Forum: Panorama
Piratenabwehr: Deutsche Reeder holen öfter Söldner an Bord
AFP

Ein Drittel der deutschen Reedereien heuert inzwischen für den Schutz ihrer Schiffe vor der Küste Somalias Söldner an. Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste sind schwer bewaffnet und krisenerfahren. Ihr Einsatz kostet Tausende Dollar pro Tag - rechnet sich aber trotzdem.

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Trondesson 10.05.2012, 10:08
60.

Zitat von user543
... die ursächliche Krankheit sind wir westlichen Industriestaaten. Die Somalier verteidigen sich nur selbst und versuchen ein Stück von dem zurückzuholen, das wir ihnen vorher gestohlen und geraubt haben! Wenn man auf Piraten schießt, werden andere kommen, weil man dadurch nichts an den miserablen Lebensverhältnissen in Somalia ändert, die unser global entfesselter Finanzkapitalismus verursacht!
Nicht zu fassen, daß es tatsächlich noch Leute gibt, die diesen Unsinn für bare Münze nehmen...

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Niamey 10.05.2012, 10:11
61. Aha, strafrechtliche Prbleme in

Zitat von sysop
Ein Drittel der deutschen Reedereien heuert inzwischen für den Schutz ihrer Schiffe vor der Küste Somalias Söldner an. Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsdienste sind schwer bewaffnet und krisenerfahren. Ihr Einsatz kostet Tausende Dollar pro Tag - rechnet sich aber trotzdem.
internationalen Gewässern! Welches Strafrechtl hättens denn gerne?
Die Piraten sehen ja auch keine Prbleme bei ihren Kaperfahrten. Lasst die Söldner doch ein wenig Tontauben schießen üben! Vielleicht ersparen wir da einigen Crews in Zukunft ein mehrmonatiges Martyrium in der Gefangenschaft von Piraten!

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Trondesson 10.05.2012, 10:12
62.

Zitat von rl1972
Deutsche Schiffe sind keine Botschaften und dementsprechend auch kein deutsches Territorium. Desweitern suchen diese Söldner nicht nach den Piraten , sondern verteidigen lediglich Schiffe bei bewaffneten Angriffen. Würden diese Möchtegernpiraten einfach an Land bleiben und die Füsse still halten passiert absolut niemandem etwas.
Ein in einem deutschen Seeschiffsregister eingetragenes Seeschiff ist in internationalen Gewässern ein Stück deutsches Territorium. Es gilt deutsches Recht. Das lernt man schon im ersten Lehrjahr als Schiffsmechaniker, und langsam sollte es sich auch an Land herumgesprochen haben.

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pawel-kortschagin 10.05.2012, 10:12
63. Das man hier von Söldner spricht ist schon grenzwertig....

Bei den Leuten handelt es sich um Bewachungsunternehmen, welche angeheuert werden um das Eigentum zu schützen. Wenn es nun die Lage und die Situation erfordert, dass es im Rahmen von Nothilfe und / oder Notwehr auch zum Einsatz von Waffen kommt, ist das legitim. Hier in Deutschland erfüllen Geld- und Werttransportunternehmen, ihre Aufgaben und halten bewaffnetes Personal bereit um fremdes und eigenes Eigentum zu schützen.
Am Horn von Afrika ist die Sicherheitslage aber alles andere als sicher und so sind dann eben auch andere Maßnahmen zum Schutz des Eigentums zu ergreifen und erforderlich.
Die Herangehensweise der Regierung ist aber richtig, die Firmen, die für diese Art von Aufträgen in Betracht kommen zu zertifizieren.
...aber wir sollten uns nicht darüber echauffieren, wenn jemand sein Eigentum auch an einem der gefährlichsten Orte der Welt schützen möchte und schützen muss.

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derwulf 10.05.2012, 10:12
64.

Zitat von PH-sauer
Zudem bin ich der Ansicht, daß deutsches Territorium, das deutsche Schiffe darstellen
Handelsschiffe sind in erster Linie mal Privateigentum. Egal was die Gesetze sagen, es ist einfach nur lächerlich zu meinen das die Bundesrepublik nach Somalia mitfährt.


Zitat von PH-sauer
eben durch die Bundeswehr verteidigt werden müßte, nicht durch bezahlte Killer.
Mir ist nicht klar wo genau der Unterschied ist. Der Soldat wird ebenfalls fürs Töten bezahlt. Außerdem sind die privaten Sicherheitskräfte ja nur nötig weil der Staat mal wieder in seine Kernaufgaben nicht erfüllt.

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bluemetal 10.05.2012, 10:13
65. Absurder Kommentar

Zitat von PH-sauer
Im Extremfall, wenn es Tote bei einem Einsatz gibt, stellen siche eine ganze Reihe gewichtige strafrechtliche Probleme. Die gänzlich unberücksichtigt zu lassen, halte ich für unzulässig, da wir uns dann im Bereich der Tötungsdelikte befinden (Bis hin zu § 211 StGB Mord). Die Regierung ist gefordert! Zudem bin ich der Ansicht, daß deutsches Territorium, das deutsche Schiffe darstellen, eben durch die Bundeswehr verteidigt werden müßte, nicht durch bezahlte Killer.
Nun aber mal ruhig bleiben.
Es handelt sich hier um erpresserischen Menschenraub, Geiselnahme und auch Mord SEITENS DER PIRATEN.

Wer sich hier zu Wehr setzt, kann gar keinen Mord begehen, da er zum einen wohl sämtliche strafrechtlichen Rechtfertigungsgründe (u. a. Notwehr/Nothilfe) auf seiner Seite hat und die niederen Beweggründe für einen Mord niemals erfüllt sein können.

Ich bitte sie ihre völlig falschen strafrechtlichen Bewertungen und ihre absurde Verdrehung von Ursache und Wirkung für sich zu behalten ;)

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moev 10.05.2012, 10:14
66.

Zitat von Trondesson
Ein in einem deutschen Seeschiffsregister eingetragenes Seeschiff ist in internationalen Gewässern ein Stück deutsches Territorium. Es gilt deutsches Recht. Das lernt man schon im ersten Lehrjahr als Schiffsmechaniker, und langsam sollte es sich auch an Land herumgesprochen haben.
Nur sind diese Schiffe dort nicht eingetragen

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DasReptil 10.05.2012, 10:17
67. ......

Zitat von Trondesson
Ein in einem deutschen Seeschiffsregister eingetragenes Seeschiff ist in internationalen Gewässern ein Stück deutsches Territorium. Es gilt deutsches Recht. Das lernt man schon im ersten Lehrjahr als Schiffsmechaniker, und langsam sollte es sich auch an Land herumgesprochen haben.
Es ist doch im Endeffekt auch völlig egal wessen Territorium das Schiff nun darstellt. Ich gehen nicht davon aus, dass auf jedem Schiff ein Menschenrechtsbeaufragter der UN mitschippert und somit bleibt das was auf hoher See passiert auch auf hoher See.

Piraten die ein bewachtes Schiff attackieren werden auf den Meeresgrund geschickt und die Sache hat sich erledigt. Da kräht kein Hahn nach.

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marcaurel1957 10.05.2012, 10:18
68.

Zitat von PH-sauer
Im Extremfall, wenn es Tote bei einem Einsatz gibt, stellen siche eine ganze Reihe gewichtige strafrechtliche Probleme. Die gänzlich unberücksichtigt zu lassen, halte ich für unzulässig, da wir uns dann im Bereich der Tötungsdelikte befinden (Bis hin zu § 211 StGB Mord). Die Regierung ist gefordert! Zudem bin ich der Ansicht, daß deutsches Territorium, das deutsche Schiffe darstellen, eben durch die Bundeswehr verteidigt werden müßte, nicht durch bezahlte Killer.
Ich glaube nicht, daß es angemessen ist, in diesen Gebieten unsere Strafrecht zur Anwendung zu bringen.

Selbst wenn man dies tun möchte, weiss jeder Pirat, daß das Entern von Schiffen nicht in Ordnung ist und rechnet damit, daß der Schiffseigner entsprechend reagiert. Wenn die Antwort in der Benutzung einiger Maschinengewehr oder Bazookas liegt, ist das schojn in Ordnung. Mein bedauern für Opfer unter den Piraten hält sich sehr in Grenzen

Aus strafrechtlicher Sicht liegt sicher Notwehr vor.

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gegenrede 10.05.2012, 10:19
69.

Zitat von c59
Na und das interessiert auf See niemanden,
mag sein, es könnte aber den deutschen Staatsanwalt interessieren, denn ein rechtsfreier Raum ist ein unter deutscher Flagge fahrendes Schiff nicht.
Zitat von c59
außer die kenntnislosen, deutschen Diskutanten hier.
Nicht alle wissen so viel wie Sie, aber Foren sind auch dazu da, um etwas zu lernen.

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