Forum: Panorama
Polarisierung der Gesellschaft: Kein "Pack" - und auch nicht "das Volk"
AFP

Wir leben im Zeitalter gesellschaftlicher Spaltungen, da braucht es mehr Dialog denn je - jedenfalls unter bestimmten Voraussetzungen. Wie lässt sich die Polarisierung bremsen? Versuch einer Anleitung.

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ingofischer 09.09.2019, 11:29
1. Leider sind solche Beiträge unter SPON eher in der Unterzahl

Ein guter und ausgeglichener Beitrag - freut mich. Leider gibt es auch hier unter SPON eine Vielzahl von Artikeln die die angesprochenen Polarisierung aus meiner Sicht auch eher befeuern als dagegen wirken.

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hans_habermoos 09.09.2019, 11:30
2. Was tun?

Aus reger Phantasie heraus, könnte sich die Politik ja mal überlegen, ob es noch Vertretbar ist, wenn 1% der Bevölkerung über 50% des Vermögens besitzt. Oder wieso der eine sofort zum Arzt gehen kann und der andere 3 Monate warten muss. Oder dass die Infrastruktur immer weiter verkommt, während die Vermögen weiter steigen. Oder an der Pflege von Menschen Profite erwirtschaftet werden müssen. Aber stimmt, ist ja alles nur Neid.

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contraspirit 09.09.2019, 11:34
3. Unnütz

Ein wirklich unsinniger und unnützer Kommentar, der gleich zu Beginn deutlich macht, wie falsch er liegt. Die Deutschen sind also ein eigentümlich aufgeregtes Volk? Ist dem Autor wirklich nicht bewusst, dass es vergleichbare Aufregung auch den meisten anderen westlichen Ländern gibt? Und um es kurz zu machen, ist es wirklich ungerecht, Leute als "Pack" zu bezeichnen, die aus einer großteils gefühlten Bedrohung und Benachteiligung heraus Demokratie und Menschenrechte abschaffen wollen und auf ihren Demonstrationen schon Galgen für politische Gegner mitführen? Ich glaube, nein!

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observerlbg 09.09.2019, 11:37
4. Gut gebrüllt Löwe Peter Maxwill.

Nur es verhallt im Nebel der Emotionen. Wozu aufregen? Als Servicetechniker unterhielt ich mich seit Jahrzehnte mit Kunden unterschiedlichster Ausrichtung. Mein Eindruck: Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit waren immer schon stark ausgeprägt. Nun wählen bis zu 25% im Osten und 15% im Westen eine zunemhmend radikalisiernde Partei. Und? D.h. aber auch, das mindestens 75% der deutschen Wähler dies nicht machen. Wir stehen da deutlich besser da als die polnischen, ungarischen, ja sogar die französischen Wähler. Wir müssen nicht mit eindeutig Extremrechten reden. Wir müssen ihnen aber auch keine Plattform liefern. Haltet einfach die Bälle flach. Jeder Steilpass von links kann schnell zum Tor von rechts werden.

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didel-m 09.09.2019, 11:37
5. So polarisiert ist die breite Gesellschaft gar nicht

Nur ein paar Milieus, die sich übermäßig wichtig nehmen und den Anderen vorschreiben wo es langgehen soll. Das Ganze schön breitgetreten und schon meint man in einer polarisierten Gesellschaft zu leben. Die breite Masse spiegelt das aber nun gar nicht wieder.

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pecos 09.09.2019, 11:37
6. "Solche Demonstranten sind weder "das Volk" noch "das Pack", sie sind

einfach da"

Wie bitte? Einfach da? Was ist denn das für ein unglücklicher Artikel mit einer mit nichtssagender Analyse. Was muss denn noch geschehen um zu begreifen, dass diese Leute nicht "einfach da" sind. Politologen erklären seit 30 Jahren, dass es einen faschistischen Bodensatz von 15 % gibt, der nicht wählen geht. Jetzt haben sie in der AfD ein Ausdrucksmittel gefunden, das genau diesen Faschismus befeuert. Und übrigens, zur Verteidigung von Herrn Gabriel (den ich überhaupt nicht mag): er hat nicht "die" Demonstranten als Pack bezeichnet, sondern lediglich ganz konkrete faschistische Pöbler unter diesen. Soviel Gerechtigkeit sollte auch dem ehemaligen Vizekanzler zugemessen werden. Und er hatte recht: das ist "Pack".

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interessierter10 09.09.2019, 11:38
7. Die verschiedenen Wahrnehmungen in den Diskussionen sind das eine,

das andere - und das ist das eigentlich Problematische - ist die Tatsachse, dass Rechte es darauf abgesehen haben, gewaltsam - also nicht nur mit Drohungen, sondern mit der Anwendung von Mord und Totschlag - gegen Andersdenkende vorzugehen, wenn sie denn die Möglichkeit dazu haben werden. Da kann man zwar solange die Augen vor verschließen (und im Forum nicht veröffentlichen) wie man möchte. Nur dann, wenn es soweit ist, ist es zu spät. Dann wird es auch nicht mher so ein Forum geben. Mit solchen Leuten kann man nun mal nicht reden. Das war vor 80 Jahren nicht anders. Sie werden sich solange als Opfer in der Diskussion bejammern, bis sie keine Widerrede mehr haben, weil ihre Widersache tot, eingesperrt oder vertrieben sind.

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dirk.resuehr 09.09.2019, 11:39
8. Nett gemeint

Geht davon aus, dass mindestens zwei ein Gespräch suchen. Schon falsch, weil einer der Zwei nicht sprechen will, sondern Recht haben.
Gespräch schon nicht möglich und kaum ein vielversprechender Ansatz. Respekt für Pöbeleien übelster Art zu verlangen, ist-pardon-, etwas zu viel verlangt. Darauf mit Beleidigungen zu antworten ist verständlich aber ungeschickt. Reden, wenn gewollt und argumentiert, sonst gibt es genügend Regeln, sogar Gesetze, ohne die man nicht auskommt. Das Einhalten der Regeln muß auch durch-
setzbar sein, die Mittel verfügbar und fügsam.
Fazit:Allzuviel Toleranz führt zum Gegenteil.

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zudummzumzum 09.09.2019, 11:39
9. Ich will die Polarisierung gar nicht bremsen, im Gegenteil!

Ich habe die Schnauze gestrichen voll von Leuten, die versuchen, den öffentlichen Raum für ihre Zwecke zu vereinnahmen. "Heimat" ist dazu ein beliebtes Mittel. Die sollen sich doch mit ihrer Schrankwand im Gelsenkirchener Barock zu Hause wohlfühlen, aber mich in Ruhe lassen. Und ich sie auch. Ich will auch kein "gutes Verhältnis" zu meinen Nachbarn. Mir reicht das normale, von Anstand und Rücksicht getragene Zusammenleben. Und es sind doch genau diese "Heimattypen", die das nicht ertragen, sondern sich hinterrücks das Maul zerreißen. Biedermänner als Brandstifter! Wenn die anfangen, ihr Leben auf meines auszurollen, dann hilft nur noch Konfrontation - sachlich, aber halt und unerbittlich.
Und so auch die Politik! Nein, dem Pack (!!!) darf man so lange nicht zuhören, bis sie klipp und klar ihre - konstruktiven - Vorschläge auf den Tisch gelegt haben. So lange sich deren Meinungsäußerung auf Destruktion ("Merkel muss weg") beschränkt, bestehe ich auf meinem Grundrecht, diesen Spinnern nicht zuzuhören oder sogar einen Teppich auszurollen.
Wir haben es lange genug auf die sanfte Tour probiert, es wäre Zeit für den Umstieg.

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