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Pressekompass: Fehlt den Deutschen der Glaube? Das sagen die Medien
DPA

Immer weniger Bundesbürger zieht es noch in Kirche - die Austritte sind auf Rekordstand: Stecken wir in einer Glaubenskrise oder nervt schlicht die Kirchensteuer? Der Pressekompass zeigt den Meinungstrend der Medien.

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vassiliki2000 26.07.2015, 11:27
70. Die Kirche als Arbeitgeber verhält sich nicht christlich,

sammelt und hortet Geld und hat Immobilien in Bestlagen. Waren Zinsen nicht einmal als unchristlich verboten?? Da hat sich die Kirche mit ihren Geldanlagen von verabschiedet, klammheimlich. Die katholische Kirche zahlt lieber Alimenten für uneheliche Kinder als dass Priester -wie bei Protestanten und Orthodoxen- heiraten könnten.
... Und faier Löhne werden den Angestellten dort auch nicht bezahlt. Gotteslohn??? Nein, Kirchenlohn. Gott hat damit gar nichts zu tun. Da erkennt man doch dass sie ihre eigenen Predigten nicht umsetzten und alles nur für ihre Institution und damit für sich selbst sich selbst tun. Nicht an ihren Worten, an ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Es sieht so aus als ob viele Menschen einfach nur erkennen dass die Kirche Wasser predigt, selbst aber Wein trinkt. Und den lässt sie sich auch noch von den Ärmsten bezahlen. Eine Religion die mit Strafen droht...Kann man doch nicht ernst nehmen wenn Kleriker offensichtlich keine Angst vor Kindesmißbrauch,Verschwendung und anderen "Todsünden" haben.

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uncle scrooge 26.07.2015, 11:36
71.

Zitat von b-hh1980
... und abgerechnet wird ohnehin auch beim für viele so ungeliebten Thema Religion immer noch am Schluss...
Da ist sie wieder, die nur wenig kaschierte Drohung mit Hölle und Fegefeuer…

Irgendwie geht es uns ja allen so, der drohende Verlust des eigenen „Ich“ kann schon irgendwie beängstigend sein. Da ist der Gedanke, der eigenen Endlichkeit zu entfliehen, natürlich äußerst verlockend. Was liegt da näher, einem Gott zu huldigen, der uns vor diesem endgültigen Aus bewahrt?
Als frühkindlich indoktrinierter Christ kann man sich daher entspannt zurücklehnen, wenn das Punktekonto für das spätere Himmelfahrtskommando ausreichend angefüllt ist. Nach erfolgter Auffahrt in die himmlischen Sphären kann mit großer Genugtuung und klammheimlicher Freude ein Blick nach unten riskiert werden, um die Atheisten beim Schmoren in der Hölle zu beobachten.

Ich hoffe, Sie sind nicht allzu enttäuscht, wenn Sie eines hoffentlich fernen Tages wie alle anderen Menschen einfach nur ins dunkle Nichts fallen.

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udo46 26.07.2015, 12:33
72.

Zitat von Zaphod
In Bayern gehört die Ehrfurcht vor Gott gemäß Art. 131 Abs. 2 Bayerische Verfassung zu den obersten Bildungszielen. Die Rechristianisierung kann nur gelingen, wenn andere Bundesländern diesem Beispiel folgen!
Ja, genauso funktioniert organisierter Glaube:
durch Angst, Furcht, Horror, Drohung, Zuckerbrot und Peitsche, Unterwerfung.

Der religiöse und fromme Mensch lebt permanent in Angst.
Denn er weiss nie, ob er nach seinem Tod Gnade vor den Augen seines ewigen Richters finden wird oder nicht.

Denn Gott sieht alles, führt Buch über jeden und jedes.
Nichts entgeht ihm.
Big Brother is watching you.
Und seine Büttel auf Erden tun ihr Übriges.

Man merkt an diesen Mechanismen ganz deutlich, dass alle Weltreligionen in feudaler, patriarchaler Zeit entstanden sind, und Gott nichts anderes ist als der ins Transzendente entrückte weltliche Fürst.

Ziemlich schrecklich, so ein frommes Dasein.

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senfdazugeber3000 26.07.2015, 13:33
73. Fiktion

Zitat von udo46
Ja, genauso funktioniert organisierter Glaube: durch Angst, Furcht, Horror, Drohung, Zuckerbrot und Peitsche, Unterwerfung. Der religiöse und fromme Mensch lebt permanent in Angst.
Von welcher organisierten Religion reden Sie denn da? Wohl nicht vom christlichen Glauben und der Kirche von heute. Ich bin Katholik, habe weder Angst, noch wurde mir je mit der Peitsche gedroht, noch musste ich mich irgendjemandem unterwerfen. Sie haben vielleicht zuviele Romane gelesen oder Spielfilme gesehen?

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freiwilligfrei.de 26.07.2015, 13:44
74.

Die gefährlichste aller Religionen ist der Staat. Der Staat, dessen Politiker und die sogenannte freiheitliche demokratische Grundordnung sind an die Stelle der Kirchen getreten. Die Politiker und ihre Handlanger saugen die Menschen aus, bauen ihre pompösen Kirchengebäude, ziehen sich komische Kostüme an, vollführen seltsame Rituale und die Menschen knien willfährig vor ihnen nieder, lecken ihnen die Stiefen und übergeben ihnen einen Großteil dessen, was sie erwirtschaften.

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obog 26.07.2015, 14:15
75.

Zitat von wortmacht
Ich glaube sie verdrehen da etwas. Nicht abergläubischen wird jeden Tag von Religiösen Bevormundung zuteil. Wie so viele Andere macht mich Religion fassungslos, mehr nicht. Sofern diese aber mein Leben massiv beeinflusst, und das aus meiner Sicht negativ, werde ich dagegen reden, gerne auch polemisieren. Bevor jetzt jemand wieder mit sog. christlichen Feiertagen kommt, was peinlich genug wäre. Diese sind kein Privileg der Religiösen, sondern in die Urlaubs- resp. Freizeiten eingepreist. Also schafft diese Feiertage gerne ab und schlagt sie einer frei verfügbaren Urlaubsregelung zu. Ich bin mir sicher, das hätte eine überwältigende Mehrheit. Selbstverständlich haben Religiöse, nicht nur Christen, dann das Vorrecht diese Tage zu Ihren religiösen Festen zu nehmen. ...Wenn Sie der Ansicht sind das Glaube Kraft gibt, sage ich Ihnen das die Realität zu akzeptieren ohne sich Götter zu erfinden ein Zugewinn an Klugheit gibt. Halte ich persönlich für sinnvoller.
Es geht bei der Spiritualität überhaupt nicht darum,sich Götter zu erfinden.Es geht darum,in sich selber den"Gott" zu finden,und dann an sich selber zu glauben.
Denn der Mensch ist nur ein Teil vom Ganzem,ob man das Gott nennt oder eine höhere Dimension,Kraft etz.ist gleichgültig.Unbestritten ist aber ,dass eine Rückkoppelung(Religio) mit dieser Dimension ungemein viel Lebenskraft und Halt verleihen kann.
Viele Menschen (vielleicht nicht gerade Sie) stellen sich in ihrem Leben auch exsistenzielle Fragen;wie;warum gibt es auf diese Welt so viel Leid und Unrecht?Warum gibt es so unterschiedliche Schicksale?Warum werden schon kleine Kinder von ihren Eltern getötet?Wenn man darin keinen Sinn erkennen kann,sucht man zwangsläufig nach anderen Erklärungen und das kann doch keiner den Menschen verwehren. Fakt ist allerdings,dass die Amtskirchen auf solche Fragen keine Antworten haben(wollen),und deshalb überflüssig sind ,wie der Kropf.

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senfdazugeber3000 26.07.2015, 14:26
76. Prominente Unterstützung für Ihre Meinung

Zitat von kritischer-spiegelleser
[Die Kirche in Deutschland] hat nichts mehr mit Glaube zu tun. Erst wenn die Kirchensteuer wegfällt werden sich die Kirchen wieder um ihre Gläubigen kümmern müssen.
"Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst. Es wird der Kirche auf die Dauer nicht erspart bleiben, Stück um Stück von dem Schein ihrer Deckung mit der Welt abbauen zu müssen und wieder das zu werden, was sie ist: Gemeinschaft der Glaubenden. Tatsächlich wird ihre missionarische Kraft durch solche äußere Verluste nur wachsen können." Wer sagte dies? Wer forderte eine stärkere Trennung von Kirche und Staat, den Verzicht der Kirche auf Besitz und weltliche Privilegien? Wer dachte über ein neues Kirchensteuermodell auf Basis der Freiwilligkeit nach? Das war ein gewisser Joseph Ratzinger bzw. Benedikt XVI.! Damit hat der emeritierte Papst längst vorausgedacht, was einige deutsche Kirchenfürsten noch nicht wahrhaben wollen.

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espet3 26.07.2015, 15:09
77.

Wer gläubig ist, der glaubt auch, dass der Limburger Bischof der Religion einen Bärendienst erwiesen hat.

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chardon 26.07.2015, 15:12
78. Hier wird wieder,

wie so oft werden Glaube/Religion und Kirche verwechselt. Glauben kann jeder Mensch, selbstverständlich auch ohne Kirche. Viele Deusche haben ihre Religion, nämiich: Gegen Atomenergie, Umweltschutz bis zum geht nicht mehr, Ernährung nur unter der Sicht von Gesundheit -ohne jede Freude/Genuss, gegen moderne Medizin - kann nur schädlich sein, usw. usf.
Glaube ist nicht Wissen - so kann jeder glauben was ihm passt.
Es sollte allerdings nicht vergesen werden, dass die Kirchensteuer, man kann sie abelehnen, es ist eine Art "freiwillige" Steuer, sie doch unser Sozialsystem mitträgt. Kranken-/Pflegeheime, Krankenhäuser, Kitas, Tafeln, Behinderten- u.a. Einrichtungen, etc. dies alles müsste aus einer anderen Einnahmequelle finanziert werden. Warum nicht eine "Sozialsteuer" die ALLE in Deutschland zahlen müssten? Nicht nur die Angehörigen einer "Kirche".
Es wäre gerechter, wenn alle dazu beitragen.

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Rainer Helmbrecht 26.07.2015, 15:16
79.

Zitat von udo46
...... Denn Gott sieht alles, führt Buch über jeden und jedes. Nichts entgeht ihm. ........
Aber er redet nicht darüber.

MfG. Rainer

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