Forum: Panorama
Pflege in Deutschland: 140.000 Heimbewohner werden festgehalten
DPA

Deutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.

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cawo80 26.04.2012, 10:08
80. Natürlich nicht...

Zitat von perlhuhn.
"Soweit die reine Lehre" Aber Sie möchten doch nicht ausschließen, dass oft und kurzerhand, ohne rechtliche Legitimation fixiert wird?
..., dass Fixierungen ohne rechtliche Legitimation erfolgen, ist ja wohl auch schon nachgewiesen worden. Und das hab ich ja auch nirgendwo geleugnet oder? Nur was kann der Rechtspfleger dafür?

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goodluck99 26.04.2012, 21:23
81.

die Missstände in der Pflege wären bei einem so gut ausgebildeten und intelektuell versierten Volk wie dem Deutschen auf jeden Fall binnen weniger Jahre in den Griff zu kriegen, denn wo ein Wille, ist bekanntl. ein Weg. Einsparungen könnten athoc in der Verordnung von Medikamenten stattfinden. Die in so vielerlei Hinsicht gedankenlos verordnet, verabreicht und anschließend tonnenschwehr im Müll landen. Ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen... Diese Einsparungen (Millionen !!!) könnten zusätzlich in die Pflegeversicherung fließen um diese Katastrophe für alle Beteidigten etwas menschlicher zu gestallten.Ein außerordentliches Lob an alle Menschen die für das bischen Geld, das kaum zum Leben langt, jeden Tag das Beste versuchen aus sich heraus zu holen, und nach bestem Wissen und Gewissen handeln um Bedürftigen das Notwenigste zu ermöglichen (waschen,essen,trinken, Klo und Wundversorgung)... mit Herz ! ich glaube es ist perse der Traum einer jeden Pflegekraft, den praktischen Arbeitsplatz mal für eine Weile mit dem Theoretiker zu tauschen, ihn rennen zu sehen, um dann zu urteilen wie sehr er in der Lage ist, körperlich,geistig und unter Druck seinen eigenen ideallen gerecht zu werden ! Und denen der feinen Gesellschaft, die so gerne verurteilt aber kein Rezept hat !!!

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goodluck99 26.04.2012, 21:24
82.

die Missstände in der Pflege wären bei einem so gut ausgebildeten und intelektuell versierten Volk wie dem Deutschen auf jeden Fall binnen weniger Jahre in den Griff zu kriegen, denn wo ein Wille, ist bekanntl. ein Weg. Einsparungen könnten athoc in der Verordnung von Medikamenten stattfinden. Die in so vielerlei Hinsicht gedankenlos verordnet, verabreicht und anschließend tonnenschwehr im Müll landen. Ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen... Diese Einsparungen (Millionen !!!) könnten zusätzlich in die Pflegeversicherung fließen um diese Katastrophe für alle Beteidigten etwas menschlicher zu gestallten.Ein außerordentliches Lob an alle Menschen die für das bischen Geld, das kaum zum Leben langt, jeden Tag das Beste versuchen aus sich heraus zu holen, und nach bestem Wissen und Gewissen handeln um Bedürftigen das Notwenigste zu ermöglichen (waschen,essen,trinken, Klo und Wundversorgung)... mit Herz ! ich glaube es ist perse der Traum einer jeden Pflegekraft, den praktischen Arbeitsplatz mal für eine Weile mit dem Theoretiker zu tauschen, ihn rennen zu sehen, um dann zu urteilen wie sehr er in der Lage ist, körperlich,geistig und unter Druck seinen eigenen ideallen gerecht zu werden ! Und denen der feinen Gesellschaft, die so gerne verurteilt aber kein Rezept hat !!!

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cometofrank 05.01.2013, 18:47
83. Altern im Pflegeheim ist besser als der Ruf

Zitat von sysop
Deutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.
Es gibt schwarze Schafe unter Heimbetreibern, schlimm genug aber nicht die Regel. Insbesondere die 6 grossenWohlfahrtsverbände versuchen den ANforderungen von Kunden (Angehörigen, Bewohner), Pflegewissenschaft (Uni, Fh, Stiftungen, Fachzeitschriften, Ausbildungsträgern), Kontrollinstanzen (MDK, Heimaufsicht, Betreuern) und eigenem Leitbild (Eigenanspruch an Qualität) zu entsprechen und sich weiter zu entwickeln.
Fakt ist, das nur dann fixiert werden darf, wenn ein Amtsrichter den Betroffenen aufsucht, kommuniziert und die Notwendigkeit feststellt. Selbst bei einem vorliegenden Beschluss kann die Fachkraft kurzzeitig die Fixierung lösen wenn kein Bedarf besteht.
Darüber wird außerdem per Formblatt penibel und transparent Buch geführt.)
Das Hauptproblem bleibt. Gute PFlege kostet Geld, individuelle und würdevolle Versorgung im Alter ist möglich. Vorraussetzung: Mehrkosten werden von allen Seiten akzeptiert: Politik, Kunden, Kostenträger müssen begreifen. Qualität hat seinen Preis-für JEden! Aber es darf nicht unterschieden werden zwischen "Selbstzahler" mit SuperPflege und 'Mittellosem ohne Familie und Vermögen'.

Denn Jeder kann plötzlich pflegebedürftig werden und nicht immer ist ein familiäres Netzwerk bereit oder in der Lage (Berufstätigkeit der Töchter/Sohne/Enkel) zu helfen.
Hier muss die Gesellschaft solidarisch "verstehen" und akzeptieren das
Menschenwürde in der Pflege auch im Alter Geld kostet. Da müssen auch Besser-/Doppelverdiener und Wohlhabende mehr Beitrag zugunsten Aller leisten. Anteilnahme und Wertschätzung sind Grundvoraussetzung, nicht Egoismus und Konsumorientierung. Frank Cizewitz

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cometofrank 05.01.2013, 18:57
84. Sparen an der Menschwürde

Zitat von mtjg
Mißstände in der Pflege, schlechte Qualität durch Rechtsverstöße. Und gleichzeitig ist Altenpflege schlecht bezahlt, die Heime sind meist unterbesetzt und den Leuten die dort arbeiten bleibt doch kaum was anderes übrig als die Leute festzubinden oder mit Medikamenten ruhig zu stellen, damit sie wenigstens das Nötigste schaffen. Aber Kritik vom hohen Ross fällt schon immer leichter als politische Zusammenhänge klar zu machen. Was da geschildert wird ist die Folge von Privatisierung und gnadenloser Sparpolitik - und das nicht nur auf dem Rücken der Alten!
Dieser Meinung kann ich 100 Prozent zustimmen, über den Tellerrand schauen und einen Perspektiv-Wechsel in den Köpfen der Beteiligten einzuleiten muss Ziel aller Bemühungen um mehr Qualität in der Pflege sein. Wichtig ist das unterm Strich eine Verbesserung der Pflege-Situation für Träger von Einrichtung, Kunden und Mitarbeitern rauskommt....Besonders die ungleichen Gegenfinanzierungen durch Pflegesätze in den Bundesländern muss schnellstmöglich in breiter Öffentlichkeit diskutiert werden. und: Nicht erst Jammern als Betroffener (Angehöriger, Pflegepersonal) sondern aktiv dafür Eintreten was theretisch notwendig ist für "bessere, individuelle und zufriedenere Menschen im Heim, aber auch dran denken, was praktisch leistbar ist in der stationären Pflege.

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