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Polizei-Skandal in Mecklenburg-Vorpommern: Eine Frage des Vertrauens
imago images/BildFunkMV

"Sexuelle Avancen" via WhatsApp, Drohungen zur Verhinderung einer Anzeige und eine Einladung zum privaten Fotoshooting: Drei Polizisten haben auf erschütternde Weise ihre Stellung missbraucht.

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tipperary 07.06.2019, 21:57
1. Alles normal

Da sind die Reihen fest geschlossen und die Staatsanwaltschaft macht das mit . Fragt sich , aus welchem Grund die 15jährige nicht von Beamten des zuständigen Fachkommissariats der Kripo vernommen wurde . Polizeibeamte , die Streife fahren , haben bei solchen Vorfällen außer dem ersten Einsatz nichts zu suchen .

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kzs.games 07.06.2019, 22:01
2. Durchschnitt

sind eben auch nur ein Durchschnitt der Gesellschaft, schwarze Schafe gibt es überall (siehe Bundeswehr, Politik, Finanzen). mir tun alle anderen Polizisten leid die unter dem Vertrauensverlust zu leiden haben die ein paar wenige verursacht haben!

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spon-1178958794633 07.06.2019, 22:07
3. Guter Kommentar, richtige Schlußfolgerung

Das Disziplinarverfahren muss disziplinierend und abschreckend wirken. Wenn tatsächlich keine Entlassung möglich ist sollte eine Rückstufung in das Eingangsamt und eine 10- bis 15-jährige Beförderungssperre das Minimum sein. Der Bürger muss der Polizei vertrauen können und die Polizei muss alles, aber auch wirklich alles tun um dieses Vertrauen zu erhalten.

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schlimmo 07.06.2019, 22:12
4. Leider eine berechtigte Frage

Diese für den Staat mit einer der relevantesten Frage zur inneren Sicherheit und das Vertrauen, das die Bürger in Polizisten setzen, ist leider nicht erst mit diesen Fällen erschüttert. Die Frankfurter Polizei glänzt in diesem Kontext beispielsweise mit einer Datenabfrage zum mutmaßlichen Versand von NSU2.0-Faxen. Skandalös ist der Umgang mit solchen Fällen allemal. Charakterlich ungeeignet sollten solche Beamte jedenfalls aus dem Dienst entlassen werden. Und das sollte nicht nur im Interesse der Politik liegen, sondern auch der Behörden selber: wenn das Vertrauensverhältnis nämlich weiter erodiert, werden die übrigen auch nicht mehr glücklich auf der Strasse sein. Mir wäre es als Polizist unerträglich, wenn solche Vorkommnisse auf den Rest abfärben.

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susie.soho 07.06.2019, 22:45
5. Kein Durchschnitt

Zitat von kzs.games
sind eben auch nur ein Durchschnitt der Gesellschaft, schwarze Schafe gibt es überall (siehe Bundeswehr, Politik, Finanzen). mir tun alle anderen Polizisten leid die unter dem Vertrauensverlust zu leiden haben die ein paar wenige verursacht haben!
...der Gesellschaft! Selbst wenn die besagten Täter es wären, gelten für sie besondere Anstands-/und Vertrauensregeln. Die im Artikel erwähnten Täter sind auch keine Einzelfälle.

Wer wundert sich eigentlich noch, wenn der Respekt vor Polizisten abnimmt?

Jeder Polizist, jeder Kollege der straffällig gewordenen Polizisten, der aus Nibelungentreue falsch aussagt oder allzu vergesslich ist, sollte aus dem Dienst entfernt werden!

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freid 07.06.2019, 22:48
6. Dem Autor volle Zustimmung.

Die Polizisten gehören aus dem Dienst entfernt.


Leider genießen Polizisten hinsichtlich Strafanzeigen einen Sonderstatus, da es -anders als in anderen EU Ländern- keine polizeiunabhängige Aufsichtsbehörde für die Polizei gibt.

Das ist, als wäre beim Fussball der Schiedsrichter gleichzeitig Spieler einer Mannschaft.

Erst 2018 hat ein Bochumer Strafrechtsprofessor die Kumpelei zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei mittels Zahlen belegt. Man kennt und deckt sich. Die Verfahren werde fast immer eingestellt, kommt es zum Prozess, erfolgt nahezu nie eine Verurteilung.

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derBlock 07.06.2019, 22:48
7. Kaderdenken im Inneren zerstört Vertrauen von Außen... "so sad"

Polizisten sind auch nur Menschen. Aber eine professionelle Aufarbeitung von echten Verfehlungen MUSS sein! Soll die Kirche doch weggucken wo sie will, da tritt man aus. Aber die Polizei?? Alle regen sich über dumme Stickereien in Einsatzwagen auf, aber Entrümpeler und Autoverwerter die noch Beweise finden, Kollegen die aus Bullis fallen, Azubis die morgens (alleine!) die Zellen aufschließen, Partner/Geliebte die überwacht werden, ...uvm... sowas verläuft gefühlt immer im Sande... Versetzung, halt... Neue Stadt, neues Glück... bin neidisch.

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demokratie-troll 07.06.2019, 22:59
8. Polizei als Dauerbelästiger

Es gibt schon lange kein Vertrauensverhältnis zwischen Bürger rund Polizei mehr. Das hat einfache Gründe.
Die Behörde, die früher Freund und Helfer war und Kriminelle jagte, ist inzwischen zum Jäger des Normalbürgers selber geworden - in der Knöllchenjagd, im Überwachungsstaat, in der Abhörpräsenz, in den Suchalgorithmen der Vorratsdatenspeicherung, so dass das Volk in diesen Institutionen nicht mehr als der Souverän des Landes verstanden wird, sondern, als Untertan, als Jagdbeute, als Objekt der Überwachung und anderer lenkender Maßnahmen. Da braucht man sich über Übergriffe nicht zu wundern.

Der Grundsatz des Vertrauens war in der Vergangenheit ja, dass der Normalbürger von Polizei nicht belästigt wird in der Verrichtung seiner normalen Lebenshandlungen. Gejagt wurden die Kriminellen, den Mitbürger ließ man in Ruhe.
Damit ist es längst vorbei. Heute ist die Polizei im Vorschriftendschungel und der Gebührokratie der Dauerbelästiger aller möglichen Schikanenormen, die Verfolgungsbehörde des Normalbürgers, vor der man sich in Acht nehmen und verstecken muss. Aus der Polizei als Diener wurde so wieder die Obrigkeit; und mit dem Machtgefälle gegenüber den Dauerbestraften und zu Bittstellern Reduzierten, kommt es zwangsläufig zu den beklagten Unverschämtheiten, die signalisieren, dass die Interessen der Institution nicht mehr die des Volkes sind.
Die Belästigung kleiner Mädchen unter Ausnutzung des Wissensvorsprungs im Überwachungssystem wird zur bloßen Facette der Dauerbelästigung aller.

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vormaerz 07.06.2019, 23:01
9. Schön, das der Korpsgeist als Problem betrachtet wird,

aber wieso nicht bei Fällen von überschießender Polizeigewalt oder agents provocateurs?

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