Forum: Panorama
Polizei-Skandal in Mecklenburg-Vorpommern: Eine Frage des Vertrauens
imago images/BildFunkMV

"Sexuelle Avancen" via WhatsApp, Drohungen zur Verhinderung einer Anzeige und eine Einladung zum privaten Fotoshooting: Drei Polizisten haben auf erschütternde Weise ihre Stellung missbraucht.

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gegengegen 08.06.2019, 08:32
50. Der Rechtsstaat

macht eben auch bei den mit Vorwürfen konfrontierten Polizisten nicht halt.

Die Disziplinarverfahren laufen, aber der Autor wünscht quasi einen Rauswurf nach Verdacht, nicht Verurteilung und vorheriger Untersuchung, um das Vertrauen der Bürger in den den Staat zu stärken. Erstaunlicher Vortrag.

Ordentlicher Journalismus würde ggf. vor Veröffentlichung solcher Possen, klandestin Recherche zu den möglichen Konsequenzen eines Disziplinarverfahrens betreiben und erst reagieren, wenn feststeht, dass die derzeit völlig normal ablaufenden rechtsstaatlichen Verfahren abgeschlossen sind.

Es ist grotesk, dass Vertrauen in den Staat durch den Verzicht auf rechtsstaatliche Verfahren geschaffen werden soll.

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gedu49 08.06.2019, 08:35
51. Sie sollten unterscheiden...

Zitat von brotfresser
schon ganze Schafherden diese schwarzen (braunen) Schafe. Leider auch in der Politik, die ihre schützende Hand darüber hält. Aber macht nur weiter so. Dann will keiner mehr in den Osten ziehen und er verödet noch mehr. Wer noch eine Immobilie hat, sollte sie schnell verkaufen. Der Wertverlust wird nach dem Wegzug der redlichen Bürger enorm sein.
....ob ein Politist die falsche Gesinnung hat oder ob er sein Amt für kriminelle Machenschaften nutzt.

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kuac 08.06.2019, 08:36
52.

Zitat von elverpletto
lch möchte nicht von Polizisten beschützt werden, die 13-jährigen Mädchen sexuelle Avancen machen.
Vielleicht handelt es sich dabei um einen Pädophilen Polizisten. Eigentlich muss er sofort vom Dienst suspendiert werden.

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auweia 08.06.2019, 08:38
53. Richtig

Die Fordeung ist berechtigt.
Ich möchte sie erweitern um eine allgemein härtere Gangart bei öffentlichen Angestellten - speziell in wirtschaftlichen Dingen und bei „Entscheidern“
Es muss trotz „Verantwortungsdiffusion“ möglich sein, Personen aufgrund von Verschwendung und Inkompetenz aus dem Amt zu entfernen.
Mein Beispiel: Die Beteiligten am BER-Desaster in Berlin, Brandenburg und im Bund. Oder: Bestimmte BmVg-Mitarbeiter (Gorch Fock...)

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Bows3r 08.06.2019, 08:40
54. Genau so ist es...

Hervorragender Kommentar. Die Judikative weiß noch gar nicht was sie hier angerichtet hat.
Deswegen macht es mir auch Angst, wenn die Polizei mehr und mehr Befugnisse zugesprochen bekommt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das permanent die Datenschutzgesetze gebrochen werden. Mal eben nicht anlassbezogene Auskünfte einholen? Kein Problem für den Freund und Helfer.

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Jürg Allemann 08.06.2019, 08:43
55. @8

stimme Ihnen weitgehend zu, aber die "Knöllchenjagd" hat da nichts zu suchen. Knöllchen kann man ganz einfach verhindern, indem man sich an die Regeln hält, nicht wahr? Kürzlich las ich in einem Reiseforum, wie sich jemand ganz fürchterlich darüber ereifert hatte, dass er im Ausland erheblich höhere Bussen für Geschwindigkeitsüberschreitungen zahlen musste. Ist das nicht symptomatisch für eine generelle Verwahrlosung des Rechsempfindens, so nach dem Motto "Gesetze und Vorschriften sind primär für die anderen da"? Der Polizei einen Strick drehen zu wollen, weil sie versucht Recht durchzusetzen, ist völlig deplatziert, umgekehrt sollte aber auch jeder Machtmissbrauch von Polizisten hart bestraft werden.

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WolfgangFischer 08.06.2019, 08:52
56. So wie der Herr, so dass ...

Wenn der CDU-Innenminister dieses Bundeslandes ungestraft in einem Naturschutzgebiet (FFH) ein massives Ferienhaus bauen durfte, sollte man sich über die Kumpanei von Staatsanwaltschaft, Richterschaft und Politik nicht wundern. Der Kitt der zusammenschweißt sind die "Kellerleichen" und die beifallklatschende Lokalpresse. Das Foto des Chefredakteurs der matkführenden "Ostsee-Zeitung" mindstens einmal pro Monat gemeinsam mit der führendenden Landespolitikerin Schwesig in dieser Zeitung auf, Leserbriefe gibt es so gut wie keine. Beste Voraussetzungen für den Sumpf namens "Narrenfreiheit in Mecklenburg-Vorpommern". Die Opposition ist schwach und mit sich selbst beschäftigt. Mein Vorschlag: Entziehung des Beamtenprivilegs für die betroffenen "Gesetzeshüter" und damit endlich wieder Einzahlung in die Rentenkasse!

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ddcoe 08.06.2019, 08:58
57. Volle Zustimmung

Wir gehen davon aus, das ganz sicher 99% der Polizeibeamten das in sie gesetzte Vertrauen auch verdienen. Und damit das so bleibt muss der Staat sich von den wenigen Beamten verabschieden, die dieses Vertrauen verspielt haben.

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g.wessels 08.06.2019, 08:59
58. Die Antwort auf die über den Fällen schwebende Frage ...

… ist ganz einfach, liegt auf der Hand und wurde im Artikel ja auch schon gegeben: "Schmeißt die Leute raus. Wer so etwas tut, darf kein Polizist sein. Fertig."

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richard.ervins 08.06.2019, 09:02
59. Ganz einfach

wird es nicht, diese Probleme zu lösen. Wenn es sich eingespielt hat sich auf der ganzen Linie gegenseitig zu decken, ist es nicht einfach diesen Machtmissbrauch einzudämmen. Er muss aber eingedämmt werden, sonst verlieren alle. Der Bürger, weil er nicht mehr weiß wem er vertrauen kann, die verantwortlichen Politiker, die man aufgrund der schnelleren Kommunikationswege heute auch schneller aufspürt und zur Verantwortung zieht und die Polizei selbst, die ja nicht nur aus faulen Äpfeln besteht, aber bald so gesehen wird.
Auch wenn es viele in der Politik, Rechtssprechung und bei der Polizei aus Reflex sofort ablehnen: Es muss eine übergeordnete, finanziell unabhängige, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattete Kontrollinstanz her, deren personelle Besetzung aus keiner der genannten Gruppen stammt.
Im Moment scheitert die Einrichtung solcher Kontrollinstanzen schlicht am Willen der dafür eigentlich zuständigen Politiker. Mit so einem Thema macht man sich nicht gerade Freunde. Daher müssen die Wähler dafür sorgen, dass das anders gesehen wird.

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