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Polizeigewerkschafter Rainer Wendt: Die Posaune aus dem Pott
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Rainer Wendt ist der lauteste Polizist Deutschlands, seine Kritiker schelten ihn einen Rechtspopulisten. In Zeiten des Terrors ist der Gewerkschaftsboss gefragt wie nie. Was treibt ihn an?

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peeka(neu) 01.02.2017, 17:06
1. Seltsam

Er ist also CSU-Mitglied und macht Wahlkampf für die Partei. Dann sollte er vielleicht in dieser Funktion auch in Talkshows angekündigt werden.
Als Gewerkschafter dagegen tritt er ja kaum in Erscheinung.
Es ist ja Sache der Mitglieder seiner Gewerkschaft, aber die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhne wären meine Erwartung, wenn ich Mitglied einer Gewerkschaft wäre. Wenn ich ideologisch vertreten werden wollte, würde ich doch auch Parteimitglied sein.

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donzdorfer 01.02.2017, 17:13
2. Wendt

dieser Mann will einen anderen Staat aus Deutschland machen .

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superbiti 01.02.2017, 17:13
3.

ja, seine kritiker schelten ihn so, weil es einfacher ist jemanden an den rechten rand zu drängen, als sich mit den inhalten auseinanderzusetzen. hr. wendt ist kein umgänglicher zeitgenosse und auch forscher in seinen aussagen, ihn aber als rechtspopulisten zu bezeichnen, ist zu kurz gesprungen.

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nici_d 01.02.2017, 17:16
4. So schnell passiert es

So schnell wird jemand, der durch seine langjährige Polizeiarbeit quasi täglich mit Kriminellen und deren Strategien zu tun hat, der auch sieht, wie das Gewaltmonopol des Staates zu zerrinnen beginnt, einfach mal pauschal in die rechte Ecke gestellt wird. Eine differenziertere Betrachtungsweise von Wendts Arbeit wäre angebracht.

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Mondlady 01.02.2017, 17:24
5. Was soll das?

Dieser vor Ironie und Süffisanz triefende Artikel ist eines ehrenwerten Journalisten unwürdig! Man könnte die Ansichten von Herrn Wendt und auch seine Beweggründe deutlich sachlicher darstellen, wenn man es denn wollte! Es zieht bei den meisten Menschen schon lange nicht mehr, jemanden der anderer Meinung als man selbst ist, einfach in "AFD-Nähe" zu rücken! Ich denke, er hat sich selbst oft genug davon destanziert! Ich habe mehrere Interviews mit ihm gesehen und gelesen, und kann nur sagen, er spricht mir größtenteils aus der Seele! Viele seiner Vorschläge zur Entkrampfung der Flüchtlingskrise (Transitzentren z.B. bis zur Klärung der Identität) sind in meinen Augen sinnvoll sowie schnell und mit wenig finanziellem Aufwand möglich. Und die Behauptung, er habe seine Karriere seiner "vorlauten Art" zu verdanken, ist einfach nur eine Verunglimpfung und Unverschämtheit!

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Steve Kadisha 01.02.2017, 17:24
6. Kein Sprachrohr der Polizei - eher zum Schämen

Es macht einen Unterschied, ob jemand populistisch Politik machen will oder Berufspolitik. Wendt's Bilanz als Berufspolitiker ist angesichts 22 Mio. Überstunden bei der Polizei, auseinanderdriftender Einkommen und Zulagen im Streifendienst je nach Bundesland, hohen Wochenarbeitszeiten, gebremsten Beförderungs- und Aufstiegschancen und angehobener Altersgrenzen dürftig; die durchgesetzten Verbesserungen für den Schutzmann auf der Straße gehen zum größten Teil nicht auf Initiativen seiner relativ kleinen Organisation oder ihn selbst zurück. Bleibt also Politikmachen durch Wendt. Und das ist teilweise gruselig. Weil weder Wendt noch seine Organisation klare Abgrenzung betreiben, wofür sie als Hüter von Recht und Gesetz eben nicht stehen wollen. Im Gegenteil wird am trüben Rand gefischt. Ein 2012 von seiner Organisation verteilter Rassistenkalender wurde von ihm öffentlich verteidigt. In der Mitgliederzeitung eines Landesverbandes seiner Organisation wurde das Wahlprogramm der NPD beklatscht. DPolG-Funktionäre kandidierten für die Republikaner...Und die AfD vermeldete nach einem "konstruktiven Austausch" mit Wendt, man streite "in sehr vielen Punkten für dieselben Ziele". Hinzu kommt Wendt's unerträglicher Dauer-Alarmismus und das Überziehen als Kalkül. Gummigeschosse auf Demonstranten, Justizschelte bis zum Abwinken... Scham macht sich in der Polizei über Wendt breit, Petionen werden von Polizisten gegen Wendt gestartet. Viele - vom DFB bis in die Politik - sehen in ihm keinen seriösen Gesprächspartner mehr. Einzig die Medien befeuern den Alarmlautsprecher noch. Warum eigentlich?

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donald-trumpf 01.02.2017, 17:30
7. Guter Mann

Ich möchte nicht wissen, wie viele Überstunden die Beamten ohne diesen ständigen Mahner auf dem Zettel hätten. So ist das schon eine Frechheit sondergleichen. Da wird öffentlich diskutiert, was man mit dem Milliardenüberschuss wohl so machen könnte, vergisst aber auf der anderen Seite die Bezahlung der Schulden bei den Polizisten. Über die sowieso schon völlig überlasteten Polizisten, hat sich so Vater Staat (oder heißt der Vater Schäuble) mal eben ein zinsloses Darlehen in Milliardenhöhe gesichert und feiert dreist die schwarze Null. Warum wird diese himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht einmal im SPON thematisiert? Wenn man sich den Inhalt so ansieht, könnte man schon das eine oder andere Oberflächliche dafür rausnehmen und mal einen Bericht über nicht nur diese Defizite in diesem harten und aufreibenden Beruf schreiben. Das ist alles selbstverständlich, wenn aber die Lufthansapiloten nicht weitere 20 % Gehaltserhöhung bekommen, dann gibt es Streiks und eine mediale Begleitung, vom feinsten. Schade, dass Herr Wendt so loyal zu diesem Staat und seinem Beruf ist. Wenn er reden könnte, wie er wollte, würde er schon so einiges mehr zu berichten haben. Wie schnell er dann allerdings fälschlicherweise zum Nazi geschrieben wird, haben wir schon erlebt. Man weiß genau, wie man heutzutage die Menschen mundtot bekommt. Wer möchte schon , nur weil er die Wahrheit sagt und das einigen nicht ins Konzept passt, zum Nazi gestempelt werden. Soweit sind wir schon.

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themistokles 01.02.2017, 17:34
8. Populist

Er mag der AfD nicht nahe stehen, aber er bedient sich deren Methodik. Populistische Sätze und Statements, nur um in die Medien zu kommen. Die Folgen davon: ihm völlig egal, hauptsache in den Medien (und sein Buch verkauft). Damit ist Wendt ein gefährlicher Populist, auch wenn er das selbst nicht so siehtl.

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spon-facebook-10000012354 01.02.2017, 17:39
9. Keine isolierte Sichtweise

Herr Wendt steht mit seiner Sicht der Dinge nicht allein. Nick Hein war jahrelang Bundespolizist. Nun hat er ein Buch über die Silvesternacht in Köln und die harte Arbeit am Kölner Hauptbahnhof geschrieben, das man als Beispiel für die von Wendt formulierte Kritik werten kann.

http://www.focus.de/politik/deutschland/buch-ueber-silvesternacht-in-koeln-ex-polizist-packt-ueber-alltagshorror-aus_id_6355392.html

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