Forum: Panorama
Pfarrerspaar vs. AfD in Minden: Plakativer Streit
PHILIPP GUELLAND/ EPA-EFE/ REX

Wollte ein Pfarrer aus Minden per Wahlplakat-Klau der AfD schaden? Manche behaupten das und nennen es "Skandal", andere halten das für eine Provinzposse: Wie ein fehlender Kabelbinder den Staatsschutz beschäftigt.

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Reckwig 15.05.2019, 22:40
1. Was für "Distanzen"?

Der Landeskirchenrat ließ verlauten, man habe das Ziel, dass jede Partei bei ihrer Wahlwerbung eine angemessene Distanz zu kirchlichen Grundstücken und Gebäuden wahrt. Mag schon sein, da hat er aber keinen Anspruch darauf. Solange die Partei ihre Wahlwerbung nicht gerade auf dem Kirchengrundstück selbst platziert, geht das schon in Ordnung. Selbst wenn ein derartiger "Distanzanspruch" bestünde, hätte der Pfarrer nicht das Recht, das Plakat eigenmächtig zu entfernen. Da müsste er schon den Rechtsweg wie jeder andere auch; wir sind hier ja nicht im Wilden Westen. Was mich am Allermeister ärgert, ist aber die einseitige Berichterstattung, mit der Spiegelonline das Verhaltens des offenkundig im Unrecht befindlichen Pfarrers weißwaschen zu müssen glaubt, nur weil er zufällig seine Abneigung gegen die AfD teilt.

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dieterjablonski1 15.05.2019, 22:52
2. Ach Herrje

Das es ein Wahlplakat überhaupt schafft in einem deutschlandweitem Magazin zu erscheinen ist Unsinn. Der Spiegel sollte sich mehr inhaltlichen Alternativen zu dieser Partei beschäftigen, als mit deren sich häufenden Scharmützeln. Dafür ist Zeit und Aufwand besser angelegt.

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klapo 16.05.2019, 00:12
3. Tja schaut euch das an,

Liebe AfD Wähler. Vielleicht ist diese Partei wirklich noch demokratisch zu nennen und zu tolerieren. Aber wer sie wählt der wählt auf jeden Fall die größten Spießer und Zankhähne der Politikerkaste. Viele Leute darunter, deren Ego eben so aufgeblasen wie mimosenhaft ist. Deren Pläne für die Zukunft ungefähr lauten: Alles wieder wie in den 80ern nur ohne Atomkraft nein danke. Wollt ihr davon denn ernsthaft regiert werden?

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spon_12 16.05.2019, 05:41
4. Das Geld fehlt dann woanders!

Was ich nach lesen des Beitrages mit Bedauern feststellen muss: Die Sache wird teuer.
Gibt es denn in Minden etwa keine Schulen, die renoviert werden müssen oder fehlenden Wohnraum?
Offensichtlich - wenn jetzt schon die Partei, die wie keine andere für geordnete (!) Finanzen steht, Zeit, Muse und Geld investiert, den Staat mit losen Kabelbindern zu beschäftigen...

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liberalerfr 16.05.2019, 06:59
5. Fall für den Staatsschutz

Die Kirche muss politisch neutral bleiben, sonst ist diese tatsächlich ein Fall für den Staatsschutz. Ein Imam, der Plakate die ein schwules Pärchen zeigen abhängt, ist ebenso zu ahnden wie ein Pfarrer der ein Abtreibungsplakat nicht toleriert. Das ohnehin schon ramponierte Ansehen der mit Steuergeldern subventionierten Kirchenvertretern wird weiter beschädigt, wenn diese auch noch offensichtlich lügen: Sollte nur die Richtung des Plakats gedreht werden? Wenn ja, warum wird dazu dass Trägerkabel gelöst und nicht der Verursacher entsprechend zur Korrektur aufgefordert?

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uffta 16.05.2019, 08:23
6. Diebstahl in Anführungsstrichen?

Wäre die Berichterstattung genauso verharmlosend, wenn ein AfD-Verehrer Plakate einer anderen Partei entfernt (was garantiert vorkommt und zu Recht ebenso zu Strafanzeigen führt)? Das Beschädigen und Entfernen von Wahlplakaten ist und bleibt eine Straftat. Eine demokratische Errungenschaft, auf die wir stolz sein sollten, anstatt sie ins Lächerliche zu ziehen.

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niska 16.05.2019, 08:59
7.

Zitat von uffta
Wäre die Berichterstattung genauso verharmlosend, wenn ein AfD-Verehrer Plakate einer anderen Partei entfernt (was garantiert vorkommt und zu Recht ebenso zu Strafanzeigen führt)? Das Beschädigen und Entfernen von Wahlplakaten ist und bleibt eine Straftat. Eine demokratische Errungenschaft, auf die wir stolz sein sollten, anstatt sie ins Lächerliche zu ziehen.
Das Plakat wurde nicht entfernt, also kein Diebstahl. Und das Plakat wurde auch nicht beschädigt. Es ist nach polizeilicher Inaugscheinnahme "heile" und hängt noch. Also bitte mal bei der Wahrheit bleiben.

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hugolamotte 16.05.2019, 09:25
8. Die AfD kann halt nichts anderes

... als skandalisieren und sich als Opfer hinstellen. Selbst wenn die Beschuldigung sich als richtig erweisen sollte, was stark zu bezweifeln ist, so ist es doch wohl nicht das erste Mal, dass Wahlplakate abgerissen oder verunstaltet werden. Damit müssen andere Parteien auch leben, und sie tun das gelassen und heulen nicht herum und rufen nach dem Staatsschutz. Weil die AfD in den Parlamenten aber oft zu unwissend oder zu faul ist, parlamentarisch sorgfältig zu arbeiten, muss sie eben mit solchen Geschichten Aufmerksamkeit erhaschen. Oder sie schmückt sich mit falschen Professorentiteln. Oder sie verbreitet Falschmeldungen. Oder betrügt bei der Parteifinanzierung. Hat sie für ihre Wählerschaft schon was erreicht? Wie viele der bei der letzten Europawahl für die AfD angetretenen Mandatsträger sind eigentlich noch in der AfD? Lucke ist raus, Henkel ist raus, Pretzell ist raus ... Darüber, was die AfD in Europa erreicht hat, kann sie also schlecht reden, weil sie nichts getan hat. Also verlegt sie sich auf das einzige, was sie kann: Ablenken, das Opfer mimen und skandalisieren.

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giesela14 16.05.2019, 13:05
9. Und immer wieder wollen sie die Opfer sein...

Nun suhlt sich die AfD natürlich wieder in der Opferrolle. Das sei ihr gegönnt. Möge sie Opfer sein, bis sie sich auflöst.
Immer ist die AfD bei den selbstinszenierten Vorfällen (AfD Sprech: "Skandale") das Opfer oder mindestens skandalös benachteiligt, sind sie (die Ausgrenzer) die Ausgegrenzten, sind sie (die Pöbler) die Bepöbelten, sind sie, die ein gespanntes Verhältnis zur Wahrheit haben, Opfer von Lügen und Intrigen usw. usw....
Beispielhaft der aktuelle Vorfall mit AfD-Mann Trefzer in Berlin, der sich auf Einladungen der Schule nicht oder erst auf den allerletzten Drücker meldet, um dann mit Kamerateam auf der Veranstaltung zu erscheinen und einen selbst herbeigerufenen "Skandal" zu provozieren, der alle Merkmale des Verhaltens geradezu exemplarisch beinhaltet inklusive nachfolgender Erregungswelle. Für die dadurch ausgelösten Reaktionen der Anhängerschaft, die in der Regel über alle demoktratieverträglichen Maße hinausgehen sind die "Musterdemokraten" danbn natürlich nicht verantwortlich.Das ist so armselig!

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