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Polizeigewalt: Das große Schweigen

Gegen Polizisten, die im Dienst töten oder misshandeln, wird oft nur halbherzig ermittelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Amnesty-International-Bericht. Eine unabhängige Untersuchungskommission müsse her, fordert die Organisation, und Namensschilder für alle Polizisten.

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suum.cuique 08.07.2010, 18:17
1. Namenschilder reichen nicht

Zitat von sysop
Gegen Polizisten, die im Dienst töten oder misshandeln, wird oft nur halbherzig ermittelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Amnesty-International-Bericht. Eine unabhängige Untersuchungskommission müsse her, fordert die Organisation, und Namensschilder für alle Polizisten.
Ich fordere neben den Namenschilder auch die Privatadresse und die Veroeffentlichung vom Schulweg der Kinder.(Mit Foto)

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La Bomba 08.07.2010, 18:27
2. Namensschilder

Was nützen Namensschilder, wenn die Polizisten von oben gedeckt werden?

Mir ist ein Fall bekannt, als bei einer Veranstaltung eine Frau mit Kopftuch von der Polizei verprügelt wurde. Nur dadurch, daß die Frau, was die prügelnden Polizisten nicht wußten, um eine verdeckte Ermittlerin handelte, und Kollegen den Vorfall sahen, wurde er überhaupt publik.

Nach zwei Artikeln in der Presse hat man nie wieder was davon gehört.

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marypastor 08.07.2010, 18:40
3. Wir muessen

Zitat von sysop
Gegen Polizisten, die im Dienst töten oder misshandeln, wird oft nur halbherzig ermittelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Amnesty-International-Bericht. Eine unabhängige Untersuchungskommission müsse her, fordert die Organisation, und Namensschilder für alle Polizisten.
uns entscheiden, was wir wollen: eine Polizei, die durchgreift und auch mal den Knueppel rausholt, oder eine, die vor Angst vor internen Disziplinarverfahren sich bei jedem Einsatz in die Hose macht und sich lieber verpruegeln laesst.

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Lohengrin 08.07.2010, 19:11
4. Höhere Maßstäbe

Wer Polizist wird muss wissen dass er schärfer beurteilt wird. Klar braucht man eine unabhängige Stelle, am besten eine die Erolgsquoten braucht. Zudem muss man den Korpsgeist zersprengen. Ganz klar sollte ein Vorgehen gegen die Kollegen statt mit Karriereaus mit Beförderung belohnt werden (natürlich nur bei Verurteilung). Namensschilder oder zumindest große, klar erkennbare Nummern müssen her. Alles weil gelten muss: Vorbild ist am wichtigsten, denn benimmt sich erst der Staat daneben dann ziehen viele daraus nur den einen Schluß: dann ich erst recht.
Das die Polizisten auch nur Menschen sind darf und kann keine Entschuldigung sein. Man sollte sie besser bezahlen aber gleichzeitig sollten sie auch schnell aus dem Dienst entfernbar sein.

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Rally200 08.07.2010, 19:11
5. Überheblich und arrogant

Mir persönlich ist aufgefallen, dass die Polizei in den vergangenen Jahren ihren Ruf vom "Freund und Helfer" verloren hat. Diesen Ruf haben höchstens noch Feuerwehrmänner und Sanitäter.

Viel passender finde ich für Polizisten "Proll und Stänkerer".

Meinem Umfeld ist es auch aufgefallen dass Polizisten keineswegs mehr sympatisch sind, sondern eher Situationen ausnutzen um lässige Sprüche zu bringen damit sie vor den eigenen Kollegen möglichst cool rüberzukommen.

Diese Polizistensendung "Toto und Harry" scheint ja ein Vorbild für Polizisten geworden zu sein. Die beiden kann man ja weder im TV noch im echten Leben ernst nehmen. Das ist nur noch peinlich und lächerlich.

Ich finde Polizeinummern an Uniformen sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Das ist das mindeste was man verlangen kann.

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wika 08.07.2010, 19:22
6. Sollte da eine Entscheidung suggeriert sein?

Zitat von marypastor
uns entscheiden, was wir wollen: eine Polizei, die durchgreift und auch mal den Knueppel rausholt, oder eine, die vor Angst vor internen Disziplinarverfahren sich bei jedem Einsatz in die Hose macht und sich lieber verpruegeln laesst.
Zunächst einmal sollte klargestellt werden, dass es sich bei den hier behandelten Vorgängen um mehr oder minder offensichtlich ungerechtfertigte Übergriffe handelt. Man kann von den Polizisten erwarten, dass sie eine hohe Schwelle haben was den Gewalteinsatz anbelangt, wenn nicht, dann sind diese schon fehl am Platze. Erinnern wir uns an viele Filmstreifchen, die dank YoTube und so ans Licht kommen. Reden wir mal nicht über Dunkelziffern. Wenn wir einen Polizeistaat wollen, dann mag die These von den Haudegen richtig sein, eignet sich auch dazu die Demokratie zu begraben und einen funktionierenden Bürger zu definieren. In diesem Lichte betrachtet ist es korrekt, all zu offensichtlichen und ungerechtfertigten Übergriffen seitens unserer Ordnungshüter scharf entgegenzutreten. Beamte, die wissen was sie tun, gut ausgebildet sind, die werden vermutlich ganz selten in eine derartige Bredouille kommen. Von daher sollten wir uns dieses Recht auf Beaufsichtigung und Kontrolle, der angeblich vom Volke ausgehenden Macht in keinem falle nehmen lassen, oder wie zuvor erwähnt, jede Vorstellung von Demokratie fahren lassen. Sowas gehört immer auch an die Öffentlichkeit, denn auch die Polizei sollte sich jederzeit ihrer Grenzen gewahr sein und keinesfalls auf die Idee kommen ein Staat in Staate zu sein.

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ecce homo 08.07.2010, 19:26
7. Rechtsstaat

Zitat von marypastor
uns entscheiden, was wir wollen: eine Polizei, die durchgreift und auch mal den Knueppel rausholt, oder eine, die vor Angst vor internen Disziplinarverfahren sich bei jedem Einsatz in die Hose macht und sich lieber verpruegeln laesst.
Ich glaube nicht, daß es nur die zwei Optionen gibt.
Wir brauchen eine Polizei die von einer unabhängigen Instanz kontrolliert wird, damit die Polizei nicht zu einem rechtfreien Ort wird, sondern ihren Beitrag zum Rechtsstaat leisten kann.

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eiffe 08.07.2010, 19:30
8. Schwarz-Weiss-Denken greift um sich

Zitat von marypastor
uns entscheiden, was wir wollen: eine Polizei, die durchgreift und auch mal den Knueppel rausholt, oder eine, die vor Angst vor internen Disziplinarverfahren sich bei jedem Einsatz in die Hose macht und sich lieber verpruegeln laesst.
Wie wär es zur Abwechslung mal mit Polizisten, die gleichzeitig konsequent UND gerecht durchgreift, ist das zuviel verlangt? Kann man etwa nur das eine ODER das andere haben?
Immerhin sollte man doch an Polizisten (Staatsgewalt) höhere Ansprüche stellen können als an Kriminelle.

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jtinz 08.07.2010, 19:31
9. Staatsanwälte

Staatsanwälte sind bei ihren Ermittlungen auf die Kooperation der Polizei angewiesen. Ein Staatsanwalt, der gegen einen Polizisten ermittelt, kann sich anschließend nach einem neuen Job umsehen.

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