinliche Geheimhaltung, Verschleierung und erschreckende Passivität der Ermittlungsbehörden, die ansonsten ja überflüssig wäre. Soweit die Logik.

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draco2007 30.09.2019, 19:16
2.

Zitat von Anandamid
...bei ihrem „Marsch durch die Institutionen“ hier in D. schon viel weiter gekommen -und gut getarnt- als man zugeben will.
Herrn Maaßen schon vergessen? Willfähiger Helfer der Nazis....

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andylaine 30.09.2019, 19:17
3. Der Chef

Fragen Sie den damaligen obersten Verfassungsschützer warum er die Akten schreddern lies. Sie wissen, wen ich meine. Er weiss alles.

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Sensør 30.09.2019, 19:53
4. Die Ermittler schlampten?

Im Gegenteil, der NSU wurde von den Behörden gedeckt. Eines darf man den Verantwortlichen nicht vorwerfen: fehlende Effizienz.

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KlausMeier 30.09.2019, 20:19
5. Also nach meinen Informationen ist der Polizei nichts vorzuwerfen

Die haben anständig ermittelt. Es war der Verfassungsschutz, der diese Terroristen vor dem Zugriff der Polizei geschützt hat. Es war der Verfassungsschutz, der bei den Morden anwesend war. Es waren die Nebenkläger, die im Prozess gegen Beate Zschäpe bemängelt haben, dass dieser Beitrag nie aufgeklärt wurde.

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joernthein 30.09.2019, 20:38
6. Weiter so?

.. " politisch motivierte Straftäter nehmen weiterhin Bezug auf die Mordserie des NSU" .. Soll es so weiter gehen? Ist es immer noch opportun und geduldet, offensiv gegen Humanismus und Menschrechte vorzugehen (aus eigener Verachtung gegenüber Andersdenkenkenen zu töten und einzuschüchtern). Das dagegen Sein, solcher Zustände muss doch der Exikutive selbstverständlich sein.

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interessierter Laie 30.09.2019, 21:00
7. bei aller Tragik...

Polizisten sind Menschen. Menschen arbeiten, indem sie Erfahrungen auf neue Fälle übertragen. Bei weit über 90 Prozent aller Morde besteht zwischen Opfer und Mörder eine oftmals sogar enge Beziehung. Bei politischen Attentaten ist das nicht der Fall, aber da die Taten ja gerade die Aufmerksamkeit auf die politischen Ziele lenken sollen, bekennt sich die Gruppe zumeist dazu. Und bei Triebtätern findet man oft eine erkennbare Handschrift in der Ausführung, so dass man eine Zusammengehörigkeit der Taten erkennt. Wenn das alles nicht gegeben ist, gibt es scheinbar keinen Anlass, Informationen auszutauschen. Man hat jeden Fall als Einzeltat betrachtet. Das war der Fehler. Es war menschliches Versagen, es waren auch Fehler im System, aber der Grund war schlicht: Weder Systeme noch Ermittler waren auf diese Art von Verbrechen vorbereitet, weil es sie bis dahin nie gegeben hat.

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joernthein 30.09.2019, 21:19
8. @ spon

Was ist eigentlich eine "Fehlerkultur"? Oder gar eine "neue Fehlerkultur" im Zusammenhang mit den (nur?) bisher getöteten Menschen. Im Bericht geht es sicherlich um Fehler, die von der Polizei und vom Verfassungsschutz begangen wurden (Man könnte denken, mit Billigung von Judikative und Legeslative). Ist das Kultur?

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joernthein 30.09.2019, 21:46
9. @ interresierter Laie

... "weil es sie bisher nicht gegeben hat" ... Wir leben nicht in Zeiten der Dorfpolizei. Die Profis haben versagt. Sie waren blind - vielleicht auch vom VS blind gehalten. Bei objektiver Betrachtung der gesellschaftlichen Zustände (professionelles Vorgehen) hätten die Ermittler durchaus auf die Überlegung kommen können, das es hier nicht um - vorurteilsgeladene - Drogengeschäfte geht. Es gab keine belegbaren Hinweise auf einen bundesweiten (türkischen) Drogenhandel. Nur ein fest gefügtes Vorurteil. Profis? Nö.

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