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Praktikantin verliert vor Gericht: Acht Monate im Supermarkt schuften für 0 Euro Lohn
DPA

Acht Monate arbeitete eine junge Frau in einem Supermarkt als Praktikantin und erhielt dafür keinen Cent. Das ist rechtens, hat nun das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden.

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jakam 17.10.2014, 15:31
1.

Das ist typisch für diese Gierketten, nichts leisten wollen, aber alles schön für gar nichts haben wollen.
Dieser ganze BilligBillig-Mist und die dazugehörige Attitüde auch seitens der Verbraucher ist mit schuld an solchen Auswüchsen. Eine Frechheit seitens der Marktkette, statt einer Lehrstelle die Not mittels Hoffnung auf "echte bezahlte" Arbeit auszunutzen.
Bin ich froh, daß wir schon lange nicht mehr in diesen Massendreckbuden einkaufen gehen, sondern dasselbe Geld zum Biomarkt tragen und dort kaufenswerte Lebensmittel unterstützen. Zu teuer? Ist ein Ammenmärchen, das einzige, was wirklich signifikant teurer ist, sind Fleischprodukte - weil man GUTES Fleisch eben nicht "billig billig" produzieren kann. Da reduziert man einfach seinen Fleischkonsum, ist sowieso gesünder und kann stattdessen in guten Biomärkten einkaufen gehen.
Keine Unterstützung für Billigstketten durch unsere Einkäufe!

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glen13 17.10.2014, 15:32
2.

Die Frau wurde also die ganze Zeit "im Rahmen einer berufsfördernden Maßnahme" vom Arbeitsamt bezahlt? Also hat der Staat versucht, die "junge" Frau in Arbeit zu bringen. Und die klagt dann wegen Ausbeutung? Müsste jetzt nicht der Staat wegen Ausbeutung klagen, da die "berufsfördernde Maßnahme" für die Katz war?

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genlok 17.10.2014, 15:33
3. Wie bei mir

Ich hab auch 0€ gekriegt für meine Ausbildung, und das ganze 5 Jahre lang. Die Schweine wollten sogar noch Geld von mir.. Sollte die UNI KL mal verklagen.

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emmerot 17.10.2014, 15:34
4.

Laut Artikel hat sie Geld vom Arbeitsamt bekommen, aber nicht vom Arbeitgeber... also war auch der Staat ziemlich doof. Nur der Filialleiter hat eigentlich alles richtig gemacht - - das, wofür wer bezahlt wurde, nämlich den Laden so billig wie möglich am Laufen zu halten. Und der ist rausgeflogen. Interessant.

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_stordyr_ 17.10.2014, 15:36
5.

passt doch super ins Bild...
Liebe Landsleute...
Diese Menschen sind alle der Meinung, dass Eure Arbeit nichts wert ist.
NICHTS
Und das is auch noch zu teuer.
Ihr müsst gefälligst das nicht verdiente Geld auch bei ihnen ausgeben....

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oldhenry49 17.10.2014, 15:36
6. Ein absolutes

Glanzlicht der Rechtssprechung !
Warum sind die Arbeitgeber so doof und zahlen noch Löhne,sie sollten nur noch Praktikanten beschäftigen.

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noalk 17.10.2014, 15:37
7. schlecht recherchiert

Im damaligen Artikel über das Urteil des ArbG Bochum steht nichts davon, dass die Frau während des Praktikums BfA-Leistungen bezogen hat. Das relativiert die 0-EUR-Bezahlung natürlich. Im übrigen ist meine Erfahrung, dass mann beim Arbeiten viel lernen kann. Aus meiner Sicht ist das Revisionsurteil nachvollziehbar.

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ärgerhochzwei 17.10.2014, 15:38
8. Praktikum über Monate vom Arbeitsamt

Was hätte das Arbeitsamt gemacht, wenn Sie sich die Freiheit heraus genommen hätte diesen Job nicht zu verlängern. Genau es hätte HartzIV gekürzt. Soviel für die die meinen Sie hätte hier freiwillig diesen Job gemacht und hätte ja nein sagen können. Wieso kann das Arbeitsamt jemanden über Monate einen solchen JOB machen lassen? Wahrscheinlich wurden nach Ihr auch neue Arbeitslose dort hingeschickt. Wird hier jetzt der Leiter des Arbeitsamtes zur Verantwortung gezogen, zahlt der jetzt die entgangenen Rentenbeiträge für die Frau von seinem Einkommen? Er hat ja schließlich auch diese Maßnahme als Erfolg in seiner Statistik ausgewiesen.

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observatorius 17.10.2014, 15:39
9. purer Zynismus

Nach 1728,25 Stunden Arbeitsleistung davon auszugehen, dass die immer monatlichen Verlängerungen mit dem Köder einer möglichen Ausbildungsstelle kein "Arbeitsverhähltnis" begründeten ist ein zynisches Urteil eines Richters, dessen jährliche Bezüge um ein vielfaches höher sind als die lächerlichen 17K Euro, die der Klägerin erstinstanzlich zugesprochen wurden.
Dass REWE gegen das erstinstanzliche Urteil vorgegangen ist zeigt eine Geisteshaltung nicht nur gegenüber PraktikantInnen, sondern wohl auch gegenüber MitarbeiterInnen.
Grostesk ist zusätzlich, dass auf der SPON Seite mit dem Artikel in der linken Spalte ein "Arbeitsrechts-Quiz" angeboten wird, der mit den Worten aufhorchen läßt: "Das sollten Einsteiger wissen: Reinkommen und drinbleiben, darauf kommt es beim Berufsstart an."
So läuft das Ausbeutungskartell: Kapitalgesellschaften Profitieren von Kostenloser Praktikanntenarbeit, die mit dem Versprechen "Reinkommen und drinbleiben" zur kostenlosen Selbstausbeutung gelockt werden.

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