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Pilotprojekt in Prenzlauer Berg: Gericht stoppt Teilzeit-Spielstraße
DPA

Einmal in der Woche sollten Kinder in einer Wohnstraße im Prenzlauer Berg frei und ohne Gefahr durch Autos spielen. Doch das Projekt der Teilzeit-Spielstraße wurde jetzt per Gerichtsbeschluss gestoppt.

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japhet 13.07.2015, 16:33
1. Einmal in der Woche spielen oder: alle Wünsche kan man nicht erfüllen

Schlimm. Da verhindert ein Gericht, dass Kinder zumindest einmal in der Woche "auf der Straße" sapielen können, anstatt sich "in die Binnenräume und vor die Bildschirme" zurückzuziehen. Böses Gericht!
Nur - ist das Gericht auch für die "Unterversorgung an Spielplätzen" verantwortlich? Hat es gar Einrichtung und Unterhalt von speziellen und geeigneten Flächen verboten? Oder will da wieder einmal die Politik nicht nur vom eigenen Versagen ablenken und vielmehr sogar mit der glorreichen Idee, eine öffentliche Straße zeitweilig komplett zur Spielstraße ohne jeglichen Autoverkehr zu machen, ihre besondere Sorge um das Wohl der Kinder demonstrieren?
Vielleicht sollten unsere Politiker lieber einfach zugeben, dass die öffentlichen Haushalte nicht nur an den Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt sind, sondern diese längst überschritten haben. Vielleicht kapieren dann wenigstens einige, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann.

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ostkraft 13.07.2015, 16:34
2. Senat wieder dämlich...

Die wöchentliche Umwidmung der Straße mit dem Mangel an Spielplätzen zu begründen ist ja nun selten dämlich. Genau an jener Straße befindet sich der sehr große Humannplatz mit, ja genau, einem sehr großen Kinderspielplatz sowie einem Bolzplatz und einem Park.
Als PrenzlBerger sehe ich, dass der Stadtteil mit Spielplätzen sehr gut ausgestattet ist. Was fehlt sind Parkplätze, vor allem Tiefgaragen oder Parkhäuser. Gäbe es diese, wären die Straßen im PrenzlBerg (und anderen ähnlich bebauten Stadtteilen) nicht völlig zugeparkt und zugestellt und es gäbe auch mehr als genug "Raum" für Spielstraßen etc.

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dingodog 13.07.2015, 16:38
3. Gut so

Das Urteil macht die kinderfeindliche und autofreundliche Gesetzgebung zu dem Thema deutlich. Das ist eine gute Sache. Vielleicht trägt es dazu bei, dass Druck ausgeübt werden kann, ein allgemeines Gesetz zu temporären Sperrungen von Straßen zu erlassen. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, z.B. um die Nachtruhe zu gewährleisten.

Wenn es einen Verband gibt, der sich explizit um Spielstraßen und temporäre Autoverkehrssperrungen kümmert, bin ich dabei!

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andros0813 13.07.2015, 16:43
4.

wie wärs mit leben auf dem land? hunderttausende wohnungen stehen dort leer, platz ist meistens ohne ende..ich selber habe 7 kinder, wohne auf dem land..was fehlt, sind ausreichend spielkameraden...die wohnen in der stadt und dürfen nicht vor die tür..

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DesTeufelsAnwalt 13.07.2015, 16:44
5. Zwangsarbeit

"Das Verbot habe eine fatale Signalwirkung und widerspreche der Uno-Kinderrechtskonvention"
Na klar. Kommt direkt nach der Verweigerung von Schulbildung und dem Schuften in Coltanminen.
Ne Nummer kleiner hatte der Lobbyverband es nicht?

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sangreal 13.07.2015, 16:47
6. Ich mag auch...

...nicht Kinderlärm, zumindest nicht immer.Oft ertrage ich es trotzdem da ich ein freizeizpädagogisches Angebot mit leite. Und es führt mir immer wieder vor Augen dass ich selbst ein Kind war und bestimmt auch nicht immer leise war. Doch hat es den Anschein dass Richter wohl nie Kinder waren. Das Urteil ist eine Schande. Kinderfreundlichkeit sieht für mich anders aus.

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antonwitt 13.07.2015, 16:48
7.

Schon der erste Satz des Artikels spricht Bände:.... FÜR Kinder gesperrt.... . Wer wird hier ausgesperrt? Wenn Politik und Behörden am Volk vorbeiregieren, gibt es eben solche Urteile.
Was soll der Quatsch, eine Straße 1x die Woche für irgendetwas (außer dem Wochenmarkt) zu sperren. Wie weit von der allg. Straße leben denn Pollitiker und Grüne-Tisch-Bürokraten?

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Halfstep 13.07.2015, 16:49
8. Irreführender Begriff

Das abgebildete StVO-Schild bedeutet "Verkehrsberuhigter Bereich" - nicht Spielstraße.
Spielen ist nur eine der MÖGLICHEN Nutzungen.

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Leser161 13.07.2015, 16:51
9.

Zitat von japhet
Schlimm. Da verhindert ein Gericht, dass Kinder zumindest einmal in der Woche "auf der Straße" sapielen können, anstatt........
Sie haben ja so recht. Hoffen wir das mehr Mitbürger erkennen.

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