Forum: Panorama
Piratenabwehr: Deutsche Reeder holen öfter Söldner an Bord
AFP

Ein Drittel der deutschen Reedereien heuert inzwischen für den Schutz ihrer Schiffe vor der Küste Somalias Söldner an. Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste sind schwer bewaffnet und krisenerfahren. Ihr Einsatz kostet Tausende Dollar pro Tag - rechnet sich aber trotzdem.

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cor 10.05.2012, 09:59
50. Piraten und Söldner

Zitat von PH-sauer
Im Extremfall, wenn es Tote bei einem Einsatz gibt, stellen siche eine ganze Reihe gewichtige strafrechtliche Probleme. Die gänzlich unberücksichtigt zu lassen, halte ich für unzulässig, da wir uns dann im Bereich der Tötungsdelikte befinden (Bis hin zu § 211 StGB Mord).
Ja, das interessiert sowohl Piraten als auch Söldner bestimmt brennend, was in unseren Gesetzbüchern steht.

Mal abgesehen davon sind Gesetze nur wirksam, wenn sie durchgesetzt werden. Und jetzt erklären Sie mal bitte, wie das genau funktionieren soll ohne Selbstverteidigung. Ich nehme an, jedes Handelsschiff bekommt dann eine eigene Marine-Eskorte zugewiesen?

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deccpqcc 10.05.2012, 09:59
51.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Ich will nicht für Piraten sprechen, aber ich bin auch dagegen zu zuschauen, wie reiche Länder sich das Recht nehmen, ausgeplünderte mit Waffengewalt dazu zu zwingen, ihr Recht aufzugeben. MfG. Rainer
ich bezweifle das es ein recht auf piraterie gibt.

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rl1972 10.05.2012, 10:00
52. jaja

Zitat von user543
... die ursächliche Krankheit sind wir westlichen Industriestaaten. Die Somalier verteidigen sich nur selbst und versuchen ein Stück von dem zurückzuholen, das wir ihnen vorher gestohlen und geraubt haben! Wenn man auf Piraten schießt, werden andere kommen, weil man dadurch nichts an den miserablen Lebensverhältnissen in Somalia ändert, die unser global entfesselter Finanzkapitalismus verursacht!
Der Westen ist nicht für den dauerhaften Bürgerkrieg in Somalia verantwortlich sondern die islamistischen Milizen die seit Jahrzehnten schon den Staat Somalia mit Gewalt in einen islamistischen Gottesstaat verwandeln wollen.

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c59 10.05.2012, 10:01
53. Na und ?

Zitat von gegenrede
Wenn es kein Territorium ist, was ist es dann? Söldner sind etwas völlig anderes als Wachschutzfirmen im Inland, denn sie sind im Besitz von Kriegswaffen.
Na und das interessiert auf See niemanden, außer die kenntnislosen, deutschen Diskutanten hier.

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moev 10.05.2012, 10:02
54.

Zitat von PH-sauer
Im Extremfall, wenn es Tote bei einem Einsatz gibt, stellen siche eine ganze Reihe gewichtige strafrechtliche Probleme. Die gänzlich unberücksichtigt zu lassen, halte ich für unzulässig, da wir uns dann im Bereich der Tötungsdelikte befinden (Bis hin zu § 211 StGB Mord). Die Regierung ist gefordert! Zudem bin ich der Ansicht, daß deutsches Territorium, das deutsche Schiffe darstellen, eben durch die Bundeswehr verteidigt werden müßte, nicht durch bezahlte Killer.
Die Schiffe haben keine Deutsche Flagge, sind nicht in deutschen Hoheitsgebiet und weder die Besatzung noch die Angreifer sind Deutsche.

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capitolversicherung 10.05.2012, 10:03
55.

Zitat von gegenrede
Söldner sind etwas völlig anderes als Wachschutzfirmen im Inland, denn sie sind im Besitz von Kriegswaffen.
Kann Ihnen doch egal sein, ob Sie von einer halbautomatischen oder vollautomatischen Waffe getroffen werden. Ihre armen Piraten kommen auch nicht nur mit Steinschleudern.

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DasReptil 10.05.2012, 10:05
56. ..........

Zitat von gegenrede
Unter den Söldnern gibt es wahre Rambos, suchen Sie einmal nach Blackwater und Tote oder Getötete.
Es zwingt die Piraten ja niemand sich mit diesen "Rambos" anzulegen.

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c.PAF 10.05.2012, 10:06
57.

Zitat von Barath
Finden sie? Ich finde "das Recht des besser Bewaffneten" nicht unproblematisch.
Hut ab, für einen Piraten haben Sie eine ausgezeichnete Wortwahl (oder wie soll man das verstehen?).

Aber vielleicht gibt es einen Ehrenkodex der Söldner und sie benutzen keine höherwertigeren Waffen zur Verteidigung, als die Piraten selbst zur Verfügung haben. Wäre das in Ihrem Sinne?

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hamsterhirn 10.05.2012, 10:07
58. Staatsversagen!

Wenn Deutschland nicht in der Lage ist, seine Schiffe zu schützen, dann machen es halt private Firmen. Und wenn es in unseren Städten so weitergeht, wird es auch irgendwann hier so weit sein!

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nesmo 10.05.2012, 10:08
59. Das Problem ist nicht das Recht auf Verteidigung

das dürfte nicht nur gefühlt sondern auch rechtlich begründet sein. Das Problem ist, was machen die Piraten nun? Sie werden aufrüsten.

Bisher kaperten sie die Schiffe relativ gewaltfrei und die Schiffsbesatzung blieb nach längerer Gefangenschaft unversehrt.
Werden sie jetzt die Schiffe mit Kanonen und Raketen beschießen, um sie zum Aufgeben zu zwingen. Was geschieht nach Kämpfen mit Toten mit den Söldnern und der Mannschaft, erfolgen Bestrafungen und Rache durch die Piraten?
Die Piraten vor Ort werden sich überlegen, wie sie künftig gegen aufgerüstete Schiffe vorgehen. Mit den Piraten beginnt nun ein Rüstungswettlauf. Die Abwehrmaßnahmen auf den Schiffen werden immer umfangreicher und teurer werden, bis die Piraten "totgerüstet" sind, weil sie finanziell nicht mehr mithalten können.

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