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Obdachlose Familien: "Wir möchten eine einfache Wohnung, ein normales Leben"
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Sie schlafen in Parks, Abbruchhäusern oder Autos: In Deutschland leben Tausende Familien mit Kindern ohne Wohnung. In Berlin bietet die Unterkunft Nostel Hilfe. Ein Besuch.

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faunsilen 21.12.2017, 11:36
1. Alle Jahre wieder...

...werden zu Weihnachten die Armen und Obdachlosen wiederentdeckt! Es ist schon deutsche, von Politik und saturierter Gesellschaft gelebte Tradition, sich einmal zum Feste um das ungeliebte Thema zu bemühen, das sonst gerne unter den Teppich gekehrt wird: 13 Mio Arme in Deutschland sind nicht nur zu Weihnachten mehr als ein Riesenproblem!! Gelinde gesagt eine Schande, eine Riesensauerei und ein NoGo im reichen Deutschland. Aber wenn es nicht mal die SPD nach mehreren Anläufen schafft, das Thema "Armut in Deutschland" ins Sondierungsprogramm aufzunehmen und stattdessen lieber einen Geschäftsführer mit Kompetenz in "Digitalisierung" beruft, zeichnet sich ja schon ab, dass das auch in den nächsten Jahren so weitergeht: Die Armen in Deutschland haben keine Lobby, weil es die Masse der Habenden, Politiktreibenden und Schreibenden schlicht nicht interessiert.

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Bürger Icks 21.12.2017, 11:50
2. Fast!

Zitat von faunsilen
Die Armen in Deutschland haben keine Lobby, weil es die Masse der Habenden, Politiktreibenden und Schreibenden schlicht nicht interessiert.
Ich glaube so wäre es ganz richtig:
Die Armen in Deutschland haben keine Lobby, weil sie kein Geld zum Lobbyieren haben! Und wer kein Geld hat, der interessiert hier halt einfach nicht.

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m.gu 21.12.2017, 11:55
3. Die Hauptschuld für diese Zustände tragen eindeutig die Politiker in

unserem Land. An 1. Stelle die Politiker der CDU/CSU, sie sind gegen Mindestrenten, sie sind gegen Bürgerversicherungen für gesetzliche Kranken- und Rentenversicherungen und sind gegen einen Mindestlohn von dem Menschen nach Mietzahlung noch leben können. Beispiel Renten, siehe Quelle: "Deutsche Renten am niedrigsten in ganz Europa." Vor allem Frauen erhalten in D. Renten zwischen 403 - 700 Euro im Monat. Mir namentlich dutzende bekannt. Von diesem Geld kann kein Mensch leben, wer einen vollen Magen haben will spart an der Mietzahlung und auch am Strom. Die Folgen sind klar, Verlust der Wohnung. Hier sind wir Spitzenreiter in Europa, siehe Quelle: "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." Es werden immer mehr durch eine soziale Ungerechtigkeit der Verantwortlichen in der Politik.

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mein1.BeitragJUHU 21.12.2017, 11:55
4. dem ersten kommentar

ist nichts hinzuzufügen. Außer: warum erscheinen solche Beiträge nicht viel häufiger, sondern (gefühlt) nur zur Weihnachtszeit? Drei Beiträge weniger zu den Püpsen, die Herr Trump täglich auf Twitter los lässt tun uns nicht weh. Dafür die Zeit lieber in Beiträge investieren, die zeigen welche Probleme es hier lokal gibt, und ggfs. auch aufzeigen, was jeder Einzelne tun kann, damit es betroffenen Menschen besser geht. Danke!

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realitätssprecher 21.12.2017, 12:10
5.

"Wir haben offene Grenzen und freuen uns, wenn aus Polen, Rumänien oder Bulgarien ausgebildete Ärzte, Ingenieure oder Altenpfleger kommen. Aber arme Menschen ohne Ausbildung wollen wir hier letztlich nicht haben. Das ist Rosinenpickerei, das finde ich menschlich schäbig", sagt Vesligaj.


"It's just obvious you can't have free immigration and a welfare state"
Milton Friedman, aber was weiß der schon.

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Botox 21.12.2017, 12:13
6. Und die Medien.......

Wenn ich mir die Tageschau oder hier den Spiegel lese, steht der Börsen Bericht täglich an erster Stelle und kein "WehWehschen" der Wirtschaft bleibt unerwähnt.
Politik und auch die Medien schauen den "Abstieg der Bürger" nur zu oder kommt nur einmal im Quartal in der Statistik vor.
Gerecht wäre es, wenn neben jeden Börsenbericht auch Regelmässig die Armut Tabelle daneben gesetzt wird. Dann ist man zur Weihnachtzeit auch nicht mehr Überrascht, wie die Realität tatsächlich aussieht.

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rocky_heike 21.12.2017, 12:32
7.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn man sich nicht nur auf die Arbeitslosenstatistik fokussieren würde. Auch eine Statistik, die z.B. angibt, wie viele Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben können und was das heißt, z.B. wohnungslos zu sein, stünde unserer politischen Klasse gut zu Gesicht. Oder eher eben nicht.

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geirröd 21.12.2017, 12:41
8. Habe ich nicht unlängst gelesen....

...dass deutschlandweit Überkapazitäten an nicht mehr genutzten Wohncontainern vorhanden sind? Wäre das nicht ein erster Schritt?
Dann muss der Fokus in erster Linie wieder auf ausreichend verfügbaren Wohnraum gelegt werden.

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m.gu 21.12.2017, 12:42
9. Ihren Beitrag kann ich nur voll unterstützen. Doch es sind nicht

Zitat von faunsilen
...werden zu Weihnachten die Armen und Obdachlosen wiederentdeckt! Es ist schon deutsche, von Politik und saturierter Gesellschaft gelebte Tradition, sich einmal zum Feste um das ungeliebte Thema zu bemühen, das sonst gerne unter den Teppich gekehrt wird: 13 Mio Arme in Deutschland sind nicht nur zu Weihnachten mehr als ein Riesenproblem!! Gelinde gesagt eine Schande, eine Riesensauerei und ein NoGo im reichen Deutschland. Aber wenn es nicht mal die SPD nach mehreren Anläufen schafft, das Thema "Armut in Deutschland" ins Sondierungsprogramm aufzunehmen und stattdessen lieber einen Geschäftsführer mit Kompetenz in "Digitalisierung" beruft, zeichnet sich ja schon ab, dass das auch in den nächsten Jahren so weitergeht: Die Armen in Deutschland haben keine Lobby, weil es die Masse der Habenden, Politiktreibenden und Schreibenden schlicht nicht interessiert.
13 Millionen Arme in D. sondern bereits ca. 18 Millionen Menschen die unter 1 036 im Monat für Mietzahlung und zum Leben an Geld nur monatlich haben. Undenkbar in unseren westlichen Nachbarstaaten wie Österreich, Schweiz, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark u.a. wo jeder Rentner, jeder Bedürftige Minimum von 1 000 Euro im Monat und mehr zum Leben nach Abzug der Mietzahlung erhält. Obdachlose gibt es in D. ca. 370 000, in Österreich (Einw. ca. 8,5 Millionen) nur ca 12 000, in den Niederlanden ca. 31 000 (Einwohnerzahl ca 19 Millionen), Norwegen ca. 5 200 usw. Es ist eindeutig schon an den Zahlen zu erkennen, inzwischen in D. ca. 850 000 Deutsche ohne Wohnung, dass die Politiker in unserem Land, vor allem die CDU/CSU und FDP (vertreten nur die Vermögenden und die Mittelschicht) die Hauptschuld tragen. Sie schreiben, dass die SPD in mehreren Anläufen es nicht geschafft hat die soziale Ungerechtigkeit bzw. die Armut zu bekämpfen. Teilweise richtig, auch bestätigt von Frau Schwesig der SPD am 07.12.17 in der Fernsehsendung Quelle: "Maybritt Illner zur GroKo.", dass die Politiker der CDU/CSU sämtliche Vorschläge wie Mindestrente von 850 Euro im Monat für jeden, die Bürgerversicherung für die gesetzliche Krankenversicherung u.a. abgelehnt haben. Bestätigt auch an jenem Abend von Herrn Söder im Fernsehen. Trotzdem haben ca. 33% der Wähler bei der letzten Wahl diese Parteien gewählt. Für mich nicht nachvollziehbar, da vor allem diese Parteien in den letzten 8 Jahren nichts auch wirklich nichts für die unteren Bevölkerungsschichten getan haben.

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