Forum: Panorama
Polizistenmord von Augsburg: "Stadium des Unerträglichen"
DPA

Raimund M. soll gemeinsam mit seinem Bruder in Augsburg einen Polizisten getötet haben. Seit 15 Monaten sitzt er in Isolationshaft, sein gesundheitlicher Zustand hat sich dramatisch verschlechtert. Sind solche Haftbedingungen angemessen? Ein Gericht sucht die Antwort.

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frowin 27.09.2013, 16:54
1.

ja diese Bedingungen sind gerecht! wenn ich einfach einen Menschen umbringe, wie hier grundlos einen Familienvater abschlachte dann muss ich damit rechnen auch im Knast zu hocken und dort soll es kein Urlaub sein und Kontrollen sind angemessen.

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bunterepublik 27.09.2013, 16:57
2.

Hätte der Insasse nicht einen Polizisten, sondern irgendjemand anderes erschossen, würde er sicherlich nicht die unnachgiebige sinnlose Staatsmacht derart spüren...

Ich halte diese Ungleichbehandlung, die offensichtlich mit einem Vernichtungswillen seitens des Staates gepaart ist, für vollkommen unangemessen.

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ma_fer 27.09.2013, 17:04
3. Was in Bayern Entscheidungen des BVerfG Wert sind

zeigt sich hier.
Eine Justiz, die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu unmenschlicher Behandlung, und dazu zählt die körperliche Untersuchung mit vollständiger Entkleidung, ignoriert verliert seinen Strafanspruch, der sich allein aus rechtsstaatlichem Handeln herleitet. Alles andere ist vorzivilisatorische Machtausübung.

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heinz4444 27.09.2013, 17:07
4. Er ist

ein Berufsverbrecher,das ist nun sein Berufsrisiko.
Und es sitzen nicht nur Polizistenmörder in Isolationshaft!

Und ein Gefängnisaufenthalt soll eine Strafe sein und den Täter ständig daran erinnern,das er das Leben unschuldiger ausgelöscht hat und viel Leid über deren Angehörige gebracht hat.

Wer soetwas nicht in Ordnung findet,sollte daran denken was wäre,wenn er selbst einen engsten Angehörigen durch solch eine sinnlose Tat verlieren würde.

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edeljoker74 27.09.2013, 17:07
5. Mir kommen die Tränen...

...wenn ich höre, dass ein kaltblütiger Mörder in Einzelhaft sitzt und sich vor dem Hofgang nackig machen muss - nein wie grausam. Im Ernst: Wenn den schlimmsten Verbrechern unserer Gesellschaft dies auch noch erspart wird, sehe ich den Satifikationsgedanken der Freiheitsstrafe, die im übrigen auch Opferschutz bedeutet, immer mehr in den Hintergrund treten - und das tut dem Vetrauen in unserern Rechtsstaat alles andere als gut. Der Ehefrau und Tochter würde ich vorschlagen, sich doch mal mit den Angehörigen des ermordeten Polizisten in Verbindung zu setzen...vielleicht hilft das bei der Verarbeitung, den ach so armen Ehemann/Vater gefesselt hinter einer Trennscheibe sitzen sehen zu müssen. Ich denke, in diesem Fall haben stimmen die Relationen nicht mehr so ganz überein !!

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Thorrbert 27.09.2013, 17:14
6.

Zitat von bunterepublik
Hätte der Insasse nicht einen Polizisten, sondern irgendjemand anderes erschossen, würde er sicherlich nicht die unnachgiebige sinnlose Staatsmacht derart spüren... Ich halte diese Ungleichbehandlung, die offensichtlich mit einem Vernichtungswillen seitens des Staates gepaart ist, für vollkommen unangemessen.
Wahrscheinlich stimmt es, dass das Justizpersonal unnachgiebiger ist, weil "einer der ihren" umgebracht wurde. Mitleid habe ich mit diesem Mörder trotzdem nicht.

Und was die Menschenwürde angeht: Man kann den Begriff natürlich inflationär verwenden. Irgendwann verstößt es dann gegen die Menschenwürde, wenn man kein Zugriff auf Facebook hat.

Ein Gefängnis sollte kein Ort sein, in dem man seine Haft komfortabel absitzen kann.

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charlybird 27.09.2013, 17:16
7. Das

sind Haftbedingungen, wie wir sie mal hatten und nicht mehr haben wollten. Der Mann ist vielleicht ein Mörder, noch aber ist er nicht verurteilt und selbst dann hat sich dieser demokratische Staat so zu verhalten, das eine von Humanismus geprägte Zivilisation zu erkennen ist. Das scheint hier aber nicht der Fall.

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diehavo 27.09.2013, 17:16
8. Erinnern

Falls hier Rückschlüsse auf den Staat erfolgen sollten,
wäre eine Erinnerung an die Schilderungen von politisch Verfolgten im Stasi-Knast der DDR interessant (Einzelhaft, Unterbringungsbedingungen, Staatstreue von Verteidigern usw).

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mcadamde 27.09.2013, 17:17
9. Folter

Monatelange Einzelhaft ist Folter.
So leid mir Opfer und Angehörige tun, bzw. unabhängig der Schwere einer Straftat dürfen Menschen in unserem Rechtstaat unter keinen Umständen gefoltert werden.
Wir sollten uns nicht aufs Niveau von Bananenrepubliken oder Guantanamo-Missstände begeben. Wir sind die Guten und solltens auch bleiben.

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