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Papstkritiker Tzscheetzsch: "Eine schöne Show, mehr nicht"

Er ist Katholik, Querdenker und war Professor der Theologie: Werner Tzscheetzsch hat Kirchengeschichte geschrieben, als er sich auf eigenen Wunsch die Lehrbefugnis entziehen ließ. Für ihn ist die Deutschlandreise des Papstes vor allem eins - eine perfekte Inszenierung.

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gerda 2 25.09.2011, 10:49
1. Ökumene - ein brutal ernstes Thema

Zitat von sysop
Er ist Katholik, Querdenker und war Professor der Theologie: Werner Tzscheetzsch hat Kirchengeschichte geschrieben, als er sich auf eigenen Wunsch die Lehrbefugnis entziehen ließ. Für ihn ist die Deutschlandreise des Papstes vor allem eins - eine perfekte Inszenierung.
Wenn Prof. Tzscheetzsch Religion für etwas "brutal Ernstes" hält, wieso glaubt er dann, daß sich die Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen so einfach vom Tisch wischen liessen. Gerade weil es nicht beliebig ist, ob Frauen das Priesteramt bekleiden oder protestantische Ehegatten am katholischen Abendmahl teilnehmen dürfen, darf die Theologie nicht leichtfertig, quasi aus einer übermütigen Festtagsstimmung heraus, alle Zäune niederreissen.

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niepmann 25.09.2011, 10:52
2. Zustimmung

Zitat von sysop
Er ist Katholik, Querdenker und war Professor der Theologie: Werner Tzscheetzsch hat Kirchengeschichte geschrieben, als er sich auf eigenen Wunsch die Lehrbefugnis entziehen ließ. Für ihn ist die Deutschlandreise des Papstes vor allem eins - eine perfekte Inszenierung.
Eine Papst-Show - so habe ich das auch wahrgenommen.
Es war eine Marketing-Kampagne.
Wer nun daran geglaubt hatte, der Papst wäre mit Geschenken gekommen, ist ein Träumer. Die alten Männer aus dem Vatikan geben keinen Fussbreit Boden preis. Freiwillig nicht.
Und der deutsche Papst wird sich nicht in die Nesseln setzen, sollte er je von Reformideen geplagt werden.

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willem.fart 25.09.2011, 10:54
3. Wieder einer

der sich über die Wirkung von Symbolen und symbolischen Handlungen im menschlichen Leben täuscht und nie den spirituellen Gehalt der christlichen Lehre ernst genommen hat.

Der lebte nur von seinem Einkommen als Universitätsprofessor allein und konnte so seinen Studenten nie etwas wesentliches beibringen. Die meisten sog. Querdenkern sind nichts anderes als profilierungssüchtige Querulanten.

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molesman 25.09.2011, 10:57
4. Mit den Wölfen heulen...

...genau das muss man in einer Zeit in der jeder Käse verkauft werden kann, wenn nur die Show stimmt. Still und ehrwürdig kann man heute gar nichts mehr durchführen wenn es denn auch ziehen soll. Ich sage nicht dass die Kriche Unsinn ist, Sie muss sichb aber besagter Mittel bedienen, die die Medien vorgeben. Inszenieren ist heute Pflicht, leider. Wo findet man denn heute noch etwas echtes was nicht gefaked ist oder sich verstellt. Selbst in Bezeiehungen wird getäuscht und falsch gespielt. Keiner will sein Gesicht verlieren und aus Angst davor wird gleich ein anderes aufgesetzt. Traurig aber wahr. Dabei streben wir insgeheim sicher nach dem echten und puren. Nur lassen wir uns halt dann doch vom gescripteten Tschinderassabumm ablenken.

Ich bin katholisch, habe aber meine eigene Art die Dinge zu sehen die auch dem Papst nicht gefallen würde: Dennoch halte ich etwas von der Institution und würde mir Wünschen Sie hätte die Power sich nicht inzwischen nach allen Seiten die Hälser zu verrenken im Kampf gt anzukomen. Demnächst wird dann jeder Kardinal noch mit IPAD ausgestattet, weil man hofft so die junge Generation wieder an sich zu ziehen.

Nicht mehr Schein als Sein, aber ganz anders. Aber nur so hat man in unserer übersättigten Zeit wohl überhaupt eine Chance gehört oder gesehen zu werden. Die leisen Töne klingen meist besser, werden aber überhört.

Irgendwann wird aber so eine Zeit wieder kommen. Ich freu mich drauf.

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regula2 25.09.2011, 10:58
5. Armutszeugnis

Es ist bedauerlich und bedrückend, dass ein intellektueller Papst nicht willens oder unfähig ist, sich öffentlich sachlich mit dem Rationalismus auseinanderzusetzen.

Stattdessen stopft er einfach Gemütern mit seiner banalen Forderung: Glaubt nur schön fest, dann wird alles gut !
wie Weihnachtsgänse.

An wen sollen die denn glauben und warum ? An einen Gott, den es nicht gibt oder der weder der Welt noch seiner Kirche hilft ?

Alles nur Kirchensteuer-Mummenschanz, sonst nichts !

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doc 123 25.09.2011, 11:01
6. Abstolute Zustimmung!

Zitat von sysop
Er ist Katholik, Querdenker und war Professor der Theologie: Werner Tzscheetzsch hat Kirchengeschichte geschrieben, als er sich auf eigenen Wunsch die Lehrbefugnis entziehen ließ. Für ihn ist die Deutschlandreise des Papstes vor allem eins - eine perfekte Inszenierung.
"Bald nicht mehr. Die Frage nach Gott sei generell so wichtig, aber in der Kirche nicht so aufgehoben, wie er es sich vorstellt. Auszutreten sei folglich der letzte Schritt, um den großen Schnitt zu machen. Aber er betet weiterhin..."

Absolut konsequenzt und folgerichtig. Es kann doch wohl kaum diesem "merkwürdigen" Papst, zu dessen praktischen Gottesbezug man rein gar nichts erfahren hat - ganz im Gegenteil z.B. zu einem Johannes Paul II. - die Deutungshoheit überlassen werden, die in einem allenfalls für den normalen Gläubigen vollständig unverständlichen theoretischen Konstrukt besteht.

Letztlich bleibt dait, bei einer seit der französischen Revolution stattgefundenen Trennung von Staat und Kirche/Religion, absolut unverständlich, dass man aus einer Kirche austreten MUSS, die zudem erst über entsprechende staatliche Organe über die Gelder ihrer "Gläubigen" verfügen kann, als die Möglichkeit zu bekommen, FREIWILLIG in diese einzutreten.

Wenn an jedoch sieht, dass selbst zu einem Papstbesuch, Katholiken aus ganz Deutschland "zusammengekarrt" werde müssen, um auf eine ordentliche Zahl von wenigen Zehntausend zu kommen, sieht man doch erst wie diese kirchlichen Organisationen in Deutschland abgewirtschaftet haben.

Die grundsätzliche Befreiung der Zahlung von Kirchensteuer scheint mir dabei doch die einzig logische Konsequenz zu sein!

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raka 25.09.2011, 11:04
7. .

Zitat von sysop
(...) Werner Tzscheetzsch (...)
Who, t.f., is Werner Tzscheetzsch?
Egal. Hauptsache er kann etwas gegen den Papst vorbringen.

Und in der übernächsten Woche ist wieder Adolf Hitler auf dem SPIEGEL-Titel ...

:D

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gerda 2 25.09.2011, 11:09
8. Inszenierung

Zitat von molesman
...genau das muss man in einer Zeit in der jeder Käse verkauft werden kann, wenn nur die Show stimmt. Still und ehrwürdig kann man heute gar nichts mehr durchführen wenn es denn auch ziehen soll. Ich sage nicht dass die Kriche Unsinn ist, Sie muss sichb aber besagter Mittel bedienen, die die Medien vorgeben. Inszenieren ist heute Pflicht, leider. Wo findet man denn heute noch etwas echtes was nicht gefaked ist oder sich verstellt. Selbst in Bezeiehungen wird getäuscht und falsch gespielt. Keiner will sein Gesicht verlieren und aus Angst davor wird gleich ein anderes aufgesetzt. Traurig aber wahr. Dabei streben wir insgeheim sicher nach dem echten und puren. Nur lassen wir uns halt dann doch vom gescripteten Tschinderassabumm ablenken. Ich bin katholisch, habe aber meine eigene Art die Dinge zu sehen die auch dem Papst nicht gefallen würde: Dennoch halte ich etwas von der Institution und würde mir Wünschen Sie hätte die Power sich nicht inzwischen nach allen Seiten die Hälser zu verrenken im Kampf gt anzukomen. Demnächst wird dann jeder Kardinal noch mit IPAD ausgestattet, weil man hofft so die junge Generation wieder an sich zu ziehen. Nicht mehr Schein als Sein, aber ganz anders. Aber nur so hat man in unserer übersättigten Zeit wohl überhaupt eine Chance gehört oder gesehen zu werden. Die leisen Töne klingen meist besser, werden aber überhört. Irgendwann wird aber so eine Zeit wieder kommen. Ich freu mich drauf.
Der Sinn für Inszenierung hat in der katholischen Kirche eine lange, ich würde sagen: ehrwürdige Tradition. Ich kann nichts falsch daran finden, wenn sich Päpste wie Johannes Paul II oder Benedikt XVI mit meisterhafter Virtusität der modernen Medien bedienen, um die Heils-Botschaft Christi unter den Menschen zu verkünden.

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forkeltiface 25.09.2011, 11:12
9. Das Problem für Tzscheetzsch:

Er kommt in dieser "Inszenierung" überhaupt nicht vor. Das muss Tzscheetzsch ändern und sich als "Querdenker" inszenieren, wo er doch sonst nirgendwo mitzureden hat. Welch armseliger Versuch, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Aber in Deutschland hat er damit offenbar auch einen gewissen Erfolg, was an sich schon sehr bedenklich erscheint. Notabene: Für das Land.

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