Forum: Panorama
Praktikantin verliert vor Gericht: Acht Monate im Supermarkt schuften für 0 Euro Lohn
DPA

Acht Monate arbeitete eine junge Frau in einem Supermarkt als Praktikantin und erhielt dafür keinen Cent. Das ist rechtens, hat nun das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden.

Seite 13 von 27
garfield 17.10.2014, 17:47
120.

Zitat von noalk
Im übrigen ist meine Erfahrung, dass mann beim Arbeiten viel lernen kann.
frau auch?
Mit anderen Worten: wir machen es wieder wie im Mittelalter: man ZAHLT Lehrgeld, statt eine Ausbildungsvergütung zu bekommen.

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Celestine 17.10.2014, 17:47
121.

Zitat von Hallmackenreuther
In der Zeit des Praktikums hat die Allgemeinheit sie unterstützt. Und als dann klar war, dass sie eine Ausbildungsstelle bekommen kann und einmal in der Lage sein wird, für sich selbst zur sorgen, hat sie es vorgezogen, doch wieder lieber ganz der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Das kann nicht noch honoriert werden. Ein gutes Urteil!
Zwischen der Zusage und dem Antritt zur Ausbildung lagen aber weitere sechs Monate unbezahlter Arbeit.

Aber in diesem Land sind ja manche Zeitgenossen, wie Sie z.B. der Meinung, dass man gar keine Rechte mehr hat, sondern sich alles zu gefallen hat!

Und woher wissen Sie von ihrer schulischen Qualifikation? Ich finde nichts.

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jehudi 17.10.2014, 17:47
122.

Momentmal... Die Dame wusste doch vorher dass sie einen Praktikusplatz ohne Bezahlung hatte. Dann danach wollte sie doch Geld dafür haben ? Das ist ja schon unverschämt, oder?Vielleicht sollte ich meinen Chef auf vor Gericht verklagen, weil andere Kollegen in anderen Firmen mehr Geld als ich verdienen... Gleiche Logik...Bonjour Sozialismus...

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der:thomas 17.10.2014, 17:48
123. Das schlimmste sind ie Kommentare!

Was hat das denn für eine Signalwirkung?

Jetzt gibt es ein Urteil auf das sich berufen werden kann - wer jetzt die Möglichkeit hat einen Praktikanten vom Amt zu bekommen, der wär doch doof den nicht so lange wie möglich zappeln zu lassen!

Bald mahen wir alle nur Praktikum - und die dreiu Hanseln mit regulären Jobs zahlen 95#% Abgaben um die Arge &Co zu finanzieren...

..das kapiert nur kaum einer

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Hamid A. 17.10.2014, 17:48
124. 1 Euro Job wäre besser gewesen

Ja wenn die so genannte "Arbeitsagentur" die "Arbeitslosen" für 1 Euro die Stunde vermittelt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie auch kostenlose Arbeiter über 1 Jahr irgendwo tätig werden lassen. Wieso gibt es für Praktikum keine Richtlininen wie für Studium oder Ausbildung?! Wieso muss man da kein Bericht abgeben was man alles gelernt hat. Warum gibt es da keinerlei Prüfungen. Es ist doch Programm, dass Praktikum eigentlich kostenlose Arbeitsleistung ist und ein Unternehmen, das klever ist, sollte dies auch bis zur Erschöpfung ausnutzen, bis die Gesetzgeber rausgeschmissen werden oder bis der Gesetzgeber neue Regeln dafür schafft.

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liborum 17.10.2014, 17:51
125. @110

Die Frau wurde vom Arbeitsamt bezahlt - so weit so gut?
Ein Praktikum von ca. 3 Monaten hätte völlig ausgereicht, festzustellen ob die junge Frau für eine Ausbildung/ oder "normalen" Arbeitsplatz geeignet gewesen wäre.

Das Verhalten des sogn. Arbeitgebers ist hochgradig unanständig. Meiner Meinung nach sogar sittenwidrig.

Zumindest für einen größeren Zeitraum hätte ihr eigentlich der Tariflohn für un/angelernte Kräfte gezahlt werden müssen. (ca. 6 Monate)

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garfield 17.10.2014, 17:52
126.

Zitat von einwerfer
wohl Angst vor der nächsten Instanz, da sie die Revision nicht zulassen. Ansonsten gilt auch hier: Das herrschende Recht ist das Recht der Herrschenden !
Nachdem Medien und Presse in Punkto Demokratiewächter zum Totalausfall geworden sind, frisst sich die neoliberale Geisteshaltung auch in den letzten verbliebenen Pfeiler der Demokratie vor, die Justiz, wo - wenigstens in den oberen Instanzen - noch halbwegs mit gesundem Menschenverstand Recht gesprochen wurde.
Wehe uns, wenn - schon aus Altersgründen - die heute noch jungen, geschniegelten FDP-gestählten Juristen in den höchsten Richterämtern angekommen sind!

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geoelterblitz 17.10.2014, 17:52
127. Rewe

Die REWE hätte schon längst und unbürokratisch der Praktikantin das Geld zahlen können. Wäre gut fürs Image gewesen.

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katzenheld1 17.10.2014, 17:52
128. Lehrbeginn ist stets der 1.9. eines Jahres

Das Gekeife hier im Forum ist schon schwer nachvollziehbar, ausser, dass es sich um ein reflexartiges handelt, auf den Gesetzgeber, auf die Kapitalistenferkel des Einzelhandels, und was sonst noch in Frage kommen könnte.

Die 19-jährige junge Dame war seit ihrem Hauptschulabschluss auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle, was sicher nicht zuletzt an ihrem Notenschnitt von 4,0 lag. Das Berufsbildungszentrum Bochum vermittelte dann die Stelle bei Rewe, und zwar ab Oktober 2013. Es bestand ein Vertrag zwischen dem Berufsbildungszentrums des Handels und dem Supermarkt, nach dem die Beschäftigung der vermittelten Praktikantin unentgeltlich erfolgen sollte. Während der gesamten Zeit wurden Berufsausbildungsbeihilfe und Zuschüsse für eine Monatskarte im Nahverkehr vom Berufsbildungszentrum bezahlt. Für den nächsten in Frage kommenden Lehrbeginn 1.9.2014 hatte sie einen Lehrvertrag in der Tasche. Im Juni 2014 beendete sie allerdings das vom Berufsbildungszentrum bezahlte Praktikum, der Lehrvertrag wurde somit hinfällig.

Das Berufsbildungszentrum war froh, einen Ausbildungsplatz für eine Problemkandidatin bekommen zu haben, Rewe hatte Glück, eine gemäß Vertrag kostenfreie Praktikantin zu haben.

Ergebnis des Ganzen: die junge Dame wird wohl kaum noch eine Ausbildung absolvieren können, und jeder AG wird es sich dreimal überlegen, ob er weiterhin mit dem Berufsbildungswerk zusammenarbeitet.

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Steve Holmes 17.10.2014, 17:53
129.

Zitat von Mimimat
Und die Arbeitsleistung, von der ausschließlich REWE profitierte, die haben sie und ich und alle anderen Foristen mitbezahlt. REWE allerdings hat das nicht.
Vieles wir aus Steuern bezahlt, auch die Schule der meisten Kinder und sonstige Ausbildungen.

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