Forum: Panorama
Pariser Kathedrale: Brand in Notre-Dame "vollkommen unter Kontrolle"
Zakaria ABDELKAFI/AFP

Viele Stunden schlugen Flammen aus dem Dachstuhl der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Lange war unklar, ob das Bauwerk zu retten ist. Präsident Macron hat den Wiederaufbau versprochen. Der aktuelle Überblick.

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Trierweiler 16.04.2019, 09:58
10.

Gestern die Tagesschau 20:00 Uhr war der Hammer.
Erst ein Mehrere Minuten langer Bericht über Die Anklageerhebung gegen Winterkorn, dann wurde über das Urteil Für ganze 60.000 Wähler berichtet, die nunmehr auf Antrag wählen dürfen. Danach circa 1 Minute über Notre-Dame. Dann ging es irgendwie weiter. Bildungsmisere ist in den öffrecht Redaktionen angekommen...

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The Restless 16.04.2019, 10:00
11.

Zitat von mg0031
// Auf Flugzeuge, die Wasser auf das Gebäude abwerfen, verzichte man aber. Dies könne zum Einsturz des gesamten Gebäudes führen. Damit bezogen sich die Einsatzkräfte auf einen Tweet des US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte vorgeschlagen, Löschflugzeuge einzusetzen.// Wenn man sieht wie hoch die Feuerwehr mit den Teleskopleitern tatsächlich nur gekommen ist und wie mickrig dann die tatsächliche Löschwassermenge war, fragt man sich schon warum man dort nicht gezielt mit Hubschraubern Löschwasser abwerfen konnte. Klar Löschwasser macht ach viel kaputt aber verbrannt ist halt verbrannt.
Weil man über dem Dach mit einem Hubschrauber nicht sicher manövrieren kann, so lange es turbulente Aufwinde gibt. Man kann also nicht mal eben herunterkommen und 'zielen', wenn man das Wasser ablässt. Aus größerer Höhe und weitgehend ungezielt würde das tonnenschwere Wasser durch das Dach schlagen. Ein Gebäudebrand ist halt kein Waldbrand, auch wenn Herrn Trump der Unterschied entfallen sein mag.

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Sueme 16.04.2019, 10:00
12.

Zitat von mg0031
// Auf Flugzeuge, die Wasser auf das Gebäude abwerfen, verzichte man aber. Dies könne zum Einsturz des gesamten Gebäudes führen. Damit bezogen sich die Einsatzkräfte auf einen Tweet des US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte vorgeschlagen, Löschflugzeuge einzusetzen.// Wenn man sieht wie hoch die Feuerwehr mit den Teleskopleitern tatsächlich nur gekommen ist und wie mickrig dann die tatsächliche Löschwassermenge war, fragt man sich schon warum man dort nicht gezielt mit Hubschraubern Löschwasser abwerfen konnte. Klar Löschwasser macht ach viel kaputt aber verbrannt ist halt verbrannt.
Vermutlich weil 1000L+ Wasser die auf einmal auf ein schon desolates Dach fallen dieses auch völlig zum Einsturz bringen können.
Und wenn das Dach dann komplett zusammenfällt die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist das auch die Außenmauern wegbrechen. Ich vermute mal das die Verantwortlichen der Feuerwehren vor Ort sicherlich einen bessern Überblick über die Situation hatten, sowie über besseres Verständnis von Statik verfügen wie etwaige Leute mit schlauen Vorschlägen vor einer Tastatur.

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simie 16.04.2019, 10:00
13.

Zitat von mg0031
Wenn man sieht wie hoch die Feuerwehr mit den Teleskopleitern tatsächlich nur gekommen ist und wie mickrig dann die tatsächliche Löschwassermenge war, fragt man sich schon warum man dort nicht gezielt mit Hubschraubern Löschwasser abwerfen konnte. Klar Löschwasser macht ach viel kaputt aber verbrannt ist halt verbrannt.
Das Dach ist verbrannt. Jedoch konnte wohl das Gewölbe gerettet werden. Wenn man nun große Mengen Wasser aus Löschhubschraubern auf den Brandherd abgelassen hätte, wäre es wohl zum Einsturz gekommen und der Schaden wäre um ein Vielfaches vergrößert wurden.

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Haarfoen 16.04.2019, 10:02
14. Bonne chance!

Als Architekt war ich tief erschüttert, diesen Brand sehen zu müssen. Diese wunderbare Kathedrale der französischen Gotik, eine faszinierende und bautechnische Meisterleistung der Altvorderen, ein Sinnbild für den Geist Europas und unsere kulturelle Identität. Ich wünsche den französischen Kollegen eine glückliche Hand und gutes Gelingen bei dem folgenden mühsamen Wiederaufbau. Ich bin mir sicher, dass es viele Spenden und freiwillige Helfer geben wird, auch aus Deutschland. Was für eine Tragödie.

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Ontologix II 16.04.2019, 10:04
15. Wenig Sachverstand bei der Berichterstattung

Immer wieder konnte man hören, der Kirchturm sei eingestürzt. Eine gotische Kathedrale hat meist einen Vierungsturm, der über der Stelle steht, an der sich Längs- und Querschiff kreuzen, und der stürzte ein.

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lumisohjo 16.04.2019, 10:17
16. @mg0031

Weil die Wucht von Tonnen von Wasser aus der Höhe abgeworfen (Helikopfer kann ja aufgrund von Hitze und Rauchbildung auch nicht so dicht ranfliegen) nicht nur den Dachstuhl zerstört hätten, sonst höchstwahrscheinlich auch die jahrhundertealten Gemäuer, die durch die Hitzeentwicklung eh schon fragiler sind.

Die Feuerwehr war in der Lage, mit ihrer "mickrigen Löschwassermenge" das Feuer zu kontrollieren, sodass in der Zwischenzeit Kunstschätze gerettet werden konnten. Kippt man einfach Wassermassen durch den brennenden Dachstuhl, wären diese zerstört/schwer beschädigt worden. Der Dachstuhl wäre so oder so nicht zu retten gewesen, entweder abgebrannt oder/und durch Wassermassen eingedrückt.

Und letztendlich waren 400 Feuerwehrleute im Einsatz (dazu zu Beginn noch tausende Touristen und Anwohner). Die müssen alle erst evakuiert werden, um zu vermeiden, dass diese versehentlich getroffen werden. Das ist kein brennender Wald in der einsamen Pampa, sondern dicht besiedeltes Gebiet.

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M. Vikings 16.04.2019, 10:22
17. Viel hilf viel?

Zitat von mg0031
// Auf Flugzeuge, die Wasser auf das Gebäude abwerfen, verzichte man aber. Dies könne zum Einsturz des gesamten Gebäudes führen. Damit bezogen sich die Einsatzkräfte auf einen Tweet des US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte vorgeschlagen, Löschflugzeuge einzusetzen.// Wenn man sieht wie hoch die Feuerwehr mit den Teleskopleitern tatsächlich nur gekommen ist und wie mickrig dann die tatsächliche Löschwassermenge war, fragt man sich schon warum man dort nicht gezielt mit Hubschraubern Löschwasser abwerfen konnte. Klar Löschwasser macht ach viel kaputt aber verbrannt ist halt verbrannt.
Nicht immer.
Im Fundament und im Mauerwerk ist Tuffgestein verbaut.
Das saugt das Wasser auf wie ein Schwamm.
Eine derartige Vorgehensweise
hätte die Struktur der Kathedrale zerstört.
Es ging gestern nicht ums schnelle löschen des Brandes,
dafür war es schon zu spät,
es ging um die Eindämmung des Brandes,
bei gleichzeitigem Erhalt der Struktur.

Für solche Bauwerke gibt es bei den Feuerwehren
individuelle Notfallpläne und Übungen,
die wissen sehr genau was sie tun.

Der Trottel aus den USA
hätte auch in diesem Fall besser seinen Mund gehalten.

Und für die Leute die gleich wieder über die GEZ jammern.

Die Feuerwehren in Deutschland suchen ständig Personal.
Da sitzt Ihr in der ersten Reihe,
nicht bei den Privaten,
die über Stunden Eure niedrigsten Instinkte befriedigen.

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Little_Nemo 16.04.2019, 10:45
18. Gescheitelte Existenz im Weißen Haus

Zitat von lumisohjo
Weil die Wucht von Tonnen von Wasser aus der Höhe abgeworfen (Helikopfer kann ja aufgrund von Hitze und Rauchbildung auch nicht so dicht ranfliegen) nicht nur den Dachstuhl zerstört hätten, sonst höchstwahrscheinlich auch die jahrhundertealten Gemäuer, die durch die Hitzeentwicklung eh schon fragiler sind. Die Feuerwehr war in der Lage, mit ihrer "mickrigen Löschwassermenge" das Feuer zu kontrollieren, sodass in der Zwischenzeit Kunstschätze gerettet werden konnten. Kippt man einfach Wassermassen durch den brennenden Dachstuhl, wären diese zerstört/schwer beschädigt worden. Der Dachstuhl wäre so oder so nicht zu retten gewesen, entweder abgebrannt oder/und durch Wassermassen eingedrückt. Und letztendlich waren 400 Feuerwehrleute im Einsatz (dazu zu Beginn noch tausende Touristen und Anwohner). Die müssen alle erst evakuiert werden, um zu vermeiden, dass diese versehentlich getroffen werden. Das ist kein brennender Wald in der einsamen Pampa, sondern dicht besiedeltes Gebiet.
Nicht aufregen. Trump ist ein Mann der einfachen Antworten auf komplizierte Fragen. Und obwohl seine Antworten die Fragen nicht wirklich beantworten, lieben ihn seine Anhänger dafür, dass er ihr Denkvemögen nicht unnötig strapaziert. Letztlich sind wir uns wohl alle darüber im Klaren, dass Trumps universelle Lösung für alle Belange lautet: Draufhauen (...und stört mich nicht, ich spiele Golf). So eben auch in diesem Fall.

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Roland Bender 16.04.2019, 13:01
19. Vielleicht nicht so schlimm wie gedacht

Ich würde noch nichtmal Donald Trump unterstellen, daß er da irgendwas bösartig gemein hat. Die Amerikaner wollen halt irgendetwas machen.

Ich habe die Aussage der französischen Feuerwehr nicht verstanden bis ich gesehen habe, wie wenig der Innenraum beschädigt ist. Zwischen dem Dach und dem Innenraum liegt die steinerne Kuppel und die ist weitgehend intakt. Da große Mengen Wasser draufzuleeren wäre wohl wirklich ein Risiko gewesen. Und man muss das den Fachleuten überlassen.

Weil die Kuppel aber weitgehend intakt ist, ist der Innenraum bei weitem nicht so stark betroffen, wie wir gestern wohl alle dachten. Wenn man die veröffentlichten Bilder ansieht, sieht man, daß sogar die Kerzen noch in den Haltern stehen. Das heißt im Innenraum der Kirche haben keine sehr hohen Temperaturen geherrscht, was darauf schließen lässt, dass große Kulturgüter wie die Orgel oder die prächtigen Fenster das vielleicht überstanden haben könnten.

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