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Oberleitungsgefahr bei Zugunfällen: Wenn der Notarzt warten muss
DPA

Beim Zugunfall in Meerbusch konnten Retter Verletzen im Zug lange nicht helfen, weil von der Oberleitung Gefahr ausging. Nun gibt es Kritik am Notfallmanagement der Bahn - nicht das erste Mal.

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bold_ 12.12.2017, 15:30
1. Kann man nicht einzelne Streckenabschnitte

selektiv abschalten?

Wenn sich darauf außer dem verunglückten Zug noch weitere Züge befinden, kann man doch dafür sorgen, daß die so schnell wie möglich in den nächsten Bahnhof fahren, an dem die Fahrgästen in Busse umsteigen können.

Natürlich können diese Busse nicht aus dem Hut gezaubert werden, aber solche Verzögerungen könnten doch vermieden werden, oder?
Außerdem stehen in Kasernen solche Busse sich die Räder platt - die kann man auch einsetzen in solchen Fällen.

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cokommentator 12.12.2017, 15:32
2. Nur so zum Einstieg in das Bahnbashing

Es handelt sich bei dem Begriff "die/der Bahn" im Artikel um zwei verschiedene Gesellschaften. Die eine, die die Trasse zur Verfügung stellt und die andere, die den Zug betreibt. Und die wäre es gewesen, die den Unfallort hätte definieren müssen. Allerdings hat der Triebfahrzeugführer vermutlich etwas anderes als vorrangig angesehen und ist vermutlich auch nicht darauf geschult worden. Vermutlich ist er auch nicht von der Leitstelle gefragt worden. Ist ja ein Zug, den muß man doch sehen...

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Lankoron 12.12.2017, 15:39
3. Tja....

billig, billiger, am billigsten. Wohin das führt, sieht man ja. Vllt. sollte die Bahn das auch noch privatisieren, das hat sie doch sonst mit allen Kostenträgern gemacht. Warum bietet die Bahn nicht entsprechende Kurse für die Feuerwehren an? Und ich wette, solche Notfallmanager müssen extra alarmiert werden und werden nicht standardmässig über die Notfallzentralen alarmiert?

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ich001 12.12.2017, 15:41
4. Klagen

Man sollte doch als Betroffener den Betreiber bei solchen (Lebens-)gefährlichen Misszuständen verklagen können, dann würden diese auch beseitigt. Dazu braucht es ja nicht gleich US-Rechtsverhälntnisse aber ein bisschen Pflicht zur Verantwortungsübernahme wäre schon gut.

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fht 12.12.2017, 15:46
5. Steinzeit-Technik

Wenn ich höre, was bezüglich Brandschutz an - sicher sinnvollem - Aufwand betrieben werden muss - aber dort müssen meist andere bezahlen. Bei der bundeseigenen Firma Bahn kann man dann ja großzügiger sein.

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touri 12.12.2017, 15:58
6.

Ich bin jetzt kein E-Techniker, aber hängt jede Oberleitung nicht an einer Sicherung, die man im Zweifelsfall trennen kann?
Und kann man die Oberleitung nicht, mit entsprechendem Werkzeug, einfach kappen, um den betroffenen Bereich Stromfrei zu kriegen?

Auch finde ich es wirklich befremdlich, wenn die Bahn nicht genau weis wo ihre Züge stecken. Haben die kein GPS für die Fernüberwachung? So wie heutzutage jeder halbwegs moderne LKW?

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excedrin 12.12.2017, 16:07
7.

Es heißt Freischalten und Erden. Und die Spannungsfreiheit muss geprüft werden.Sollte die Oberleitung noch unter Spannung stehen werde ich keine Erdungsstange einhängen.

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Plasmabruzzler 12.12.2017, 16:15
8.

Ohne Fahrleitung (bedeutet z.B. Stromschiene oder dieselgetriebene Züge) gäbe es solche Probleme nicht. Auch nicht solche Probleme, bei denen ein umgestürzter Baum die Fahrleitung herunterreißt und erst mit beliebig viel Aufwand die Stelle geräumt werden und die Fahrleitung neu montiert werden muss.

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wanderarbeiter 12.12.2017, 16:25
9.

Ich kann mich noch erinnern, dass früher in Meerbusch Osterath, also da wo jetzt der Unfall passiert ist, Erdungssangen außen am Stellwerk hingen und mir dann vorgestellt, was man damit für einen Blödsinn veranstalten könnte. Die hängen jetzt nicht mehr und anscheinend sind sie gar nicht mehr da.
Die Feuerwehr in Meerbusch ist nur wenige 100 m von der Unfallstelle entfern und wahrscheinlich ziemlich früh vor Ort. Die wissen auch wie man da hin kommt, aber an der Strecke ist natürlich alles Dunkel. wenn die Bahn aber anscheine gar nicht weiß, woe ganeu ihre Zuge fahren, sltten sie mal technisch aufrüsten. Dann wäre dieser Unfall gar nicht passiert.
Ich möchte mir gar nicht ausdenken, wenn der Güterzug einer der vielen Chemietransporte gewesen wäre, die sondern noch sehr häufig diese Strecke befahren.

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