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Polizeiwissenschaftler Behr: "Profiling geschieht immer"
DPA

Wie ist der Kölner Einsatz in der Silvesternacht zu bewerten? "Profiling geschieht immer", sagt Polizeiwissenschaftler Rafael Behr. Entscheidend sei, auf welcher Grundlage das passiere.

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galbraith-leser 03.01.2017, 14:55
50. Diese Scheindebatte lenkt vom eigentlichen Thema ab

Dank der aktuellen Regierung und ihrem unverantwortlichen Handeln, das nicht klar zwischen engem Asylrecht gemäß GG, Flüchtlingshilfe gemäß internationaler Konventionen und Einwanderung auf (bei uns nicht vorhandener) gesetzlicher Grundlage unterscheidet, gibt es in Deutschland keine innere Sicherheit mehr. Darüber hinaus ist die aktuelle Regierung weder willens noch fähig, diesen Zustand zu ändern. Zum Glück wird dieses Jahr ein neuer Bundestag gewählt.

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Lasersnake 03.01.2017, 15:03
51. Lob an die Polizei

Wer hat den letztes Jahr die Domplatte zur Hölle gemacht..? Junge Männer aus Nordafrika..! Und dieses Jahr wurde - Dank der gemachten Erfahrungen - genau diesen Einhalt geboten. Das geschah im Sinne aller friedfertigen Menschen dieses Landes.

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vera gehlkiel 03.01.2017, 15:07
52. @elCaputo

Zitat von elCaputo
Herr Behr gibt Dinge zum Besten, für die es keiner Professur, keiner akademischen Titel, keiner Fachkenntnisse, ja noch nicht einmal eines Grundschulbesuchs bedarf. Was hätte denn die Alternative zum Vorgehen der Kölner Polizei aussehen können? Hätte man um der Political Correctness willen am Kölner Hauptbahnhof auch den dänischen Rollstuhlfahrer, die japanische Omi, das Kleinkind im Kinderwagen, die chinesischen Studenten und diverse offensichtlich hellhäutige Mitteleuropäerinnen allen Alters überprüfen sollen? Wohlwissend welchem Phänotyp, welchem Geschlecht und welcher Altersgruppe die Täter des Vorjahres entsprachen? Das sogenannte Racial Profiling machte doch in diesem Kontext Sinn. Ebenso wie es Sinn macht, nach einer Vergewaltigung den Täter unter den Männern zu suchen und auch nur diese Speichelproben abgeben zu lassen. Wenn ein neugeborener hellhäutiger Säugling im Park abgelegt wird und dort erfriert, dann macht es doch wenig Sinn, bei der Suche nach der Mutter im nahegelegenen Jesuitenkloster oder bei der dunkelhäutigen Afrikanerin anzufangen, die zufällig gerade durch den Park joggt. Racial Profiling - also die Tätersuche nach äußeren Merkmalen wie Phänotyp, Geschlecht, Alter etc. - passt diversen Menschen nicht, weil die dahinter stehende Logik nicht ins Weltbild passt. Alle Menschen müssen demnach gleich behandelt werden, weil sie alle gleich sind, auch wenn die Erfahrungen und Beobachtungen dem widersprechen. Den Brüchen, die sich aus dem Zusammenprall aus Anspruch und Wirklichkeit ergeben, kann man aber leider nicht mit unlogischen Suchmustern begegnen. Es hilft einzig die Einsicht in die Realitäten und vielleicht auch das Verständnis derer, die im Rahmen derartiger Vorgänge zu Unrecht überprüft werden. Ist mir schon passiert und war nicht wild.
Vielleicht war es in der Tat notwendig, unter dem Eindruck der letztjährigen Ereignisse nordafrikanisch aussehende Männer dieses Mal einfach von der Domplatte wegzuhalten. Wenn es so war, gibt es aber noch längst keine Verbindung zu der Tatsache, dass die Polizei offenbar schon seit Jahren (und auch dezidiert schon vor der Katastrophe vom Jahreswechsel 2015/2016 in Köln!) "racial profiling" betreibt. Sie verknüpfen in ihrem Beitrag, das ist im übrigen phänotypisch für die aktuelle Diskussion und hilft niemand, klarer zu sehen, willkürlich zwei Sachverhalte, die sich überhaupt nicht direkt aufeinander beziehen lassen. Wobei sie das, was "racial profiling" eigentlich bedeutet, auch noch ziemlich krass verharmlosen. De facto stellt es, und zwar in vielerlei Hinsicht, ein ernstes Hindernis für die effektive Arbeit der Polizei dar, wenn ganz unverblümt bestimmte Gruppen vorab verdächtigt werden. Stigmatisierung ist bekanntlich sowieso ein eklatantes Integrationshindernis. Darüber hinaus wird der Zugang zu bestimmten Binnenstrukturen der Polizei nur möglich sein, wenn sie nicht alle Mitglieder derartiger Gruppen sowieso als Verdächtige wahrnimmt. Sie macht sich dadurch nur selbst blind und taub. Hierfür gibt es im übrigen unzählige Belege, seit Jahrzehnten.

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kk_lein 03.01.2017, 15:12
53. Haarspalterei

Zitat von lau27
Aus meiner Sicht ist es entscheidend, ob "Nafri" nun "Nordafrikaner" oder "nordafrikanischer Intensivtäter" bedeutet. ...
Entscheidend ist, dass die Polizisten jeden Tag direkt mit den wie auch immer titulierten Leuten konfrontiert sind und das auslöffeln dürfen, was die Politik und vor allem deren abgehobene Spitzenvertreter einbrocken. Und falls sie mal nicht gleich wissen, welches Besteckteil für die Suppe korrekt ist, setzt es massive Kritik vom wohl versorgten und alimentierten Elfenbeinturm.

Frau Peter und eine Streifenbeamtin sollten einfach mal für zwölf Monate tauschen. Mal sehen, was sich dann geändert hat.

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diplpig 03.01.2017, 15:14
54. Zielgruppenorientes Vorgehen ...

ist ja wohl nur als effizient zu bezeichnen. Polizisten haben wahrscheinlich reichlich Erfahrung, welche Pappenheimer gut für welche Delikte sind und kontrollieren bei Strassenkontrollen, zu Silvester, bei Drogendelikten, am Flughafen uns sonstwo doch immer anhand gewisser Merkmale (Aussehen, Geschlecht, Kleidung, Verhalten etc.). Insofer ist das alles immer irgendwie diskriminierend. Wenn das unsere Probleme in 2017 sind ...

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kk_lein 03.01.2017, 15:17
55. Ach wie wahr

Zitat von RustinCohle
... des Beweises, dass Politiker die lowest credible life form darstellen, Simone Peter hat ihn geliefert. Ungetrübt von jedweder Sachkenntnis hat sie eine unsägliche, ausschließlich ideologisch motivierte Sch….haus-Parole in die Welt gesetzt und die Kölner Polizei unter Rassismus-Verdacht gestellt. Angetrieben von zustimmenden Reaktionen der üblichen Verdächtigen ("Amnesty International") oder einiger öffentlich-rechtlicher Facebook-Spinner (Böhmermann) legt sie im Fernsehinterview nach. Die Medien nehmen das Thema auf und treten es breit. Erst allgemeines Kopfschütteln dann Fragen nach dem Geisteszustand der Grünen-Chefin. ... Mir war nicht bewusst, dass "Nordafrikaner" eine eigene Rasse bilden. Ich dachte immer, es sei eine rein geographische Herkunftsbezeichnung – und sich der Begriff des "racial profiling" schon allein deswegen verbietet …
auf den Punkt.

Und das Tragische an der ganzen Sache ist, dass Frau Peter und ihre Applaudanten den Radikalen wieder ein paar Tausend Stimmen zugetrieben hat.

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wahrsager26 03.01.2017, 15:18
56. Die Gesellschaft Deutschlands

entwickelt sich weiter-unter Schmerzen.Vieles stürzt ein an sogenannten Konstanten die man sich in Jahrzehnten zusammengenagelt hat.Was heißt bei Kontrollen Rassismus?Wie jeder in seinem Berufsleben sein näheres Umfeld kennt,manche Abläufe sich wiederholen,hat die Polizei ebenso ihren Alltag und kennt dabei ihre Pappenheimer.Jetzt wird empört geschrien,wenn Nafris kontrolliert werden.Ich denke sogar,das die Kontrollen noch deutlich stärker ausgeweitet werden müssen!Die schöne deutsche Welt mit all den kruden Ansichten entstand aber weit vor der Zuwanderung-da konnte man sich in unrealistischen Träumen ergehen.Aber jetzt?Jetzt steht so ziemlich alles auf dem beliebten deutschen Prüfstand und was sehen wir:Die deutsche Politik ist eine Aneinanderreihung von unrealistischen Erwartungen .Daher auch die ganze Aufregung!Danke

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fjodormichailowitsch 03.01.2017, 15:18
57. dem kann ich mich nur anschließen,

Zitat von galbraith-leser
Dank der aktuellen Regierung und ihrem unverantwortlichen Handeln, das nicht klar zwischen engem Asylrecht gemäß GG, Flüchtlingshilfe gemäß internationaler Konventionen und Einwanderung auf (bei uns nicht vorhandener) gesetzlicher Grundlage unterscheidet, gibt es in Deutschland keine innere Sicherheit mehr. Darüber hinaus ist die aktuelle Regierung weder willens noch fähig, diesen Zustand zu ändern. Zum Glück wird dieses Jahr ein neuer Bundestag gewählt.
wenn Politik versagt und solche Umstände schafft in denen die Polizei so in der Zwickmühle ist, dann soll das doch auch gefälligst die Politik austragen.
Ich denke das Polizeiarbeit gefährlich genug ist, auch in Anbetracht das es immer weniger Polizei gibt.
Jahrelang ging das ja auch gut, aber mit zunehmender Gewalt nicht nur durch Fußballrowdys, der rechten Gewalt und nun auch noch durch viele traumatisierten Kriegsflüchtlingen oder einer anderen Kultur anhängige die unsere Werte mißachten, muss die Polizei Aufgaben stemmen bei denen sie ganz alleine da stehen und zerrieben werden.
Ich möchte diesen Job nicht machen, schon gar nicht in einer größeren Stadt.
Die Politik sät den Wind , und die Polizei muss den Sturm ernten ganz ohne Rückendeckung.
Wer ohne Papiere eingereist ist, der sollte auch so lange in Gewahrsam genommen werden bis derjenige erkannt ist, so einfach ist das.
Aber das alles kostet ja ganz viel Geld......... genau wie Bildung, gute Straßen usw auch.

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Katzazi 03.01.2017, 15:23
58.

Zitat von galbraith-leser
Dank der aktuellen Regierung und ihrem unverantwortlichen Handeln, das nicht klar zwischen engem Asylrecht gemäß GG, Flüchtlingshilfe gemäß internationaler Konventionen und Einwanderung auf (bei uns nicht vorhandener) gesetzlicher Grundlage unterscheidet, gibt es in Deutschland keine innere Sicherheit mehr. Darüber hinaus ist die aktuelle Regierung weder willens noch fähig, diesen Zustand zu ändern. Zum Glück wird dieses Jahr ein neuer Bundestag gewählt.
Wie bitte? Es gibt in Deutschland "keine innere Sicherheit mehr"? Wie kommen Sie denn darauf? Soweit ich weiß, konnten die allermeisten Menschen in Deutschland fröhlich und sicher ins neue Jahr feiern. Es gibt wenige Länder die so sicher sind, wie Deutschland. Und dazu trägt auch unsere Polizei bei.

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Katzazi 03.01.2017, 15:27
59.

Zitat von vera gehlkiel
Vielleicht war es in der Tat notwendig, unter dem Eindruck der letztjährigen Ereignisse nordafrikanisch aussehende Männer dieses Mal einfach von der Domplatte wegzuhalten. Wenn es so war, gibt es aber noch längst keine Verbindung zu der Tatsache, dass die Polizei offenbar schon seit Jahren (und auch dezidiert schon vor der Katastrophe vom Jahreswechsel 2015/2016 in Köln!) "racial profiling" betreibt. Sie verknüpfen in ihrem Beitrag, das ist im übrigen phänotypisch für die aktuelle Diskussion und hilft niemand, klarer zu sehen, willkürlich zwei Sachverhalte, die sich überhaupt nicht direkt aufeinander beziehen lassen. Wobei sie das, was "racial profiling" eigentlich bedeutet, auch noch ziemlich krass verharmlosen. De facto stellt es, und zwar in vielerlei Hinsicht, ein ernstes Hindernis für die effektive Arbeit der Polizei dar, wenn ganz unverblümt bestimmte Gruppen vorab verdächtigt werden. Stigmatisierung ist bekanntlich sowieso ein eklatantes Integrationshindernis. Darüber hinaus wird der Zugang zu bestimmten Binnenstrukturen der Polizei nur möglich sein, wenn sie nicht alle Mitglieder derartiger Gruppen sowieso als Verdächtige wahrnimmt. Sie macht sich dadurch nur selbst blind und taub. Hierfür gibt es im übrigen unzählige Belege, seit Jahrzehnten.
Ein prominentes Beispiel ist der NSU. Da standen eben diese Vorurteile der Polizei bei der Aufklärung der Morde im Wege. Was dazu geführt hat, dass viele Menschen sterben mussten (und andere unnötig verdächtigt wurden). - Allerdings ging es hier um Prävenation und nicht um Aufklärung. Das ist noch einmal ein ganz anderes Fass.

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