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Opfer der G20-Randale: Gruppentherapie in der Sternschanze
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Das Auto abgefackelt, der Laden geplündert: Im Schanzenviertel will die Hamburger Polizei Opfern der G20-Randale helfen. Doch nicht nur die haben Redebedarf - Wut und Enttäuschung der Anwohner sind riesig.

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lalefe 11.07.2017, 07:46
10. Nein, das ist nicht der gleiche Andreas

Ich bitte hier die Autoren des Spiegel zu differenzieren zwischen Andreas Beuth (Anwalt) und Andreas Blechschmidt (einer der Sprecher der Roten Flora), der hier wohl gemeint war.

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Max Super-Powers 11.07.2017, 07:58
11.

Ich verstehe durchaus, dass die Leute im Schanzenvierten wütend sind. Mitleid kann ich dennoch keines empfinden. Die Schanze ist seit jeher tiefrot und ich behaupte mal, dass viele, die es am Wochenende traf, ansonsten zumindest stumme Zustimmung hegen, wenn es anderswo "die Bonzen" trifft.

Es ist euer Viertel, jetzt habt Ihr mal gesehen, wie es ist, wenn man von Linksautonomen zum Ziel erklärt wird. Denn wer in deren Augen angriffswürdig ist, ist jeder, der nicht in den gleichen irren Schemata denkt.

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ex rostocker 11.07.2017, 08:05
12. Schadenfreude !

Als Rostocker kann ich eine gewisse Schadenfreude nicht verhehlen. Beim Nennen meiner Heimatstadt schlägt mir immer wieder entgegen: "Ach, da, wo die schlimmen ausländerfeindlichen Krawalle waren!" Ich werde immer wieder dafür mit verantwortlich gemacht, obwohl ich damals noch ein Schulkind war. Jetzt wird es den Gutmenschen aus dem Schanzenviertel so ergehen, für Jahrzehnte !

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freeride4ever 11.07.2017, 08:07
13.

Zitat von ir²
... Die Gefahr für die Einsatzkräfte sei zu groß gewesen. Auf den Dächern und Gerüsten hätten Menschen gestanden, die mit Molotowcocktails und Steinen geworfen hätten. .... Das kann man nicht so stehen lassen! Der Staat reklamiert das gewaltmonopol für sich, dann müssen die Staatsdiener dieses auch - wenn nötig unter Einsatz ihres Lebens - durchsetzen! Der Bürger darf sich nicht bewaffnen, dafür garantiert die bewaffnete Staatsmacht seine Sicherheit; das ist der Gesellschaftsvertrag. Die Bürger der Willkür eines Mobs aussetzen, weil das Vorgehen gegen diesen Mob für die Beamten zu gefährlich ist?? Geht nicht! Wer Polizist wird muss das als Teil seines Berufes akzeptieren, ansonsten soll er (oder Sie) besser Postzusteller werden.
Klar "unter Einsatz ihres Lebens" Gegenstände schützen... Was für ein Unsinn. Ein Auto kann ersetzt werden ein Polizistenleben nicht! Das verhalten der Polizei war absolut richtig. Schauen Sie sich das Video an, dass die Irren auf dem Hausdach mit Molotowcocktails zeigt, die sie auf die Polizisten bzw. den Wasserwerfer schmeissen. Wie ignorant kann man sein hier zu fordern, dass sich die Polizei doch wegen Sachschäden abfackeln lassen soll. Ja, das SEK Kommando hätte schneller da sein müssen, aber das ist ein anderes Thema.

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Thomas Kossatz 11.07.2017, 08:12
14. Wer hatte nun Recht?

Es stände der Presse gut an, ihre eigene Vorberichterstattung kritisch zu beleuchten. Und auch die Wortwahl der Nachberichterstattung gehört auf den Prüfstand.

Die Polizei hat nicht versagt (=eigenes Verschulden), sie wurde trotz Massenaufgebot überfordert. Schupos sind keine Soldaten im Bürgerkrieg. Ausbildung, Ausstattung und öffentliche Rückendeckung für einen Einsatz dieser Art fehlen. Wir haben keine "riot police", die zur Not das Leben eines Chaoten riskiert. Wäre einer dieser Leute, die Menschen in lebende Fackeln verwandeln wollen getötet worden, man hätte ihn zum Benno Ohnesorg des 21. Jahrhunderts erklärt.

Teile der Schanzenszene werden die Geister nicht mehr los, die sie gerufen haben. Die gleichen, die noch wenige Tage vor den Chaostagen der Polizei "Panikmache" unterstellten und die Absicht, das Demonstrationsrecht auszuhebeln, beklagen heute die fehlende Hilfe der Polizei. Vor Tische las man's anders. Es ging aber nicht um das Demonstrationsrecht, das stand nicht zur Disposition, wie friedliche Demos am gleichen Tag und in der gleichen Stadt zeigten. Es ging um organisierten Landfriedensbruch, versuchten Mord, schwere Sachbeschädigung und einen weiteren bunten Strauß schwerer Straftaten. Es gab nicht "Ausschreitungen am Rande der Demonstration", sondern Demonstrationen am Rande der Auschreitungen.

Eine Gruppe von vielleicht 5-10.000 Kriminellen hat sich zur Begehung schwerer Straftaten verabredet.

Diese kriminelle Vereinigung wurde von Veranstaltern, linker Szene im Viertel und begleitender Journaille mit geradezu kindlicher Naivität Unterschätzt. Ein Beispiel journalitischer Arglosigkeit ist der "Livestream" einer alternativen Pressekonferenz, ohne jede journalistische Begleitung und Einordnung. So macht man sich zum Sprachrohr, statt zum kritischen Begleiter in der Demokratie.

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Aberlour A ' Bunadh 11.07.2017, 08:13
15. O.K. Passt schon?

Zitat von newliberal
nachtragend sein, ein bisschen Anarchie in Germany. Wen wählt man denn so im Schanzenviertel ? Wie gewählt, so geliefert. Bitte nicht rumheulen und nach dem "Scheisstaat" krähen wenn die eigene Karre abgefackelt wurde. Wenn "Bonzenkarren" abgefackelt werden ist das ja immer O.K. Passt schon, hat die Richtigen getroffen. Mein Mitleid hält sich in ganz engen Grenzen....
Im Schanzenviertel wählt man in der Mehrheit im Sinne der 100.000 friedlichen Demonstranten während des G20-Gipfels, die keiner Fliege etwas zuleide getan haben. Ihr verräterischer Kommentar beweist nur, wes Geistes Kind Sie sind. Erbärmlich.

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tiit 11.07.2017, 08:26
16. Hier irgendetwas zu relativieren

ist falsch!
Diesem randalierenden Mob irgendeine politische Motivation zu unterstellen, das auch noch "Protest" zu nennen, ist dumm, naiv und ignorant.
Diese Randalierer sind nichts anderes als die Hooligans bei den Fußballspielen, die nicht wegen des Fußballs zum Stadion kommen, sondern, weil sie "Action" haben wollen.
Das sind "Berufs- Randalierer" ohne politische Motivation, sondern einfach nur Kriminelle.
Und diverse Politiker der Linken Partei (Ex- SED) und Grünen reden von Grundrechten und geben der Polizei die Schuld. Zumindest im Vorfeld von G20. Komischerweise sind genau diese Links- und Grün- Politker zur Zeit ziemlich leise und abgetaucht. Wo ist den Frau Wagenknecht jetzt? Herr Trittin? Schweigen.
Ja, und natürlich hat die Polizei schuld!
Glaubt jemand, das es einen Polizisten gibt, der es "geil" findet mit Ziegelsteinen, Gehwegplatten und Molows beworfen zu werden?
Da hilft auch keine Deeskalation. Die Leute wollen es so und lassen sich nicht "deeskalieren".

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ir² 11.07.2017, 08:51
17.

Zitat von freeride4ever
Klar "unter Einsatz ihres Lebens" Gegenstände schützen... Was für ein Unsinn. Ein Auto kann ersetzt werden ein Polizistenleben nicht! Das verhalten der Polizei war absolut richtig. Schauen Sie sich das Video an, dass die Irren auf dem Hausdach mit Molotowcocktails zeigt, die sie auf die Polizisten bzw. den Wasserwerfer schmeissen. Wie ignorant kann man sein hier zu fordern, dass sich die Polizei doch wegen Sachschäden abfackeln lassen soll. Ja, das SEK Kommando hätte schneller da sein müssen, aber das ist ein anderes Thema.
Dass es in so einer Situation nur bei Sachschäden bleibt, weiß man immer nur nachher! Wenn Irre Brandflaschen werfen muss die Polizei vor Ort eingreifen. Jeder Polizist hat eine Dienstwaffe und es waren ja nicht ein paar Streifenwagenbesatzungen sondern bewaffnete Hundertschaften die da standen. Wenn es jetzt für diese zu gefährlich wird, was sollen denn die unbeteiligten Bewohner denken???

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troy_mcclure 11.07.2017, 10:18
18. Schwarz/weiß ist so schön einfach

Zitat von newliberal
Wer wird denn hier so nachtragend sein, ein bisschen Anarchie in Germany. Wen wählt man denn so im Schanzenviertel ? Wie gewählt, so geliefert. Bitte nicht rumheulen und nach dem "Scheisstaat" krähen wenn die eigene Karre abgefackelt wurde. Wenn "Bonzenkarren" abgefackelt werden ist das ja immer O.K. Passt schon, hat die Richtigen getroffen. Mein Mitleid hält sich in ganz engen Grenzen....
Hm, dass im Schanzenviertel auch ganz normale Menschen leben kommt ihnen nicht in den Sinn?
Kleiner Tipp:
Auf der Reeperbahn wohnen auch nicht nur Prostituierte.

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