Forum: Panorama
Polizeichaos in Lügde: "Der Alptraum geht immer weiter"
Guido Kirchner/DPA

So unfassbar der mutmaßliche Missbrauchsfall von Lügde, so unglaublich ist das Versagen der Behörden. Einen Schuppen des Verdächtigen hat die Polizei etwa gar nicht durchsucht - ein Beispiel von vielen.

Seite 5 von 5
vormaerz 17.04.2019, 18:42
40. @wiesenflitzer

Ein „schlanker Staat“ macht eben nur kurzfristig glücklich, langfristig leidet die ganze Gesellschaft – bis auf die Security- und Überwachungsbranchen. Spart man am Sozialen, wird’s immer ungemütlicher, spart man an der Infrastruktur und anderen Zukunftsinvestitionen, ebenso. DasPing-Pong der Volkspartei ist ein Nullsummenspiel. Solange die Regeln nicht wieder geändert, also die Milliarden weiterhin besser in privaten Taschen und Offshore-Depots der in Anführungszeichen Familienunternehmer und global player landen, wird sich das nicht wesentlich ändern. Der (Nieder-)gang der USA ist noch immer Vorbild gewesen, das können wir auch, leider immer ein bisschen zeitverzögert. Nur wissen können hätte man es darum eben auch schon früher. Bitte wählen Sie bürgerlich, da fährt man kurzsichtig und daher immer auf Sicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
swandue 19.04.2019, 18:23
41.

Zitat von mixow
Der Tatort ist in diesem Fall sicherlich keine ausreichende Quelle, oder?
Wenn es der Tatort ist, der auf eine bestimmte problematische Thematik aufmerksam macht, dann spricht das wohl nicht dagegen, dass man sich mit dieser Thematik mal befasst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd.Brincken 19.04.2019, 20:14
42. Jugendämter

Zitat von wiesenflitzer
Jugendämter suchen fast verzweifelt nach Familien, in denen sie verwahrloste Kinder unterbringen können; leider sind diese Familien dann aber nicht die quasi erste Wahl
Wiederum sehen sich die Jugendämter zunehmend als ausführende Kraft eines Trends, haben von 2007 bis 2017 die Zahl der sog. Inobhutnahmen mehr als verdoppelt, auf 61.400.
Die meisten Fälle sind mitnichten Misshandlungen. Familien werden zerrissen, einfach weil Eltern gegenüber dem Amt widerspenstig, trotzig oder schlecht organisiert auftreten.
Ob es den Kindern in der neuen 'Obhut' besser als vorher geht - prüft auch niemand. Die Beamten folgen ihren Vorschriften und genießen perfekten Rechtsschutz.
Kindesmissbrauch ist eine schlimme Sache, aber wenn das Pendel in die andere Richtung schlägt, passt es nicht ins Bild und die Öffentlichkeit schaut weg.
Das Problem in Lüdge war doch offenbar gerade das Jugendamt, das Kinder entzogen und dann in die Hände des Täters geliefert hatte. Also _weniger_ Mittel für diese Ämter wäre erst einmal die richtige Maßnahme, um Kinder zu schützen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 24.04.2019, 11:46
43. NRW-Ministerpräsident Laschet wäre gefordert

Es scheint so. als seien höchste Stellen von Polizei und Staatsanwaltschaft in den Skandal verwickelt. Wer sollte ermitteln, wenn die höchsten Ermittler alles versuchen, diese Ermittlungen zu behindern oder zu verhindern? Der Innenminister von NRW dürfte echt überfordert sein, aber wer soll ihm nachfolgen? Ein weiteres Greenhorn, dessen "politische" Aufgabe es ist, alles zu vertuschen, was höher gestellten "Persönlichkeiten" bei Polizei und Staatsanwaltschaft schaden könnte? Hier wäre der NRW-Ministerpräsident gefordert, aber Herr Laschet hält sich vornehm zurück. Er könnte sich ja selbst die Finger beschmutzen oder gar verbrennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 5