Forum: Panorama
Predigt in Rom: Papst bittet Missbrauchs-Opfer um Vergebung

Lange wurde auf ein klares Wort von ihm gewartet - jetzt ist es da: Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.

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eagle29 11.06.2010, 11:52
1. Erstaunlich

Erstaunlich, wie lange der Papst brauchte, um endlich einmal eine klare Entschuldigung auszusprechen. Darauf warten wohl gerade die Betroffenen jetzt schon eine halbe Ewigkeit.

Erstaunlich ist auch, dass sich hier im Forum keiner zu dem Thema meldet, obwohl doch dazu vor ein paar Monaten Hunderte von Forums-Beiträgen erschienen sind. Hier bewahrheitet sich wieder der Spruch, dass jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird. Das Missbrauchs-Thema hat ausgedient, jetzt steht das Sparen und der Bundespräsident im Mittelpunkt.

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Klo 11.06.2010, 11:54
2. ..

Zitat von sysop
Lange wurde auf ein klares Wort von ihm gewartet - jetzt ist es da: Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.
Bitte um Vergebung ist der erste Schritt. Entschädigung der logisch folgende.

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Bernhard Fischer 11.06.2010, 11:56
3. .......

Zitat von sysop
Lange wurde auf ein klares Wort von ihm gewartet - jetzt ist es da: Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.
Vielleicht liest sich tro jenseits von Agenturmeldungen mal durch, was da gesagt wurde...

http://www.oecumene.radiovaticana.or...o.asp?c=399996
das "klare Wort" gab es schon zu Irland....

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roland holtz 11.06.2010, 11:58
4. Hier gilt wohl, dass es vor allem darauf ankommt, wann man das Richtige tut.

Hinzugehen und sich in dieser Form zu entschuldigen, wenn alles nicht mehr bestreitbar ist, ist verächtlich. Es missachtet das Recht der Missbrauchten, es spricht ihnen Hohn. Wenn aber Vertreter der katholischen Kirche dann auch noch darauf verweisen, dass Schadensersatzforderungen nur diskutiert werden, wenn seitens des Gesetzgebers entsprechende Regelungen festgelegt worden sind, dann zeigt das, dass es keine Bereitschaft zur Sühnen gibt.
Bekenntnisse mögen Reue erkennbar machen. Sie wird manifest wenn gesühnt wird. Die Sühne nach normalen gesetzlichen Regelungen wäre Haft. Das Kirchenrecht scheint Täter davor zu schützen. Jahrelanges Schweigen natürlich auch.

Nein das braucht niemand. Kinderschänder werden normalerweise verfolgt und Organisationen zerschlagen. Die Vertreter der Kirche, unter deren Schutz so etwas möglich ist, werden im Gegensatz hofiert, sie können sich öffentlich darstellen. Die die es am schlimmsten treiben, werden entlarft, als solche die das Geld, das für Waisen gespendet wird, zweckenfremden und kleine Kinder brutal misshandeln.

Die Geschichte zeigt ein höchst zweifelhaftes Bild dieser Einrichtung, das in der Gegenwart fortgeschrieben wird und sich an den Wehrlosesten in unserer Gesellschaft manifestiert. Es wird Zeit Dinge zu beenden, um den Opfern genüge zu tun und künftigen Missbrauch zu verhindern.

Respekt Frau Käsmann

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naabaya 11.06.2010, 12:01
5. Chance

Zitat von sysop
Lange wurde auf ein klares Wort von ihm gewartet - jetzt ist es da: Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.
Die katholische Kirche sollte die Mißbrauchsfälle auch als Chance für eine gründliche Reform begreifen. Dazu gehört die Aufhebung des Zölibats sowie die Zulassund der Frauen für das Priesteramt (wie verträgt sich letzteres übrigens mit unserem Grundgesetz und dem Recht auf freie Berufswahl?)

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gl11 11.06.2010, 12:07
6. Wie glaubhaft...

...ist eine solche arg späte Entschuldigung von einem Menschen, der der Ansicht ist, dass Gott sich eines "armseligen Menschen bedient"? Das ist doch der Grundgedanke dessen, dass man einen Menschen "gebrauchen" kann, wobei die Grenze zum Missbrauchen eher fließend ist.

Was ist das bloß für ein Menschen- und Gottesbild...

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hermesgolf 11.06.2010, 12:18
7. ecrasez l´infame

Zitat von sysop
... Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten.
der soll zunächst einmal den opfern anständigen schadensersatz leisten. und zwar auch wegen seiner eigenen verfehlungen - danach kann man über vergebung reden.

Zitat von sysop
... ...Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.
er redet von den kindern und meint sich selbst und seinen verein.

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Marbot 11.06.2010, 12:20
8. Klare Worte

Zitat von sysop
Lange wurde auf ein klares Wort von ihm gewartet - jetzt ist es da: Papst Benedikt XVI. hat die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche um Vergebung gebeten. Er will alles nur Mögliche tun, um Kinder in Zukunft zu schützen.
Nun ja, da ich ein naiver Mensch bin, den Papst nicht persönlich kenne, unterstelle ich mal, dass er es ehrlich gemeint haben könnte und die Worte nicht nur einen politischen Hintergrund haben (Rettung der Kirche und so).

Was ich an den klaren Worten, die in dem Artikel zitiert werden allerdings nicht verstanden habe, ist die Aussage, "(der Zölibat)ist das beste Gegenmittel gegen andre Skandale, die durch unsre menschlichen Unzulänglichkeiten verursacht werden."

Kann mir das jemand erklären?

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Student87 11.06.2010, 12:22
9. Scheinheilige Heilige Kirche

Die Kirche ist eine scheinheilige Organisation im warsten Sinne des Wortes. Das der Papst auch noch seine Priester in Schutz nimmt ist eine Unverschähmtheit. Er kann um Vergebung bitten wie er will, Konsequenzen sind die richtige Antwort. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, auch wenn die Taten schon verjährt sein sollten, so hat doch die Kirche das Recht und die Pflicht diese zu verfolgen. Dass das Zölibat wieder mal entschuldigt wird ist auch beispielhaft für die Kirche. Es gibt schon seid Jahrhunderten dieses Zölibat und Priester, die dieses umgehen, die einen nehmen sich eine Hure, die anderen bedienen sich an den Menschen, die sie schützen sollen und die ihnen ihr Vertrauen schenken.
Und für diese Menschen zahlen wir auch noch Millionen und finanzieren ihre Paläste.

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