Forum: Panorama
Polizeigewalt in Lousiana: "Der Tod von Alton Sterling ist eine Tragödie"
REUTERS

Erneut ist in den USA ein Schwarzer von Polizisten erschossen worden. Videomitschnitte der Szene verstören das Land, es gibt Proteste. Hillary Clinton sieht eine grundsätzliche Schieflage.

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globaluser 07.07.2016, 08:53
1. Schön von Frau Clinton

"Zu viele Afro-Amerikaner beweinen den Verlust eines geliebten Angehörigen durch einen Zwischenfall, in den die Polizei involviert ist", erklärte Clinton in einer Mitteilung bei Twitter.

Mal bei den Hinterbliebenen in den angezettelten Kriegen, z.B. in Syrien oder Libyen kondolieren.

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romilopez 07.07.2016, 08:54
2. Das ist Wahlkampf

Natürlich muss sich Clinton dazu verhalten und einige allgemeine Antirassismussprüche ablassen, ohne den vorliegenden Fall zu bewerten.
Tatsache ist aber, dass die Polizei in den USA anders arbeitet als in Deutschland (oder im Rest von Europa?). In den USA hat man den Aufforderungen der Polizei sofort Folge zu leisten, jedes Wegdrehen, Hände nicht zeigen kann den Gebrauch der Schusswaffe zur Folge haben. Und dass es häufiger Schwarze trifft, liegt einfach daran, dass Schwarze in den USA statistisch häufiger kriminell sind als Weiße.

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pauschaltourist 07.07.2016, 08:57
3.

Zweimaliger Aufforderung "Get on the ground!" nicht nachgekommen, nach der Zubodenbringung Widerstand geleistet und dann stellten die Beamten beim Ringen mit dem Herren die von ihm mitgeführte Schusswaffe fest ("Gun!).
In amerikanischen Foren wird so etwas gelegentlich mit "He asked for it..." kommentiert.

Im laufenden Jahr sind in den USA übrigens bereits 21 Beamte während der Dienstausübung erschossen worden. Infos wie diese, welche die Sensibilität der US-Beamten etwas nachvollziehbarer machen, fehlen im Spiegel-Artikel traditionell.

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colonium 07.07.2016, 09:01
4.

Es wird viel diskutiert über die Menschenrechtslage weltweit. Bevorzugt pickt man sich dabei afrikanische, arabische Länder heraus, oder Russland.

Aber ist es nicht der gröbste Verstoß gegen die Menschenrechte, wenn eine Gruppe von Menschen wegen Ihrer Hautfarbe von der Staatsgewalt rassistisch verfolgt wird?

Ich sehe wenig Unterschiede in der Idiologie von Islamisten, die "Andersgläubige" in einer Art religiösem Rassismus töten wollen und in der Idiologie vieler weißer Männer, die in den USA dunkelhäutige Menschen vorfällig als potentielle Kriminelle klassifizieren und Polizisten, die schlußendlich Farbige töten, aufgrund dieses rassistischen Vorurteils, dass in der amerikanischen Gesellschaft auch den Mexikanern entgegenschlägt.

Politiker wie Trump in den USA und die Tea Party haben dieses Klima verschärft. Ähnliches kann man auch in der pauschalen Ablehnung des Islam durch die AfD in Deutschland beobachten, deren Rhetorik dann zu brennenden Flüchtlingsheimen führt.

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furanku 07.07.2016, 09:05
5.

Eine Tragödie beschriebt nun mal laut Definition das unausweichliche Scheitern einer Person. Das anzumeckern mag kleinlich erscheinen, aber genau diese pathetischen Worthülsen, wenn die auch noch falsch verwendet werden, machen die Diskussion schwer, insbesondere wenn dann, typisch amerikanisch, gleich darauf auch noch von "Gebeten" herumgedröhnt wird.

Der Tod von Alton Sterling war keine "Tragödie", sondern möglicherweise Mord. Und das muss man auch so sagen.

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Loisl 07.07.2016, 09:05
6. Ach ja!

Zitat von romilopez
... Und dass es häufiger Schwarze trifft, liegt einfach daran, dass Schwarze in den USA statistisch häufiger kriminell sind als Weiße.
#2

Die übliche Erklärung. Politisch korrekt oder eben doch rassistisch?

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muellimhirn80 07.07.2016, 09:06
7. Video

Wo sind die besagten Videos? Dann könnte man sich wirklich ein Bild machen von dem ganzen. Ob er wirklich Widerstand leistet oder gar die Waffe zieht? Oder ob er gefesselt am Boden liegend erschossen wird? So ist das nur ein im Nebel stochern!

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rkinfo 07.07.2016, 09:06
8. Die Polizisten glaubten eine Waffe zu sehen ...

In den USA darf jeder eine Waffe tragen und die Polizei muss daher immer die Eigengefährdung früh annehmen.

Solche Vorfälle sind Restrisiko in einer waffentragenden Zivilgesellschaft und es ist der Polizei nicht zuzumuten ihr Leben zu riskieren wenn die Normalbürger Waffen tragen wollen.
Im übrigen sind diese Fälle angesichts von ca. 35.000 Toten /a per Schußwaffen in den USA ein überschaubares Restrisiko.

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finger_weg 07.07.2016, 09:08
9.

Wer das Video anschaut sieht, das war kaltblütiger Mord, aber pauschaltourist gefällt das offenbar.

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